« Hausbau-, Sanierung  |

Außenputz der nicht schnell verdreckt

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen (Beta)
  •  Flipp
23.6.2014 - 26.10.2015
21 Antworten 21
21
Hallo,
Kann mir jemand eine Lösung für das Problem nennen?
Bei den flachdachhäusern sehe ich immer (auch bei relativ neuen Bauten), dass die Fassade durch Witterung, regen, Schnee etc. Schnell vergilben oder verdrecken. Da kommt man ja mit dem Streichen nicht mehr nach.
Gibt es einen putz bzw. Farbe, bei der das nicht so schnell verdreckt.
Ein Haus neu zu malen ist ja nicht ganz billig.
Danke für eire antworten. Lg philipp

  •  Perl25
23.6.2014  (#1)
Hallo,

Das gleiche habe ich mir auch gedacht...

Sieh dir mal das Produkt Nanopor von Baumit an.

Die anderen haben auch ähnliche Produkte, heißen nur anders.

Bin vor kurzem mit der Fassade fertig geworden und hoffe, dass dieses Material länger hält.



1
  •  MinMax
  •   Gold-Award
23.6.2014  (#2)
Schaut Euch bei der Suche auch immer die Bestandsteile der Putze genau an, häufig handelt es sich um ein Gift-Coctail...

1
  •  Perl25
23.6.2014  (#3)
Laut Baumit sind die Nano-Putze, Biozidfrei.

http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0401.php4



1


  •  Flipp
23.6.2014  (#4)
okay, also gibt es doch möglichkeiten.
hat wer erfahrung mit nanoputzen?

1
  •  dyarne
23.6.2014  (#5)

zitat..
Flipp schrieb: Bei den flachdachhäusern

da hast du dir die antwort ja selber schon gegeben: konstruktiver fassadenschutz, sprich dachüberstand ist eine möglichkeit ... emoji

der 'fehlende' dachüberstand sorgt dafür daß die fassade in der (klaren) nacht gegenüber dem weltraum wärme abstrahlt, dadurch kälter als die umgebungsluft wird und (zu) oft feucht ist; das freut dann die algen ... emoji

1
  •  Schwedenbombe
  •   Silber-Award
23.6.2014  (#6)
Hier gab es mal eine sehr interessante Diskussion bezgl. Putzart. Demnach soll ein silikatputz bessere Eigenschaften haben also jene mit "Beimischungen" diese trocknen angeblich schlechter und waschen sich auch aus....
Ob das der Weisheit letzter Schluss ist.... Bleibt wohl eine glaubensfrage wie so vieles beim hausbau

1
  •  schaushauns
  •   Silber-Award
23.6.2014  (#7)
Ich wuerde mir mal fassadenplattenloesungen anschauen.
Fundermaks bzw. Prefer.
Mw nach gibts beim ersteren eher leist und selbst machbare holzaufdopplungskonstruktionen. In verbindung mit steinwolldaemmung evtl. Auch fuer eps gegner ein argument.
Und immer schoen im standard bleiben, sonst kannst es preislich gleich vergessen.
Bei prefer solls sandwichplatten geben, die hinten halb geschnitten werden koennen, wodurch fensterlaibungen abbiegbar sind, wenn du verstehst, was ich mein.

1
  •  MinMax
  •   Gold-Award
24.6.2014  (#8)

zitat..
dyarne schrieb: der 'fehlende' dachüberstand sorgt dafür daß die fassade in der (klaren) nacht gegenüber dem weltraum wärme abstrahlt, dadurch kälter als die umgebungsluft wird

mit anderen Worten: der Dachüberstand ist eine hervorragende Wärmedämmung für Wände, weil sie dann "geschützt" sind und daher keine Wärme ins Universum abstrahlen? Sensationell! ;)

1
  •  dyarne
24.6.2014  (#9)
keine wärmedämmung, eine 'beschattung' ... emoji

kann man auch an sehr guten fenstern sehen, bei denen das fogging im eg viel stärker als im og bei großem dachüberstand ist, bzw eben direkt an der feuchten fassade die im 'geschützten=beschatteten' bereich nicht auftritt ...

vergleiche auch auto im carport und außerhalb des carports ...

1
  •  Flipp
24.6.2014  (#10)
sprich summe summarum würdet ihr ein pultdach dem flachdach vorziehen. also zum schutz der fassade.

kommt man also gar nicht drum rum, mit passenden außenputzen die wände sauber zu halten.

1
  •  bautech
24.6.2014  (#11)

zitat..
Flipp schrieb: kommt man also gar nicht drum rum, mit passenden außenputzen die wände sauber zu halten.


