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PVT Wärmepumpe

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  •  andifuer
31.3. - 3.4.2025
26 Antworten | 11 Autoren 26
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Gibt es hier User, die eine WP WP [Wärmepumpe] ausschließlich mit PVT-Modulen betreiben ?
Oder gibt es anderwertige Erfahrung mit solchen Systemen ?

Ich denke da an Anlagen, wie sie etwas von TripleSolar angeboten werden. 
https://triplesolar.de/pvt-waermepumpe/

oder sowas
https://www.mtec-systems.com/products/erd-und-pvt-waermepumpe/

Hintergrund der Frage: Es soll bei einem Reihenhaus eine WP WP [Wärmepumpe] eingebaut werden. 
Tiefenbohrung und Ringgraben kommt wegen Platz bzw. Bodenbeschaffenheit nicht in Frage, bei Luft-Wasser gibt es Bedenken wegen der Lärmemission weil eben geringe Abstände zu den Nachbarn.

Dachfläche für PVT-Module wäre ausreichend vorhanden. Die WP WP [Wärmepumpe] selber würde mitsamt Warmwassererzeuger am Dachboden darunter aufgestellt werden.

Würde das funktionieren ?
Was gibt es zu beachten ?
Was ist eure Meinung dazu ??

  •  Akani
31.3.2025  (#1)
Tiefenbohrung nicht realisierbar?!
Weshalb? Nur Bodenbeschaffenheit?
Platz brauchst da nicht viel.
Der Preis den diese PVT Module haben, bei unvorhersehbaren kosten Wartung oder Defekt, solltest du dir das mit der Bohrung noch mal anschauen. 
Hast du mehr Infos, zum Haus, Grundstück usw

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  •  andifuer
31.3.2025  (#2)
Hallo,
Tiefenbohrung scheidet insofern aus, weil scheinbar eine große Tiefe notwendig wäre, aber es generell keine Zufahrt zum Garten gibt.

Daher würde ich mich hier gerne auf das Thema der PVT-Wärmepumpen konzentrieren 😉

Geht zudem auch um weitere Objekte, wo das vielleicht die einzig mögliche Bauform sein könnte.
Ausserdem halte ich es für eine sehr interessante Technik 🙂

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  •  christoph1703
31.3.2025  (#3)
Im Sommer funktioniert das System wie eine herkömmliche Solarthermieanlage, aber woher kommt die Wärme im Winter? LWWP haben einen großen Wärmetauscher, durch den aktiv Unmengen Luft gezogen werden. Die PVT-Module werden vielleicht größenordnungsmäßig eine ähnliche Oberfläche haben wie der Wärmetauscher, aber nur passive Luftströmung. Das kann doch niemals funktionieren?

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  •  andifuer
31.3.2025  (#4)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Das kann doch niemals funktionieren?

Genau DAS würde mich eben interessieren.
Die o.a. Hersteller meinen, dass das geht, aber in der Praxis habe ich sowas noch nirgends gesehen. Vor allem mit realistischen Erfahrungswerten. 
Rein theoretisch könnte ich es mir aber schon vorstellen. Zumindest im kleinen Leistungsbereich, also unter 5KW, was als Heizung in einem gut gedämmten Haus reichen würde.


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  •  christoph1703
31.3.2025  (#5)
Selbst das kommt mir viel vor für eine übliche Dachfläche. Sagen wir 50 m², das wären im Sommer zu Mittag theoretisch 50 kW Einstrahlung, im Winter bei Wolken vielleicht ein Zehntel davon und das auch nur 4 Stunden am Tag.
Und vorausgesetzt, dass die kalte Seite nicht unter 0 °C kommt. Sobald sich Eis auf dem Kollektor bildet, nimmt die Leistung noch weiter ab, bis alles zugefroren ist und die WP WP [Wärmepumpe] irgendwann abschaltet.

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  •  andifuer
31.3.2025  (#6)
Ich denke, dass der Sonnenertrag für die WP WP [Wärmepumpe] nur eine untergeordnete Rolle spielt und die Wärme, wie bei einer Luft-Wasser-WP, aus der Umgebungsluft gewonnen wird.
Bei Luft-Wasser in dem die Luft aktiv mittels Gebläse über einen eher kleinen Wärmetauscher geblasen wird.
Bei den PVT-Modulen wird die Luft passiv (d.h. nur durch natürliche Konvektion) über einen relativ großen Wärmetauscher auf der Rückseite der Module geführt. Dadurch eben geräuschlos, aber man braucht mehr Fläche, also Module.
So hätte ich das verstanden.

