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Abschätzung Heizlast

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  •  Sonne10
4.2. - 7.2.2025
29 Antworten | 13 Autoren 29
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Hallo!
Nachdem ich hier schon einiges gelesen und bei zwei Installateuren Angebote eingeholt habe, würde ich mich freuen, wenn mir jemand bei der Abschätzung der benötigten Heizlast helfen kann.
Zum Projekt:
Wir planen eine Sanierung einer Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1964 mit einer beheizten Fläche von etwa 155 m², aufgeteilt auf zwei Geschoße. Der Keller bleibt unbeheizt.
Im Jahr 1999 wurden die Fenster auf doppelt verglaste Internorm Kunststoff-Alu-Fenster getauscht, welche wir, gemeinsam mit der Fassade größtenteils belassen wollen. Im Zuge des Fenstertauschs wurden auf die 30 cm Ziegel-Außenmauern 8 cm EPS-Dämmung aufgebracht.
Im Zuge der Sanierung wird das Haus innen komplett entkernt und sämtliche Installationen werden neu gemacht, auch werden die oberste Geschoßdecke und auch die Kellerdecke gedämmt. In sämtlichen Räumen soll eine Fußbodenheizung verbaut werden. Als Heizsystem soll eine Sole-Erdwärmepumpe verbaut werden.
Nun sagt Installateur A, dass eine 8 kW-Anlage (KNV S1256-8) für das Haus ausreichen wird (wurde geschätzt), welche er mir auch angeboten hat. Installateur B wiederum meint, dass 8 kW nicht ausreichen werden (er spricht eher von 9-10 kW) und bietet mir eine iDM-Anlage (iPump T 3-13) an.
Da ich nun oft gelesen habe, dass eben eine knapp ausgelegt WP WP [Wärmepumpe], welche weiter runter modulieren kann, vorteilhaft ist, würde ich die KNV-WP von Installateur A bevorzugen, habe aber etwas „Angst“, dass die Heizleistung dann evtl. nicht ausreichend ist.
Einen Energieausweis für das Gebäude haben wir nicht und die Berechnung der Heizlast war mir leider etwas zu kompliziert.
Vielen Dank!

  •  Sonne10
5.2.2025  (#21)

zitat..
Puitl schrieb: Wir haben im Bad Wandheizung und normale Handtuchhalter, mir geht der elektrische nicht ab - die Handtücher sind bis zum nächsten Duscheinsatz immer trocken.
Hab auch eine offene Dusche bei der die Wände mit Wandheizung belegt sind und ich liebe es: Keine Türe & Dichtungen.

Kann dir also Wandheizung im Bad nur empfehlen - den Anschluss für den elektrischen Handtuchhalter kannst ja vorrichten falls du meinst ihn mal zu benötigen.

Danke für deinen Tipp.
Mit einer Wandheizung habe ich mich ehrlicherweise auch noch nicht wirklich auseinander gesetzt. Das werde ich gleich mal nachholen. Das Problem bei mir ist, dass gerade das Bad ein ziemlich kleiner Raum ist, den wir aufgrund der Raumsituation nicht wirklich vergrößern können. Da muss ich auch noch schauen, ob eine WH WH [Wandheizung] nicht auch noch nennenswert Platz wegnimmt.

Ursprünglich hatte ich auch an eine offene Dusche gedacht, aufgrund des besseren Wärmekomforts werde ich aber wohl eine geschlossenen Dusche machen.

Was ich mich gerade frage: Statt eines elektrischen Handtuchtrockners könnte man ja auch einen Handtuchheizkörper an die Heizung anhängen und diesen auch mit Niedertemperatur (=FBH) betreiben? Das hätte ja dann wohl einen ähnlichen Effekt wie eine WH WH [Wandheizung]?


zitat..
Markus98 schrieb: Auch wenn du statt einer Glaswand eine gemauerte Wand für die Dusche machst.

Darauf hatte ich vergessen zu antworten: Eine gemauerte Wand wird sich, meiner aktuellen Einschätzung nach, leider platzmäßig nur schwer ausgehen. Aber auch das muss ich mir noch näher ansehen.




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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.2.2025  (#22)

zitat..
Sonne10 schrieb: weshalb er einen elektrischen Handtuchtrockner als Zusatzheizung (stundenweise) für kalte Tage empfiehlt. Ich konnte den Gedankengang hier eigentlich gut nachvollziehen, da es ja doch nur relativ wenige "wirklich kalte" Tage im Jahr gibt...

Es geht im Bad meist darum, dass dieser Raum der wärmste im Haus sein soll. Je wärmer die Wunschtemperatur, desto mehr Flächen müssen aktiviert werden, und da zählen alle dazu (Wände, Decke, Boden). Dann sparst du dir den Handtuchtrockner und hast wieder mehr Platz. emoji

zitat..
Sonne10 schrieb: Statt eines elektrischen Handtuchtrockners könnte man ja auch einen Handtuchheizkörper an die Heizung anhängen und diesen auch mit Niedertemperatur (=FBH) betreiben? Das hätte ja dann wohl einen ähnlichen Effekt wie eine WH WH [Wandheizung]?

