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Baufeuchte / Aussenputz

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  •  Gramasuri
21.9. - 22.9.2009
9 Antworten 9
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Hallo,

vielleicht kann mir ja jemand bzgl. Luftfeuchtigkeit/Taupunkt/Baufeuchte helfen:

Wenn ich jetzt richtig verstanden habe, was ich so gelesen habe, dann wird, sobald die Fenster und Türen eingebaut sind, so gut wie keine Feuchtigkeit nach aussen abgegeben.

Sprich, die Feuchtigkeit wird nach innen abgegeben und man kann die Baufeuchte nur durch verstärktes heizen und lüften aus den Mauern bekommen. Damit wäre es eigentlich egal, ob der VWS/Putz vor einer Saison "durchwintern" angebracht wird oder nicht. Bzw. sogar besser, da die Aussenwände dann nicht so kalt sind und die Gefahr von Kondensatbildung im Innenraum geringer.
Ist das so korrekt? Wenn ja, kommt dann nicht durch das Lüften wieder feuchte Luft in die Räume, die ja fast keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und so steigt erst recht die Luftfeuchtigkeit und damit die Gefahr der Schimmelbildung?

So ganz blicke ich nicht durch - hoffe es kann mir jemand erklären wie das nun wirklich funktioniert und uns damit bei der Entscheidung VWS vor dem Winter oder nach dem Winter helfen.

Danke im Voraus!


  •  fricki
21.9.2009  (#1)
ich - lasse es noch vor dem Winter machen.

Den großen Vorteil den ich mir erwarte ist dass die Luft im Winter bei weitem nicht so feucht ist.
Wenn ich nun lüfte (bei kalter Luft) wird diese im Raum erwärmt und kann viel mehr Feuchte aufnehmen als heuer z.B. im Sommer als wir eher "Tropenluftfeuchte" hatten.

Ich lasse wie gesagt heuer noch verputzen und den Estrich machen. Eventuell ziehe ich dann schon im Februar oder März ins Haus. Die Fassade kommt erst später (im Herbst).

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  •  Gramasuri
21.9.2009  (#2)
Baufeuchte / Aussenputz @ fricki

Hm - das heißt du läßt den VWS draufmachen und das Haus eben mit lüften überwintern, aber ihr wohnt nicht drinnen?

Bei uns ist es so, dass wir auch gerne heuer noch einziehen möchten (Estrich und Inneputz schon seit Ende Juli / Anfang August gemacht)



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  •  joski
21.9.2009  (#3)
Baufeucht - je wärmer die Luft ist desto mehr Feuchtigkeit kann aufgenommen werden. Daher hast du im Winter im Raum mehr Feuchtigkeit als im Freien. Daher heizen und lüften.

Ohne Dämmung hast du aussen theoretisch -15Grad, innen +20Grad, d.h. der Taupunkt liegt ca. in der Mitte.
Wenn der VWS aufgebracht ist hast du noch immer die selben Grade, jedoch ist die Dämmung 10mal besser als der Ziegel, ich nehme an du hast einen Ziegel, dadurch wandert der Taupunkt in die Dämmschichte. Schon zu erkennen auf einer graphischen Temperaturkurve.

Unabhängig davon, mit Dämmung weniger Heizkosten.

Also rauf mit der Dämmung.
Ich hoffe ich war nicht zu technik-verliebt.

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  •  fensterchris
21.9.2009  (#4)
Baufeuchte - Würd sagen es kommt darauf an wann du einziehen willst. Wenn du schon einziehen willst würd ich Fassade machen. Die Heizung ist sonst wenn sie richtig berechnet wurde unterdimensioniert - es ist kalt. Wenn du noch nicht einziehst würd ich noch warten. Wir habens so gemacht. Bauschäden gabs bei uns keine.Das hat schon einen Grund warum die Fassade früher nicht gleich gemacht wurde. Heute wird aus Kostengründen darauf häufig verzichtet. Wenn Innenputz oder Estrich im Winter gemacht werden brauchst du nicht aufpassen wegen dem lüften.

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  •  Reinhard
22.9.2009  (#5)
optimal - wärs halt, wenn du über 3 jahre lang baust, damit alles richtig austrocknen kann. nur die zeit hat halt keiner. und die baumaterialen haben sich ggü. den letzten jahren ja auch weiterentwickelt.

ich hab heute den estrich bekommen und gleichzeitig wird die fassade draufgepickt ... und lüften wie sau musst du im ersten jahr sowieso ... bei mir übernimmt das hoffentlich die kwl und daher gehe ich davon aus keinen schimmel zu züchten ... emoji)

und das argument von fensterchris ist wohl das wichtigste: die heizung sollte berechnet worden sein (und das unter berücksichtigung der fertigen fassade) - dh wenn ein teil fehlt, dann wirds *brrrrrrrrrrrr* ... oder du hast im ersten winter heizkosten ohne ende ... um die kohle kannst du dir jeden tag einen geringfügig beschäftigen einer leasing-firma ausborgen, der alle 2 stunden zu dir lüften kommt emoji) ...

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  •  Gramasuri
22.9.2009  (#6)
Baufeuchte - Nun gut - also drauf mit dem Putz, heizen und lüften. Wollen ja heuer noch einziehen und die Heizung ist für "mit VWS" berechnet worden. Danke euch!



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  •  Gramasuri
22.9.2009  (#7)
@joski - nein, war nicht zu technikverliebt - war so, dass es auch ich verstanden habe emoji

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  •  gruebler
22.9.2009  (#8)
@joski und alle die sich auskennen mit Taupunkt - Wenn ich das richtig versteh, dann wandert der Taupunkt in die Dämmung ... so oder so, je nach Außen- Innentemperatur?
Ist diese Dämmung gegen diese Feuchtigkeit resistent?
Oder saugt sie sich damit voll?
Ist sie diffusionsdicht oder diffusionsoffen?
Muß man dann die Feuchtigkeit, die sich in dieser Dämmung angesammelt hat zurück über den Hausziegel und den Innenraum sozusagen "entfernen".
Das klingt für mich alles sehr seltsam....
Aber ich bin ja ein Laie

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  •  joski
22.9.2009  (#9)
Taupunkt - wenn dieser in der Dämmung liegt, bedeutet es, dass das Mauerwerk noch warm ist. Daher bleibt der Wasserdampf noch als Dampf und wird noch nicht zu Wasser. Es ist nicht einfach, aber einfach einzuhalten.
Wenn die Dämmung stark genug ist, wird sie von innen nicht feucht - eher von außen.


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