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Weitzer Landhausdiele Eiche ruhig oder lebhaft

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  •  thats4you
19.3. - 21.3.2025
15 Antworten | 10 Autoren 15
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Hallo, ich bin neu hier und würde mich über eure Hilfe bei der Bodenauswahl freuen. Wir sind derzeit in der Bauphase und unentschlossen zwischen Weitzer Landhausdielen pflegefrei Eiche ruhig oder Eiche lebhaft. Die Bilder direkt aus dem Weitzer Katalog bzw. der Webseite haben wir gesehen. Bei uns in der Gegend gibt es zwar Anbieter von Weitzer Böden. Leider konnten wir dort aber nur Muster ansehen, da der Boden in keinen Räumen verlegt wurde. Wir möchten daher um realistische Bilder von verlegten Böden in Wohnungen/Häusern fragen, um das Gesamtbild besser beurteilen zu können. Kann uns jemand bitte Fotos zeigen? Bitte teilt uns gerne auch eure Langzeiterfahrung mit pflegefreier Oberfläche (=ProActive+) mit. Vielen Dank!

  •  MPP33
19.3.2025  (#1)
Haben in der Zeit gekauft wo grad Gejammer war wegen Eichenmangel, Ukraine usw.
Haben aus Preisgründen einen lebhaften.
Früher hätte man es wohl Restholz genannt. Haben einige Äste und Schadstellen wo die Socken hängenbleiben und die Oberfläche hat im Streiflicht eine komisch wellige Oberfläche, wohl zu dünne Nutzschicht in der sich der Unterbau abzeichnet.

Nachbarn haben Chinaparkett der schöner ist und sich besser anfühlt...

Hinsichtlich Härte hat der sofort Ecken wenn was runterfällt, gibt sehr unterschiedlich harte Stellen und die dünne Nutzschicht spielt wohl auch eine Rolle.

Als gut empfinde ich die lackierte Oberfläche, die ist unempfindlich gegen alles mögliche was halt in Küche oder beim essen mit kleinen Kindern runterfällt.

Noch einmal Weitzer Parkett? Nein... Wir würden Vinyl machen. Schaut gleich aus, geht sich ähnlich drauf, hält mehr aus und optisch nimmt man was gefällt und nicht was grade noch so leistbar ist.

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Hallo thats4you,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Weitzer Landhausdiele Eiche ruhig oder lebhaft

  •  Innuendo
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#2)
Seit 10 Jahren ProActive+ gebürstet, astig im gesamten Haus, ausser Bad und Flur. Absolut problemloser Boden mit Hund und Kleinklind. Optisch und haptisch super. Socken bleiben nirgends hängen und kann die Punkte meines Vorredners nicht nachvolziehen. Beschädigungen fallen erst gar nicht auf und sind auch leicht in Eigenregie reparabel.
Würden ihn jederzeit wieder nehmen und absolut kein Vergleich zu Vinyl. Hat es bei uns auch auf die Wand, Treppe und Fenstersitzbank geschafft. 😀 

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  •  nala123
  •   Bronze-Award
20.3.2025  (#3)
Bei unser auch Weitzer ProActive+ in Eiche lebhaft und vollflächig geklebt.

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Wir sind ebenfalls zufrieden, wenn was Hartes genau mit der Kante runterfällt gibt es schon mal einen kleinen Cut, lässt sich aber mit Hartwachs gut ausbessern und fällt optisch gar nicht auf. Der Lack selbst ist super robust und pflegeleicht.

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  •  MissT
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#4)
Wir haben ebenfalls Weitzer Eiche lebhaft gefast gebürstet geölt mit ProVital-Finish. Der Boden ist sehr pflegeleicht und wird bei uns 1x/Woche nur mit Wasser feucht gewischt. 1x/Monat kommt die Weitzer Parkettseife ins Wischwasser. Seit 2018 ist das die einzige Pflege, die der Boden benötigt hat. Wir haben den Parkett auch in der Küche.

Kleinere Dellen und Kratzer sind unvermeidlich, lassen sich aber wie bereits geschildert einfach reparieren, wenn sie stören - insbesondere bei geölter statt lackierter Oberfläche. Die Optik "lebhaft" ist hierfür sehr hilfreich. Wir würden den Boden sofort wieder nehmen.

zitat..
MPP33 schrieb:
Früher hätte man es wohl Restholz genannt. Haben einige Äste und Schadstellen wo die Socken hängenbleiben und die Oberfläche hat im Streiflicht eine komisch wellige Oberfläche, wohl zu dünne Nutzschicht in der sich der Unterbau abzeichnet.

Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich habe so etwas von Weitzer noch nie gehört oder gesehen und könnte mich auch nicht erinnern, dass es hier im Forum jemals eine solche Beschwerde gegeben hätte. Hast Du das reklamiert? Was sagen Bodenleger und Hersteller dazu?


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  •  MPP33
20.3.2025  (#5)
Was Hersteller und Bodenleger dazu sagen?
Der Boden ist geklebt, ich hab weder Energie noch Lust da irgendwas zu reklamieren und dann wird da dran rumgedoktort/verschlimmbessert.

Ist halt so und ich werd halt die auftretenden Stellen selbst ausbessern.
In der Hinsicht ist der Boden ja durch die ganzen Astlöcher recht unproblematisch da sowieso jede Diele eine andere Farbe, Struktur, Astlöcher usw. hat. => das war uns ja klar da "wild"
Muster und Artikelbilder haben aber zumindest den Eindruck gemacht, dass der Boden nicht so viele unterschiedliche Schattierungen aufweist.

Weitzer Diele 2245 Eiche Wild gef/geb Pro Activ + in 11mm Stärke Art. Nr. 69563


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Gibt einige Stellen wo es aussieht als wär über "mit Sägemehl gefüllte Schadstellen" drüberlackiert worden.


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Typische Schadstellen an denen die Socken Löcher bekommen (bei der rechten hab ich das lose hochstehende Stück abgeschnitten, Kleber reingedrückt und das kleine Stück wieder reingeklebt.

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Manche Stellen schauen aus als wäre die Deckschicht vor der Verarbeitung gebrochen


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Und dann noch die Wellen (sind im ganzen Boden), sind etwas schwer zu fotografieren.
Man sieht sie aber bei richtigem Lichteinfall deutlich und großflächig.


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Wie gesagt, der Boden stammt aus der Zeit wo grad alle gejammert haben, dass es kein Eichenholz am Markt gibt bei gleichzeitiger massiver Nachfrage.
Durch eine Aktion war er damals verhältnismäßig günstig (mit 60€/m² ähnliches Niveau wie Chinaparkett) und hatte 2245cm Länge womit wir beim Stiegenpodest nicht stückeln mussten.


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  •  MissT
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#6)
Betreffend Foto 2: Es wäre möglich, dass es sich hier um für Eiche typische Markstrahlen handelt. Ganz eindeutig kann man es anhand von diesem Foto nicht sagen. Sollten die Stellen nur aus bestimmten Blickwinkeln sichtbar sein und aus anderen nicht, dann wäre das die Bestätigung.

Betreffend Foto 3: Ich vermute, hier wurde vergessen diesen Riss zu kitten. Das sollte auch jetzt im Nachhinein noch mit schwarzem Astfüller möglich sein.

Betreffend Foto 8: Die "Wellen" sind Hobelschläge, die nicht ausreichend weggeschliffen wurden. 

Zu den anderen Fotos muss ich sagen: Ja, das sieht übel aus. Bei manchen Stellen (z. B. Foto 3 und 7) würde ich auch den Bodenleger in die Pflicht nehmen, denn das müsste man mMn beim Verlegen schon sehen und aussortieren. Für mich ist nicht wirklich nachvollziehbar, warum Du das so akzeptiert hast. Einzelne Dielen auszutauschen wäre, auch wenn verklebt, kein großes Hexenwerk und der Aufwand hierfür grundsätzlich auch nicht Deine Sache. 

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  •  FranzGrande
  •   Bronze-Award
20.3.2025  (#7)
Wir hatten uns damals auch zwischen "lebhaft" und "ruhig" zu entscheiden und uns - aus ähnlichen Gründen wie die Vorschreiber - für lebhaft entschieden - Beschädigungen können leichter gekittet werden und fallen dann weniger auf. Wir haben auch eine große Fläche zu verlegen gehabt (ein Raum ca 50m²), da hätte das ruhige zu monoton ausgeschaut. Astig war uns zu wild.

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  •  MPP33
20.3.2025  (#8)

zitat..
MissT schrieb:

Zu den anderen Fotos muss ich sagen: Ja, das sieht übel aus. Bei manchen Stellen (z. B. Foto 3 und 7) würde ich auch den Bodenleger in die Pflicht nehmen, denn das müsste man mMn beim Verlegen schon sehen und aussortieren. Für mich ist nicht wirklich nachvollziehbar, warum Du das so akzeptiert hast. Einzelne Dielen auszutauschen wäre, auch wenn verklebt, kein großes Hexenwerk und der Aufwand hierfür grundsätzlich auch nicht Deine Sache.