Nein, das funktioniert nicht gut. Denn ein Handtuchheizkörper muss mit höheren Vorlauftemperaturen aufgrund der kleineren Fläche angefahren werden, um nennenswert Heizleistung erbringen zu können. Wenn du bei einem gut gedämmten Haus 27°C VL VL [Vorlauf] hast, dann greif das mal an -  da ist nix mit warm!

Außerdem haut dir sowas dank thermischen Kurzschluss die Hydraulik zusammen. Also davon würde ich mich gleich ganz schnell verabschieden, und wie schon oben geschrieben stattdessen soviel Fläche wie nur möglich (auch unter Dusche oder Badewanne) im Bad aktivieren.
Ich hab z.B. FBH und BKA BKA [Betonkernaktivierung] (also aktivierte Betondecke), und trotzdem noch eine Wandheizung nachträglich eingestemmt (der Feinputz war schon oben 🙈), einfach weil mir das vorher keiner gesagt hatte und es für eine Wandheizung noch nicht zu spät war. Heilfroh bin ich darüber, dass ich mir diese Sauerei noch angetan hatte, denn heute ist das Bad ganz ohne Heizkörper wirklich wärmer, und das ist für den WAF entscheidend. emoji

zitat..
Sonne10 schrieb: Da muss ich auch noch schauen, ob eine WH WH [Wandheizung] nicht auch noch nennenswert Platz wegnimmt.

2-3cm.


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  •  Puitl
  •   Silber-Award
5.2.2025  (#23)

zitat..
Sonne10 schrieb:
ob eine WH WH [Wandheizung] nicht auch noch nennenswert Platz wegnimmt.

2,5-3cm...glaub das sollte drin sein^^

zitat..
Sonne10 schrieb:

Ursprünglich hatte ich auch an eine offene Dusche gedacht, aufgrund des besseren Wärmekomforts werde ich aber wohl eine geschlossenen Dusche machen.

Kommt drauf an: Wenn du ausreichend Wandheizung machst und die Dusche so wie ich (siehe Bild) hast du auch bei ner offenen Dusche ausreichend Wärmekomfort

zitat..
Sonne10 schrieb:

Was ich mich gerade frage: Statt eines elektrischen Handtuchtrockners könnte man ja auch einen Handtuchheizkörper an die Heizung anhängen und diesen auch mit Niedertemperatur (=FBH) betreiben? Das hätte ja dann wohl einen ähnlichen Effekt wie eine WH WH [Wandheizung]?

Nein, überhaupt nicht: Abgesehen das der Handtuchtrockner dir deine Hyndraulik zusammenhaut wärmt der bei FBH FBH [Fußbodenheizung]-Niedertemperatur kaum - der braucht hohe Temperaturen.
Weiters ist er überhaupt nicht mit einer WH WH [Wandheizung] zu vergleichen, wie denn auch - der hat ja kaum Fläche.


_aktuell/20250205378190.jpg

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  •  rabaum
  •   Gold-Award
5.2.2025  (#24)

zitat..
Sonne10 schrieb: elektrischen Handtuchtrockner als Zusatzheizung (stundenweise) für kalte Tage empfiehlt. Ich konnte den Gedankengang hier eigentlich gut nachvollziehen, da es ja doch nur relativ wenige "wirklich kalte" Tage im Jahr gibt...

Wenn du keine zusätzlichen Heizflächen im Bad erschließt, ist es vom niedrigen Temperaturniveau ausgehend immer eine Spur zu kalt, nicht nur an den kalten Tagen. Das relative Gefüge hast du über die ganze Heizsaison in gleichem Maße.

Eine Zusatzheizung für ein paar Minuten kann man in Betracht ziehen, wenn es die "derfrorene Fraktion" trotz der baulichen Maßnahmen gerne noch eine Spur wärmer hat, wenn man aus der Dusche steigt. Es ist aber keine schlaue Kompensation für systematisch zu wenig Heizfläche.


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  •  Sonne10
6.2.2025  (#25)
Jetzt darf ich laut Forum-Software wieder antworten 😉
Ich bin immer noch begeistert davon, dass so viele super Antworten in so kurzer Zeit kommen. Danke nochmal dafür.
Ich sehe jetzt auch, dass meine Eingangs-Fragestellung viel zu kurz gegriffen war und ich unabhängig von der Heizlast (und der angebotenen WP WP [Wärmepumpe]) noch viele weitere Dinge hinterfragen soll: Von der Wärmequelle (wirklich Tiefenbohrung oder etwa RGB + TB?) bis eben zur WH WH [Wandheizung].