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  •  christoph1703
31.3.2025  (#7)
Aber ist der WT wirklich größer als bei einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]? Das bezweifle ich nämlich. Und er müsste ja deutlich größer sein, um ohne Gebläse auszukommen. Wenn man eine ungefähre Querschnittsfläche kennt, kann man die notwendige Strömungsgeschwindigkeit bei einer angenommenen Spreizung ausrechnen.

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  •  Akani
31.3.2025  (#8)
Bei PVT Modulen, wirst mit belegen, Arbeitszeit und Material nicht unter 30-40 K am Dach unterwegs sein, je nach Leistung, Energiemenge die das Haus braucht. Sehr kostenintensiv.
Kein Zugang zum Garten? Kran, der die Sachen rein hebt?

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  •  andifuer
31.3.2025  (#9)

zitat..
Akani schrieb:

Kran, der die Sachen rein hebt?

Natürlich gäbe es irgendwie technische Möglichkeiten, und wenns ein Hubschrauber ist.
Aber das sollte hier nicht das Thema sein emoji

Die Kosten der PVT-Module, die ja definitiv bei dieser Art der WP WP [Wärmepumpe] obendrauf kommen, wäre natürlich interessant.
Hab gelesen, dass grob mit 400€/m² zu rechnen sei (vermutlich noch ohne Montage).
Brauchen tut man z.B. lt TripleSolar ca 2,7m² pro KW WP WP [Wärmepumpe]-Leistung. Also z.B. 16m² für 6KW.
Wären natürlich dann Mehrkosten.
Aber wenn man ohnehin vor hätte eine PV zu installieren, könnte man das sicher auch anders einpreisen.
Es stellt sich halt die Frage, ob diese 2,7m²/KW wirklich ausreichend sind oder man da vielleicht noch höher gehen sollte ?? Reserve schadet hier wohl definitiv nicht.


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  •  Markus98
31.3.2025  (#10)

zitat..
andifuer schrieb:

Hab gelesen, dass grob mit 400€/m² zu rechnen sei (vermutlich noch ohne Montage).
Brauchen tut man z.B. lt TripleSolar ca 2,7m² pro KW WP WP [Wärmepumpe]-Leistung. Also z.B. 16m² für 6KW. 

Im Sommer wird das schon funktionieren.

6kW * 24h = 144kWh
Da muss die Sonne nur 9 Stunden lang, mit 1000W/m2 draufscheinen. Da darf es nichtmal Regnen im Sommer.

Im Winter wird das spannend. Unsere PV erzeugt auch weniger Strom, wenn eine Eisschicht drauf ist, das wird dort sicher nicht besser sein... 

Wir erzeugen mit unserer PV im Dezember die Energiemenge, die die geplante Erdwärmepumpe (7kW) bei unserem Haus braucht. Wir haben 30,6kWp, das sind 77 Module mit je 2m2, also fast die 10 fache Fläche, wie von Triple für 6kW angegeben. 

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  •  andifuer
31.3.2025  (#11)
Bitte nicht verwechseln !!
Es geht mir vorrangig darum, dass die PVT-Module über den Wärmetauscher Energie aus der Umgebungsluft aufnehmen und diese über eine Soleleitung an die WP WP [Wärmepumpe] leiten.
Dass die Vorderseite der Module auch Strom erzeugt, ist gut für den Gesamtwirkungsgrad aber im Winter natürlich nur eine Randerscheinung.
Und natürlich soll das System auch bei Nacht funktionieren.

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  •  PrRa
31.3.2025  (#12)
Einfach nur eine Idee aber frag die doch mal nach einem Referenzprojekt / Kunden denn du idealerweise Besuchen oder zumindest Anrufen darfst.

Dann hat sich das mit den Spekulationen.

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  •  christoph1703
31.3.2025  (#13)
So, ich rechne mal (sehr grob):

Nehmen wir das Modul 530 XL mit 2,4 m² her, das ist nahe genug an den 2,7 m², die man für 1 kW braucht. Die Temperaturdifferenz müssen wir raten, aber sagen wir mal 0 °C Außentemperatur, die auf -10 °C abgekühlt wird. Sehr viel kältere Luft wird die WP WP [Wärmepumpe] nicht verarbeiten können. Luft speichert rund 10 kJ/kg bei Erwärmung oder Abkühlung um 10 K. Für 1 kW müssen also 100 g Luft pro Sekunde durch den Wärmeübertrager strömen, was einem Volumen von rund 100 l entspricht. Wenn wir uns die Abmessungen des Moduls anschauen (lange Seite und Dicke), kommen wir auf rund 10 dm² durchströmte Fläche. Damit kommen wir auf eine Durchflussgeschwindigkeit von 1 m/s. Das halte ich für unrealistisch allein durch Konvektion, vor allem wenn die Module flach am Dach montiert sind.