Man hätte vorher auch den Estrich ausgleichen müssen (1-2 Buckel sind drinnen... "Nein der ist gerade genug, haben wir geschaut"), man hätte selbstverständlich auch die schlimmsten Dielen aussortieren können "wenn wir sortieren gehen haben wir am Ende einen Raum mit den schlimmsten Dielen, am besten ist es wenn man sie nimmt wie sie kommen" - wobei einiges tatsächlich erst sichtbar wird wenn das Licht passt oder man drübergeht bzw. sich erst nach etwas Zeit gezeigt hat.

Zur gleichen Zeit musste ich halt diskutieren, dass:
- Der Putzer wohl bei Hundertwasser gelernt hat, ich aber gerade Wände beauftragt hab
- Dem Installateur (als einzigem Gewerk) vertraut und nicht nachgeprüft hab um festzustellen, dass er die Zirkulationsleitung vergessen hat
- Das keine fachgerechte Abdichtung einer Sitzbank in der Dusche ist

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- Das hier nicht wie vereinbart "oberste Fliese unter der Fensterbank, senkrechte Fuge in einer Linie mit der Fensterlaibung" ist und das alles wieder runtergerissen wird.

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Nein, da sprach nichts dagegen ;)

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- Diese Abschlusschiene schöner einbauen geht

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- Den Fliesenleger nach der ersten Wand von der Baustelle jagen musste und 1 1/2 Monate vor Einzug und kurz vor Weihnachten einen anderen Fliesenleger finden musste, dem ich dann erklären musste, dass ich keine Lust hab, dass er mir diese Fliesen (Kellertreppe) wieder alle rausreißt und ich stattdessen einfach die ganze Stiege nicht bezahle und das selbst mit Ruhe noch einmal mach.

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- Dem Stiegenbauer erklären musste, dass er trotz vorheriger Abstimmung und Bestätigung, dass ich den Putz in den Stufenecken gerade schleif die Stufen nach seiner alten Messung gefertigt hat... Mit bis zu 1cm zu viel Putz in den Ecken der nicht mehr da war.
Und klar machen musste, dass über 1cm breite Acrylwürste nicht akzeptabel sind.

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- Dass er die im zweiten Anlauf mit nachgebesserten Stufen bis zum Podest eingebaute Stiege wieder herausreißen wird und alle Stufen nach erneuter Vermessung noch einmal machen wird...

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- Die Küchenmonteure 3x da waren um nachzubessern
- Ich so gut wie alle Sanitärsachen von Wasserhahn bis Klodeckel reklamieren musste weil nach 2-3 Monaten die Chromschicht pickelig wird, der Klositz nicht reinigbar gelb ist und knarrt wie ein Scheunentor, der Hahn ab Werk undicht ist... Wohlgemerkt, alles nicht gerade billige Markenware.

Kurzum, diese Fehler im Boden sind noch noch das geringste Übel und ich hab einfach akzeptiert, dass unsere beim Einzug 2 und 4-Jährigen Abrissbirnen den Boden sowieso ruinieren werden statt mit noch einem Gewerk streiten zu gehen, noch mehr Handwerker beim lustlosen nachbessern zu beaufsichtigen damit sie nicht a) die betroffene Stelle anders schlechter machen (knarren, zu tief, zu hoch, beim rausschneiden in den guten Boden sägen , whatever...) und b) Irgendwas anderes das alle Handwerker überstanden hat ruinieren.

Insofern zurück zum Thema:
Exakt der richtige Ansatz sich da nicht auf Produktbilder oder 2 Musterdielen zu verlassen.
Hätt ich Zeit und Geduld würd ich mir vom Wunschboden 2 Pakete regulär kaufen (damit eine "Vorsortierung" ausgeschlossen ist) und einfach einmal in eine Ecke legen - 2 Tage wirken lassen...


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  •  kernoel
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#9)
Eiche lebhaft oder ruhig. 
Früher waren Teile der Eiche, die heute als "lebhaft" verkauft werden, Brennholz. 
Heute, bzw. zur Zeit, ist es modern und wird haufenweise verlegt. 
Auch wir haben eine lebhafte, gebürstete, gefaste Eichendiele liegen. 

Wenn man sehr langfristig denkt, würde ich vielleicht mittlerweile die ruhige Sortierung nehmen. Die lebhafte Sortierung ist eine Modeerscheinung und wird verschwinden wie sie gekommen ist (außer Eiche ist nachhaltig schwer zu bekommen und man MUSS bei schlechterem Material bleiben). 