Mit dem Dachvorsprung schaffst Dir einen konstruktiven Bewitterungsschutz der Fassade. Wenn eine Attika ausgeführt wird sollte man mit den Endbeschichtungen / dem Edelputz der Veralgung entgegenwirken, hier gibt's einige Philosophien für das jeweilige Material, welches zum Einsatz kommt!

Hier etwas Lesestoff zur Entscheidungsfindung:

http://www.energiesparhaus.at/forum/30459

http://www.energiesparhaus.at/forum/33734

ng

bautech

1
  •  juergenj
  •   Silber-Award
24.6.2014  (#12)
also flipp ich kann dir dazu nur eines sagen. Obwohl uns ein Flachdach auch gefallen hätte, haben wir uns aus diversen Gründen dagegen entschieden.

Wir haben mit Rinne ca. 1 m Dachüberstand, und selbst da wird die Fassade irgendwann mal fleckig/algig, und das sogar mit Nanopor Putz von Baumit.

Auch wenns kein richtigs Argument ist: Ein Dach ist ein Dach, und es hat schon seine Gründe warum seit Jahrhunderten ein Dach eben steil ausgeführt wird.

1
  •  StefanP
  •   Bronze-Award
24.6.2014  (#13)
Im Stark beanspruchten Bereich würd ich mal von der Norm abweichen und einfach doppelt spachteln und auf die Schichtdicke eines normalen Fassadenputzes zu kommen, und dann mit einer stark wasserabweisenden Farbe (Silikonfarbe) 2-3 mal strichen. hat den vorteil, dass sich durch die eher glatte Oberfläche viel weniger Schmutz festsetzt als bei einem Strukturierten Putz. uns sonst einfach je nach verschmutzungsgrad abwaschen.

Zu der Beimenungen an Bioziden kann ich nur sagen, dass diese wasserlöslich sind (sein müssen) und sich mit der Zeit komplett auswaschen. Je nach dosierung früher oder später.

Auf einer Fassade würde ich auch nur mehr einen echten mineralsichen Putz verwenden. Und damit meine ich nicht die Silikatputze - da diese auch sehr viele Kunstharze und dispersionen enthalten.
Ich rede zB vom Baumit open Fascina. Ist ein vergüteter edelputz und zur anwendung auf Wärmedämmverbundsystemen freigegeben.

Vorteil: er nimmt überschüssige feuchtigkeit auf, speichert sie und trocknet auch wieder ab.
Ein normaler "kübelputz" kann mit dem Sorbtionsverhalten eines echten edelputzes nichtmals mithalten.

Und eine oberflächig trockene Fassade bedeutet weniger algen und pilze.

2
  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
25.6.2014  (#14)
dem TE geht's nach meiner Auffassung eher um den schmutz als um die veralgung. trotzdem kurz von mir:

- wichtig ist, dass das haus ganzseitig sonne abbekommt, dann trocknet eine eventuell feuchte Fassade ab. da ist es egal, ob das haus 1m dachüberstand hat oder ein Flachdach, wenn die Nordseite zb. nie richtig abtrocknen kann, hast bei allen Dachformen irgendwann algen. der dachüberstand bewirkt lediglich, dass die oberen 2-3meter geschützt sind, die hälfte des hauses wird jedoch genauso vom regen angewaschelt - bei meist einhergehendem wind fällts noch mehr aus. sieht meiner Meinung nach bei älteren Fassaden noch bescheidener aus, wenn oben halbwegs sauber, der untere teil aber veralgt ist, als gleichmäßig verdreckt.

- keine bäume in der nähe, das sind wahre algenschleudern.

- irgenwann veralgt jede Fassade, mehr oder weniger

zur frage: ich glaube eher, du meinst diese unschönen dreckschlieren von fensterbrettern, Balkonen, markisenhalterungen und co.
dagegen nützt nur eins nachhaltig: putzen.
und zwar mit wasser, eventuell je nach verschmutzungsgrad ein wenig spüli rein, und eine Nagelbürste.

heuer nach knapp drei jahren Fassade das erste mal so gesäubert, da leichte schlierenbildugn bemerkbar war. alles blitzeblank sauber, aufwand ne gute stunde.
hält sich also in grenzen, wenn man regelmäßig dahinter ist.

gruß

1
  •  StefanP
  •   Bronze-Award
25.6.2014  (#15)
Ob Algen, Pilze oder Schmutz im Sinne von Staub ist im Grunde alles eine Verschmutzung und hat als Ursache eine feuchte Fassade wo sich jeglicher Schmutz mit der Feuchtigkeit verbindet.

