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In Österreich gibt es doch bestimmt auch viele (Hackschnitzel)Heizungen in privater Hand die einen Wärmeverbund betreiben, oder nicht? Zum Beispiel von Landwirten mit eigenem Wald. Das hier ist doch genau das selbe. Nur dass eine WP WP [Wärmepumpe] statt einer Holzheizung als Quelle dient. Wobei es sogar noch einfacher ist als die Holzheizungen im ländlichen Raum: die Leitungslänge bis in Nachbars Keller wird unter 2m sein. Insofern verstehe ich den tamtam den IWB macht nicht ganz. |
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Ich denke auch, dass es das gibt, würde mir aber einen Austausch wünschen, speziell zur Wärmepumpe. Wie macht man das praktisch? Was braucht es zur Installation, was gibt es zur Regelung zu beachten, wie gestaltet man das vertraglich, ... Was sind Eure Erfahrungen? |
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das projekt trifft ja genau was wir hier immer für überdimensionierte wärmepumpen vorschlagen: einfach den nachbarn mitbeheizen ... 😉 kalte nahwärmenetze im bestand werden meist als genossenschaft von den nutzern gemeinschaftlich betrieben. wärmepumpenpionier Josef Köttl setzt solche projekte mit seiner EnergieQuartier EQ um. https://www.eqa.at/ wir sind ín einem forschungsprojekt da werden gerade wärmemenzähler zur zählung der kalten seite für anergienetzte genutzt. in oö haben wir gerade eine studie für ein anergienetz mit gefrästen/gepflügten RingGrabenKollektoren für ein neubauquartier mit 24 efh und einem mfh geplant. in nö haben wir gerade eine familienwärmegemeinschaft am tisch. da gibts einen alten bestandsbau der auf erdwärme umgestellt werden soll. auf der nachbarparzelle baut der sohn heuer, auf der nächsten parzelle baut die tochter irgendwann. wir setzen auf der neubauparzelle die erdwärmequelle per RGK RGK [Ringgrabenkollektor] als anergienetz für alle 3 einheiten um, der bestand wird mit angeschlossen und bekommt seine eigene wärmepumpe und zur parzelle der tochter wird eine leerverrohrung an die grundgrenze gelegt. quasi als kalter fernwärmeanschluß. generationenwärme für neubau & bestand... |
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In unserem Fall wäre es der Reihenhaus-Nachbar. Die Installation bei uns besteht bereits (1 Heizkreis/Klimatisierungssystem). Ich dachte es müsste möglich sein, einfach einen 2. Heizkreis zum Nachbarn zu legen, mit Wärmemengenzähler. Sollte technisch ja kein Problem sein, oder? Wie hoch wäre der Aufwand für den Umbau ca? Gibt es Muster für Vertrag und Abrechnung von so einer EEG? Wer kann da helfen? |
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Darüber wurde auch schon diskutiert. https://www.energiesparhaus.at/forum-waermepumpe-zwei-haeuser-mit-grabenkollektor/47271 |
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Es kommt halt darauf an was du machen willst. Projekt IWB: Die haben 3 Häser gekoppelt, eines mit Sole WP WP [Wärmepumpe] und zwei mi Gasheizungen. Die Gasheizungen werden wohl nur noch genutzt wenn die WP WP [Wärmepumpe] am anschlag ist. Basel hat die abschaltung vom Gasnetz Terminiert - ich frage mich wie der Verbund danach agiert. Kalte fernwärme von @dyarne angesprochen: Hier hat jedes Haus eine eigene WP WP [Wärmepumpe] stehen (oder irre ich mich?). Bietet viele Vorteile betreffend Effizienz etc. Klassischer "einweg" Wärmeverbund: Ein Haus hat Heizung, im abnehmer Haus ist eine Wärmeübergabestation. Nachteile wohl in der Regelung: Die WP WP [Wärmepumpe] wird vom Haus mit dem höchsten Bedarf getrieben. |
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perfekt auf den punkt... in der IWB lösung sind die gasthermen nach wie vor nötig, wenn auch mit reduziertem anteil. bei klassischer nah-/fernwärme hat man sehr hohe leitungs- und verteilverluste, das netz wird vom schlechtesten verbraucher geführt. oft muss vorne 3-mal so viel wärme bereit gestellt werden wie hinten genutzt wird. bei kalter nahwärme bzw anergienetzen dreht sich das um, das leitungsmaterial kostet nur ein zehntel, aus leitungsverlusten werden leistungsgewinne. die verteilleitung wirkt wie ein kollektor. die wärmepumpen stehen dezentral am ende des netzes. das ist die disruptive neue art wie man leitungsgebundene wärmenetze mit wärmepumpen aufbaut.