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  •  MissT
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#10)
Puh, mein Beileid - da hast Du ja quasi an allen Ecken und Enden nur 💩 vorgesetzt bekommen ... 🤯 Ich kann verstehen, dass man irgendwann einfach nicht mehr kann und auch nicht mehr will.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#11)

zitat..
MPP33 schrieb: Zur gleichen Zeit musste ich halt diskutieren, dass:

Alter Schwede 😱, ich leide mit dir. 😔

Jedesmal, wenn ich auf die bucklige Welle im OG steig', denk ich mir auch, dass ich dem Estrichleger früher Beine hätte machen sollen, aber im Stress...

zitat..
MPP33 schrieb: Dem Installateur (als einzigem Gewerk) vertraut und nicht nachgeprüft hab um festzustellen, dass er die Zirkulationsleitung vergessen hat

Da hätte ich allerdings gehofft, mein Installateur hätte sie vergessen. So hab ich eine Zirku auf der Bodenplatte liegen, welche ich wohl nie in Betrieb nehmen werde... 🙈


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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
20.3.2025  (#12)
Mahlzeit,

zitat..
MPP33 schrieb: trotz vorheriger Abstimmung

das find ich das eigentlich Schlimme, dass Fehler passieren, das kann jedem amal blühen. Menschen halt.
Aber ma ist eh scho geschädigt und übervorsichtig, beschreibt, erklärt, macht aus, definiert und dann machen unverhältnismässig viele "Profis" dann erst wieder "Irgendwas"....
oder fragen ned nach....
oder schicken den Sub vom Sub...
oder pfuschen irgendwas zamm...

Mei Beileid, Du hast echt ein Händchen für Handwerkerauswahl 😳

Aber es gibt eine einfache, wie geniale Lösung für das Problem!!
Ich hab sehr viel selbst gemacht, bin nirgendwo wirklich vom Fach, hab mirs halt zeigen lassen und so passen Verspachtelungen, Innentüren, SAN Objekte, Schalter/Stecker, Aufhängungen etc etc etc ganz gut aber Perfektion ist anders.
Irgendwann stumpfst ab.
Seit fast 19 Jahren hamma im Bad einen Fleck, wo ich zum Schleifen vergessen hab vorm Malen und nicht wusste, dass da ein Baustrahler Wunder wirkt, schräg draufgeleuchtet....
Nach etwa 2000x Zähneputzen nimmst den Fleck gar nimma wahr 😂
LG

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  •  thats4you
20.3.2025  (#13)
Vielen lieben Dank für eure bisherigen Beiträge und Fotos. Ihr habt uns schon weitergeholfen, auch wenn uns die Entscheidung nicht leicht fällt. Optisch gefällt uns eine ruhigere Sortierung besser (für uns klassischer, zeitloser als die lebhafte). Wir fragen uns allerdings, ob ein ruhiger Holzboden langfristig schön bleibt. Bei der lebhaften Sortierung können - wie bereits angemerkt wurde - Beschädigungen leichter ausgebessert werden. (Wir haben drei kleine Kinder.)  Hat jemand die ruhige Sortierung verlegt und kann uns Fotos zeigen und Erfahrungswerte mit uns teilen? Wir freuen uns auch über weitere Fotos der lebhaften Sortierung und über jede weitere Hilfestellung.


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  •  MPP33
21.3.2025  (#14)
Wie wärs mit einem eher ruhigen der nicht ganz so viele Äste hat? Ein paar schaden nicht wenns ums ausbessern geht, aber halt nicht zu viele.

Anderer Ansatz den ich auch kenne - solang kleine Kinder im Haus sind kommt irgendwas möglichst billiges schwimmend rein.

Müssen nichtmal klein sein... Kann mich noch erinnern, dass ich mit vl. 11-12 in der Wohnung doof war und zu Weihnachten mit Sternenwerfern gespielt hab. Ist doch lustig die verkehrtrum anzuzünden ;)
Nur blöd, dass die dann beim abbrennen brechen und die Spitze weiterbrennt.
Resultat war halt eine schwarze Linie im Wohnzimmerboden.
Im Endeffekt liegt dort aber der wohl ideale Boden, nämlich ein uralter massiver aus ca. 1cm dicken Stäbchen zusammengelegter Parkett.
Sah grauenhagt aus wie wir drinnen gewohnt haben, völlig abgetreten und sicher 30 Jahre alt.
Nachdem wir draußen waren hat meine Mutter Raum für Raum die losen Brettchen wieder reingeklebt, einen Schleifer gemietet, neu geölt... Sieht aus wie neu und würde die Prozedur vermutlich noch weitere 10x überstehen, also mindestens 300 Jahre 🤭