Das mit dem Handtuch-Heizkörper habe ich schon wieder vergessen, da war das Feedback ja eindeutig! 😁
Auch sehe ich, dass ich unbedingt im Bad über die WH WH [Wandheizung] nachdenken soll, bzw. diese fix miteinplanen soll. Die Aufbauhöhe, da gebe ich zu habe ich mich noch nicht informiert gehabt darüber, ist ja wohl wahrlich kein Grund diese nicht zu haben. 😉
Danke für die Fotos, @Puitl , das schaut ja richtig gut aus! 😊

zitat..
rabaum schrieb: Wenn du keine zusätzlichen Heizflächen im Bad erschließt, ist es vom niedrigen Temperaturniveau ausgehend immer eine Spur zu kalt, nicht nur an den kalten Tagen. Das relative Gefüge hast du über die ganze Heizsaison in gleichem Maße.

Eine Zusatzheizung für ein paar Minuten kann man in Betracht ziehen, wenn es die "derfrorene Fraktion" trotz der baulichen Maßnahmen gerne noch eine Spur wärmer hat, wenn man aus der Dusche steigt. Es ist aber keine schlaue Kompensation für systematisch zu wenig Heizfläche.

Ja, verstehe ich, danke!


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  •  rabaum
  •   Gold-Award
6.2.2025  (#26)
Ich habe mit meinen Bordmitteln mal schnell eine vereinfachte Gegenüberstellung für ein fiktives 2-geschoßiges Haus gemacht, die "warme" Wand zum Doppelhausnachbarn habe ich jetzt nicht herausgerechnet.

Baukörper mit 12 x 8
BGF 192 m²
BF 154 m²

Mindestanforderungen U-Werte an den erdanliegenden Fußboden 0,4 und Decke 0,2.
Unterschiede beim Wandaufbau:
Qualität Bestand: U-Werte Wand 0,4 und Fenster 1,5
Neubau-Standard: U-Werte Wand 0,15 und Fenster 0,8

Mit diesen Annahmen würde ich auf Heizlasten Ptot zwischen 8,5 und 5,5 kW kommen.
Auch wenn da viele Annahmen drinnen stecken, sieht man trotzdem deutlich, dass sich ein besserer Wandaufbau gleich mal ordentlich lohnen würde.

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  •  cacer
  •   Gold-Award
6.2.2025  (#27)

zitat..
rabaum schrieb: Auch wenn da viele Annahmen drinnen stecken, sieht man trotzdem deutlich, dass sich ein besserer Wandaufbau gleich mal ordentlich lohnen würde.

kosten/nutzen?
genauer gerechnet könnte dabei die selbe WP WP [Wärmepumpe] passend sein und die paar punkte bessere JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] kaum einsparung bedeuten.

fenster sind 25 jahre alt. kommt auf den zustand an, wie lange die noch wirklich gut sind. (vielleicht lohnen auch neue dichtungen und bessere gläser)

fassade noch gut?
die ersten 6cm dämmung sind die effektivsten, 8cm sind schon drauf.
muss man die alte dämmung runter reißen, oder kann man da drauf gehen?
fenster müssen dann nach außen gesetzt werden und innen neue laibungen/fensterbänke.
reicht der dachüberstand?

vorteil wäre eine gewisse einsparung und inflation. 
wenn fassade und fenster in 20 jahren kommen, kostet das wieder deutlich mehr.
ich glaube aber nicht, daß sich, sagen wir 40t€, armortisieren werden.
sollte eh ein gerüst gestellt werden, muss man noch genauer rechnen.


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  •  rabaum
  •   Gold-Award
6.2.2025  (#28)

zitat..
cacer schrieb: genauer gerechnet könnte dabei die selbe WP WP [Wärmepumpe] passend sein und die paar punkte bessere JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] kaum einsparung bedeuten.

Hier geht es ja noch gar nicht um die JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl], sondern um einen deutlich niedrigeren HWB.

Aber natürlich muss man sich Kosten/Nutzen ansehen. 5.000 kWh thermisch einsparen ist zwar eine schöne Summe, aber zusätzliche 100.000 EUR, die du dafür investierst, wirst du nie wieder reinspielen.

Man muss sich halt alle Optionen genau ansehen und eine Notwendigkeit in der Zukunft abschätzen. Der früher vielpropagierte und geförderte Fenstertausch war auch in erster Linie eine Kampagne für die Fensterbauer in OÖ. Thermisch hat man damit keine Welten eingespart.

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  •  Akani
7.2.2025  (#29)
Kosten/ Nutzen sei jetz mal dahin gestellt bin da nicht gut im Thema. 
Insti A klingt vernünftig.
Das Thema mit zusätzlich Wandheizung und Wärme spüren musst du so verstehen. 
Wenn du Wandheizung hast wirst du spüren dass die Fläche aktiv ist weil dein Körper angestrahlt wird.
Hierbei kann man aber nicht von Wärme sprechen denn eine Flow 30 ausgelegte Heizflächenauslegung ist im VL VL [Vorlauf] unter Haut- Oberflächentemperatur.
Hier gibt's nen Beitrag da heißt es fette Quelle- schlanke WP WP [Wärmepumpe]- fette Heizflächen

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