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das ist technisch sicher machbar, wir haben schon doppelhäuser mit einer wp umgestzt. auch schon mehrparteienhäuser mit mehreren nutzungseinheiten. bei gekoppelter bauweise fallen die verteilverluste weg. die installierte leistung muss für beide einheiten ausreichen. wärmemengenzähl zu installieren ist kein problem... |
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und was man auch noch beachten soll: Wenn mehrere Wohnungen/Häuser beliefert werden muss i.d.R. das HeizKG zur Anwendung kommen Bei uns im Haus wurde das DG und ein paar andere Wohnungen ausgebaut und (nur dort) eine gemeinsame (Groß)Wärmepumpe installiert für Wärme/Kälte/Warmwasser. Der Immoentwickler hat dann gleich noch bevor verkauft wurde, einen Vertrag für die Abwicklung nach dem HeizKG mit einer Fremdfirma abgeschlossen (wird natürlich extra verrechnet) Ob die gemeinsame Wärmepumpe so effezient ist, bin ich mir jetzt nicht recht sicher weil 1. sehr lange Leitungen. Zuerst WP WP [Wärmepumpe] -> Technikraum im Keller und dann wieder rauf bis in den 5 Stock in die Wohnungen. Hohe Vorlauftemparaturen von ich glaube fast 60° (Technikraum ist entsprechend warm) und 2 Große Pufferspeicher |
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läuft das dann auch über eine Wärmeübergabestation oder wird das zweite Gebäude als weiterer Heizkreis integriert? |
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wir versuchen das immer als einen gleitenden kreis umzusetzen, ohne puffer, ohne weiche, ohne mischer. zur grundtemperatureinstellung dient der hydraulische abgleich, die hauptnutzungsräume haben einen anteil regelbarer kreise, die in doppelschnecke mit offenen kreisen gelegt werden. somit kann man mindestvolumenstrom und eigene temperaturregelung je wohneinheit erfüllen ohne kompromisse bei hydraulik/effizienz. |
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Da es sich um eine vorhandene Bohrung und Wärmepumpe handelt, ist für mich vorerst die Frage, wieviel Wärme den Nachbarn zur Verfügung gestellt werden könnte.
![]() Aus 3.1.12 Wärmemengenzähler (BF1): Heizung 8122.2 kWh Brauchwasser 2178.1 kWh WP läuft seit Dez. 2023 Wie beim Beitrag von IWB ("Hatten die Gasheizungen früher die ganze Heizleistung in den Nachbarhäusern erbracht, waren es diesmal nur noch Spitzenlasten und das Warmwasser") wäre es meine Idee, eine Grundlast abzudecken und die Nachbarn machen den Rest mit Gas, Holz,... (Sie denken zwar grundsätzlich über alles nach, aufgrund der reduzierten Förderung ist es der Umstieg wahrscheinlich für sie voerst nicht leistbar). |
Kann man an den WQ-Tämperaturen ablesen, wieviel Spielraum besteht? Die schauen übers Jahr so aus: ||
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wow, das schaut ja nach 2-300m bohrung aus? da würde man grob aus der hüfte bis zum doppelten rausziehen können... ja, das mit der grundlast aus den bohrungen würde gut funktionieren, weil man diese dann nach soletemperatur regeln könnte... |
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![]() Das wäre ideal... |
120 m ||
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Zur Mitnutzung der Erdwärme durch den Nachbarn würde ich gern noch schlauer werden ![]() Laut Kurzinfo vom Installateur (und dem Schema im anderen Thread) braucht es einen Pufferspeicher und es müsste die Betriebsweise umgestellt werden (jetzt gleitender Betrieb, dann weiß ich nimmer). Wie groß muss der sein und wofür genau braucht es den dann? Müsste der vermutlich in der Nähe der WP WP [Wärmepumpe] stehen? (Das ist natürlich etwas unschön, wenn in unserem Keller ein zusätzlicher fetter Kübel stehen muss) Und wieviel lässt sich da genauer als grob rausziehen, bzw. wie kann man das ermitteln? |
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Viel zu groß. Du brauchst ihn nicht weil ein Puffer keine Wärmesenke für WP WP [Wärmepumpe] ist. Hier gibt es keine Temperaturerhöhung also speicherst du genau nichts |
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Danke @Akani , d.h. die Infos von @dyarne im von @Kleinermuk verlinkten Thread sind überholt? |
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Nein sind sie nicht. Du schreibst von einem Puffer. Ich hab geschrieben dass du keinen brauchst. Der Puffer den dir der Heizi verkaufen will ist Planungsfaulheit oder Nichtwissen |
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Hallo matti23, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Wärme gemeinsam nutzen |
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In den Schemata im verlinkten Thread sind Pufferspeicher drin👀🤷. Vom Installateur gibt es noch gar nichts, ich habe nur paar Minuten mit ihm über die Idee gesprochen. |
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