Sieht man sich alte und damit meinei ich echt alte häuser an, sind diese großteils bei der Putzfassade noch recht schön. Sie weisen meist nur eine geringe Verschmutzung auf, welche aber über Jahrzehnte entstanden ist. Aber im großen und ganzen dauerte die Verschmutzung wesentlich Länger als bei heutigen Fassaden mit allerlei hochleistungsputzen.

Am wichtigsten ist es, die Feuchtigkeit wegzubekommen.

1
  •  streicher
25.6.2014  (#16)

zitat..
speeeedcat schrieb: dagegen nützt nur eins nachhaltig: putzen.
und zwar mit wasser, eventuell je nach verschmutzungsgrad ein wenig spüli rein, und eine Nagelbürste.


Ich frag mich gerade ob das bei allen Putzen (Silikat, Silikon, ...) funktioniert.
Habe da mal gehört das man Silikon besser mit Wasser abwaschen kann, aber ob das wirklich so ist?

@speeeedcat: Welchen Putz hast du?


1
  •  schaushauns
  •   Silber-Award
25.6.2014  (#17)

zitat..
StefanP schrieb: Am wichtigsten ist es, die Feuchtigkeit wegzubekommen.


die alten häuser haben die feuchtigkeit mitn aussiheizen wegbekommen, meine ich. Aber du hast schon recht, die alten mineralischen putze scheinen beständiger zu sein, als die industriell herstellbaren aber leicht zu verarbeitende "kübelputze".

Bezueglich feuchtigkeitsanfall:
Natürlich wird der Anteil an Schlagregen eine größere Rolle spielen, aber ob bei Kondensatbildung der Dachüberstand nicht auch den Effekt hat, dass die "aus den darüberliegenden Luftschichten" ausfallende Feuchtigkeit sich eben dann nicht so absetzen kann, wie bsplsweise, ohne Dachüberstand, wo Wind und Feuchte ohne Hindernis "herumstreichen" können. Und in unseren Breiten fällt Tau im Prinzip fast jede Nacht an, schätze ich mal.

Dass die Wände super isoliert sind und schön abkühlen ist das "Hauptproblem". emoji

1
  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
26.6.2014  (#18)
STO silikonharzputz.....mein fassader-freund schwört drauf.

1
  •  MinMax
  •   Gold-Award
28.6.2014  (#19)
Heute wird bei mir Weber Silikat drauf gerieben... ich berichte in 2-3 Jahren über Schmutzempflindlichkeit ...
Wenn man sich das Kleingedruckte beim Silikon bzw. Silikatputz eines Herstellers anschaut stellt man fest, dass die Wasseraufnahme und die Wasserdampfdurchlässigkeit ident bzw. sehr nah beieinander sind.


1
  •  dyarne
3.7.2014  (#20)

zitat..
speeeedcat schrieb: der dachüberstand bewirkt lediglich, dass die oberen 2-3meter geschützt sind

hallo alex,
da hast du sicher recht, kommt halt auf das verhältnis haushöhe zu dachüberstand an ...

zitat..
schaushauns schrieb: die "aus den darüberliegenden Luftschichten" ausfallende Feuchtigkeit sich eben dann nicht so absetzen kann, wie bsplsweise, ohne Dachüberstand, wo Wind und Feuchte ohne Hindernis "herumstreichen" können. Und in unseren Breiten fällt Tau im Prinzip fast jede Nacht an

der 'taufall' ist ein ergebnis der wärmeabstrahlung von körpern in den weltraum bei klarer nacht. die luft selber wird durch die atmosphäre 'gedämmt'. die unter lufttemperatur abgekühlten flächen führen dann zum kondensatausfall aus der luft. 'beschattungen' wie carport, dachüberstand, bäume verhindern diese wärmeabstrahlung mit folgender unterkühlung ...

1
  •  Fassadenreinigu
26.10.2015  (#21)
Fassade verdreckt oder veralgt?? - Bist du sicher, dass die Fassade verschmutzt sind und nicht lediglich Algen angesetzt haben??
Da du geschrieben hast "neuere Bauten", gehe ich davon aus, dass es sich gleichzeitig um neuere Bauten gehandelt hat. Hier ist eben der Fall, dass es sich zu 95% nicht um eine Vershcmutzung im herkömmlichen Sinn handelt, sondern um "legiglich" Algenbefall. Ist natürlich beides gleichermaßen ärgerlich, aber unterschiedlich zu beurteilen und zu beseitigen/vorzubeugen.

Das hochgeladene Bild zeigt eine Fassade die zu 95% NUR von algen befallen ist. Das zeigt doch deutlich einmal was diese anrichten können.
LG


2015/20151026515834.JPG

1

Thread geschlossen Dieser Thread wurde geschlossen, es sind keine weiteren Antworten möglich.

Nächstes Thema: Ziegelmassiv - Fertigteilhaus - Mit wem?