Wegen Handwerkern...
So "ungewöhnlich" war die Auswahl bei uns nicht. Einige der Handwerker machen in der Umgebung jedes 2. Haus und die Leute sind TOP zufrieden.
Bestes Beispiel die Treppe. Die messen die Treppe vor Ort mit einem Gerät aus und fertigen die Stufen auf der CNC Fräse. Die Arbeit ist vom feinsten, ein Traum als Perfektionist.
Und dann habens einen schmierigen Monteur der alle 15min rauchen geht, dir die Stufen ohne Schutz an die fertige Wand lehnt und die Setzstufen krumm einbaut.
Beim zweiten Einbauversuch wurde er auch noch zum Rumpelstielzchen und hat trotz dem explizitem "acrylverbot" (war geplant selbst zu machen) probiert die nächste fehlerhafte Stelle beim Podest zuzuschmieren bevor wir sie sehen.
Außerdem agieren sie nach "zeig mir die Stiege, wir bauen die ein und schimpfen über Vorgänger und Nachfolgegewerke", aber auf die krummen Ecken hinweisen tun wir nicht - lieber die Stiege auch krumm machen statt Nachbesserung am vorigen Gewerk verlangen.

Aber wisst ihr was? Alle anderen Stiegen im (zufriedenen!) Bekanntenkreis sehen gleich aus. Die meisten sind halt gewendelte Treppen wo es uns selbst davor nicht aufgefallen ist, dass die krumm sind.

Ich bin halt so doof überall die Wasserwaage dranzuhalten.

Eigenleistung/selbstmachen ist jetzt mein Motto. Dauert halt alles ewig weil keine Übung und übergenau. Das ging halt in der Bauphase nicht, Haus musste in einem Jahr bezugsfertig sein.

Hinsichtlich Parkett folgende Tipps:
Der Estrich macht mit ziemlicher Sicherheit an der Wand einen Buckel nach oben.
Die, die zum zweiten mal Haus bauen schleifen da den Estrich gerade. Bei uns steht kein Kasten gerade an der Wand, nicht nur weil die Wand oben meist ein paar mm weniger Putz hat sondern auch weil der Boden leicht zum Raum hin abfällt.
 Es geht hier nicht um cm, da reichen wenige mm.
Auch hier wieder, den Durchschnittshausbewohner scheint das nicht zu stören, ich fang an die Kästen mit Kunststoffstreifen oder 3D Drucker auszugleichen damit sie gerade stehen.

Wenn der Boden also schön werden soll:
- Buckel wegschleifen - vor allem Ecken und Winkel!
- Ausgleichsmasse vollflächig, vor allem um das Niveu an die Fliesen anzugleichen.
Fliesenkleber schluckt übrigens auch bei weitem nicht alle Buckel ;)
Unsere Fliesen haben 11mm, der Parkett hat 11mm, passt trotzdem nicht weil Fliesenkleber dicker ist als Parkettkleber.
- Auf saubere Übergänge zu Fliesen achten, wenn eine Schiene als Abschluss eingebaut ist darf die ja nicht höher sein als die Fliese!

Ratet mal was wir haben, überstehende schienen und einen Boden der durch viel Kleber am Übergang angehoben ist (fällt in den Raum, sieht man beim genau schauen bei offener Tür oder halt mit der bösen Wasserwaage).
Letzteres merkt man wenigstens nicht beim gehen, die Schiene schon.

Aber auch hier, kaum ein anderes Haus wo es wesentlich besser wär als bei uns.
Die Handwerker legen hier eine ziemliche Konstanz an den Tag. Bei den Selbermachern seh ich dagegen immer entweder Himmel oder Hölle - wobei die mit letzterem auch eher von der Sorte "das passt schon so, wir sind glücklich damit" sind - diese Lebenseinstellun hätt ich gern 😅



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  •  hellsayer
  •   Bronze-Award
21.3.2025  (#15)
Naja bei so einem großen Projekt wie einem Neubau wird man gegen Ende (=Innenausbau) oft schon müde des ewigen vergleichens, Angebote einholens, etc. Ich verstehe dass sehr gut. Selber machen ist eine Option bei zB einem Raum, aber bei dem Haus? Ich hätte das total unterschätzt, alleine der Bodenleger Parkett war fast 2 Wochen durchgehend im Haus, Fliesen nochmal 5 volle Tage- und das bei Leuten, die nur das machen. Es ist halt oft ein schmaler Grat zwischen Frechheit und "state of the art".

Wir hatten einen sehr schlampigen Leger der zwar OK gearbeitet hat, aber überall Parkett Klebereste hinterlassen, die ich bis heute nicht weg bekommen habe (im 4. Jahr).

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