Falls jemand Zeit hat, bitte nachrechnen, hab das jetzt alles nur im Kopf überschlagen, während ich getippt habe 😉

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  •  BungalowImGruen
  •   Bronze-Award
31.3.2025  (#14)

zitat..
Akani schrieb: Bei PVT Modulen, wirst mit belegen, Arbeitszeit und Material nicht unter 30-40 K am Dach unterwegs sein, je nach Leistung, Energiemenge die das Haus braucht. Sehr kostenintensiv.

Lt. den Berichten auf ihrer eigenen Homepage hat die Anlage für ein 120m² Reihenhaus knapp EUR 60.000,- gekostet! 😲


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  •  dyarne
  •   Gold-Award
1.4.2025  (#15)

zitat..
andifuer schrieb:
──────..
christoph1703 schrieb:
Das kann doch niemals funktionieren?
───────────────
Genau DAS würde mich eben interessieren.
Die o.a. Hersteller meinen, dass das geht, aber in der Praxis habe ich sowas noch nirgends gesehen. Vor allem mit realistischen Erfahrungswerten... 

eines von vielen alternativen systemen die vor allem in D aufpoppen. alternativ in dem sinne daß sie ihre stärken ausspielen wenn man im sommer heizen und im winter kühlen will. die speicherkomponente fehlt völlig, es ist ein luft/soletauscher. luftwärme zum preis von erdwärme...

TripleSolar ist eine gute firma, sitzt in Holland. dort kennt man kaum frost, der pufferspeicher ist das meer.
das system fordert wärmepumpen die bis -20 grad soletemp arbeiten. 
ohne worte...

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  •  uhim
  •   Bronze-Award
1.4.2025  (#16)
Also 16m² Fläche für 6kW Wärmeleistung klingt für mich völlig unrealistisch, egal was in irgendeinem Prospekt steht. Frag doch mal konkret an, welche Soletemperaturen (Ein- und Ausgang) und welchen Durchfluss bei 6kW, NAT und ohne Sonneneinstrahlung sie garantieren.

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  •  Akani
1.4.2025  (#17)
Bevor ich mir diese Kosten und diese sorry Notlösung aufs Dach lege, dann stell ich mir lieber ne Pelletanlage in den Keller. Da ja Luft und Bohrung für Sole ausscheiden, dass da keines der Beiden funktioniert kann ich mir nicht vorstellen. Aber zeig uns doch deine gegebenheiten mal auf. Wer sagt denn eigentlich geht nicht?

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  •  andifuer
2.4.2025 7:07  (#18)
Wie gesagt, mir gehts eigentlich nicht drum, ob eine Alternative geht oder nicht... wollte einfach nur Meinungen zu dem genannten System. Sehe aber, dass es hier offensichtlich niemanden gibt, der echte praktische Erfahrung mit sowas hat. Aber vielleicht findet sich noch jemand 😇

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  •  christoph1703
2.4.2025 7:47  (#19)

zitat..
andifuer schrieb: wollte einfach nur Meinungen zu dem genannten System.

Meine Meinung war, dass es so nicht funktioniert und die Rechnung hat das bestätigt. Kombiniert mit exorbitant hohen Kosten für die Installation und unnötiger Kopplung von zwei Systemen mit potenziell sehr unterschiedlicher Lebenserwartung ist das nicht so der Burner.


zitat..
andifuer schrieb: Aber vielleicht findet sich noch jemand 😇

Du suchst also jemanden, der dir sagt wie toll das System ist?


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  •  andifuer
2.4.2025 7:54  (#20)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Du suchst also jemanden, der dir sagt wie toll das System ist?

Nein, aber jemand, der sowas tatsächlich im praktischen Einsatz schon gesehen hat und vielleicht einen Erfahrungswert über den Betrieb so einer Anlage hat.
Funktioniert es oder nicht ?
Kommen die Angaben hin oder sind die hoffnungslos illuorisch ?
Gibts sowas überhaupt in Österreich ?
...


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  •  uhim
  •   Bronze-Award
2.4.2025 8:44  (#21)
Es gibt wohl niemanden in diesem Thread der die angegebenen Daten nur ansatzweise glaubt. Eine rechnerische Größenabschätzung wurde gemacht (negativ), eine Abschätzung von einem erfahrenen Haustechnikplaner hast du bekommen (negativ), von mir die Anregung dass du konkret bei der Firma anfragst was sie für deinen Fall garantieren (wird dann wohl auch negativ sein). 
Ich weiß schon, die Hoffnung stirbt zuletzt emoji
 

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