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VWDS bei 70er Haus: open vs. Standard

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  •  Freakphil
7.8. - 19.8.2015
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Grüß euch,

wir wollen unseren 70er Jahre Bau heuer dämmen, Wandaubau aktuell ist 25cm starkt, in der Mitte mit rund 7cm Heraklith. Leider sind die Wände im Winter jedoch saukalt und es kommt mancherorts zu Kondensation an der Wand. Ein Teil des Hauses steht im Hang - dort haben wir bereits ein Jahr nach Sanierung Probleme. Wir messen die Luftfeuchtigkeit regelmäßig - im Winter hatten (4 Monate nach Sanierung) immer um die 60-65%, was mir Sorgen für die Anbringung des VWDS macht. Meine Frage nun: macht es angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen sein ein "open" System zu wählen anstatt des Standard EPS Materials? Leider läßt unser Budget keinerlei Sprünge zu, wir müssen jeden Groschen umdrehen. Mein Verständnis: "open" System sind diffussionsoffen, sollten also die Luftfeuchtigkeit im Inneren nicht komplett einsperren und somit die Gefahr von Schimmel reduzieren - hab ich das richtig verstanden? Danke für eure Einschätzung!

  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.8.2015  (#1)
servus phil,

das 'open' system ist eine verarschung der bauphysik und bauernfängerei.

hier muß zweierlei unterschieden werden:

-> raumfeuchte, die bringst du nicht über die wand raus, sondern durch luftwechsel. auch altbauten haben das nicht per wand rausgeschwitzt sondern über undichte fensterfugen verloren...

-> 'dichtes' wdvs, hier gehts um bauphysik, feuchteausfall. ein wdvs ist relativ diffusionsdicht (aber das ist auch bsplw holz), aber unproblematisch weil feuchteausfall im winter in der wand-/dämmebene im frühjahr über die wand nach innen rücktrocknet.

sehr gut ist hier der rechner auf u-wert.net der diesen feuchteausfall darstellt.

da kannst du gewünschte wandaufbauten eingeben...

so etwas wie das open system entsteht wenn ein hersteller die kunden am stammtisch beim wirten bauphysikalisch abholen will ... emoji

wir haben ebenfalls ein 70-er haus energetisch saniert; gebaut mit 25-er hlz. ein knackpunkt, speziell bei hangeinbau, ist bodenfeuchte und kappilare effekte zu verhindern.

das ist aber wirklich nur individuell zu betrachten und bsplw durch abdichtungsmaßnahmen an der außenwand im verschütteten teil zu lösen...


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  •  jotschi
  •   Bronze-Award
10.8.2015  (#2)
Hy,
hab WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] auch noch vor mir und ähnliche Situation.
Schlau werd ich aus den ganzen Infos trotzdem nicht.
Dämmen ja, aber wie?

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  •  Freakphil
12.8.2015  (#3)
Vielen Dank für diese Einschätzung, ich habe mittlerweile von mehreren mehr oder weniger kompetenten Ansprechpartnern den Rat vernommen das Geld für "open" und ähnliches besser in ein Material mit besserem u Wert zu investieren. Wird jetzt ein 18er EPSF+ und ein Freund rechnet mit einen Energieausweis, dann bekomm ich mit etwas luck hier in NÖ noch die eine oder andere Förderung...

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  •  ENB
  •   Gold-Award
17.8.2015  (#4)
Luftfeuchtigkeit im Innenraum - Wenn die Luftfeuchtigkeit im Innenraum zu hoch ist, dann hat man entweder keine Bauteile die solche akkumulieren können, oder man hat Feuchtequellen wie Wäschetrocknung,Schwimmbad oder Großküche..., welche mit gesonderten Maßnahmen (Kontrollierte Raumlüftung) beseitigt werden sollten. Mann kann auch sehr einfach mit sorptionsfähigen Materialien eine kostengünstige Innendämmung zb. mit Lehmputz ausführen, so erhöht man die Temperatur auf der Innenseite und man bekommt das luftfeuchteproblem in den Griff. Da schreien jetzt wieder viele, aber es ist einfacher als man denkt, vorausgesetzt, man nimmt die richtigen Materialien und einen Verarbeiter der es kann!!

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
19.8.2015  (#5)
ein puffer puffert, führt aber keine feuchte dauerhaft ab.

dies kann ausschließlich die lüftung... emoji

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