« Heizung, Lüftung, Klima  |

heizung im 50er-jahre-haus

Teilen: facebook    whatsapp    email
  •  donsigi
12.2. - 13.2.2012
4 Antworten 4
4
hallo allerseits
bin vor kurzem aus dieses interessante forum gestossen und suche hausbesitzer, die ähnliches planen oder viell. schon umgesetzt haben:
das 140 qm haus aus den fünfziger jahren (ohne keller) habe ich vor 15 jahren erworben, fenster und türen getauscht, den vorhandenen vollwärmeschutz tlw. erneuert (war auf der südseite rissig) und die bestehende nachtspeicher-kachelofenheizung aus kostengründen nicht gegen zentralheizung ersetzt
das erdgeschoss des hauses heize ich mit einem kachelofen (wohnzimmer esszimmer küche offen), ein lüftungsschacht geht in einen nebenraum,
rest nachtspeicheröfen - eigentlich wird damit nur bad und büro regelmässig geheizt
hab bis jetzt recht gut damit gelebt, aber mann/frau wird älter...

stromverbrauch 8000 kwh jährlich, davon 5500 niedertarif
und jetzt möchte ich eine warmwasser-zh einbauen
erdgas 30 m vom grundstück
photovoltaikangebote für 4kwP hol ich gerade ein
wp wird wohl nicht infragekommen, hab halt kein niedrigenergiehaus

bevor ich in die detailplanung gehe, gibts viell. jemand da draussen im forum, der mir tips bzw. kostenschätzungen (vage) geben kann?

  •  heinzi
  •   Gold-Award
12.2.2012  (#1)
wir sind im jahr 2012und es ist nicht sinnvoll eine neue heizung einzubauen die mit fossilen energien (gas) betrieben wird! dein strombedarf finde ich auch nicht sehr hoch wenn du mit strom auch heizt. villeicht kannst du deinen wärmebedarf durch einfache massnahmen wie nachdämmung oberste geschossdecke etwas verringern und villeicht baust du dir noch einen dekorativen pellets kaminofen wo du 80% in einen puffer lädst als zentralheizungskessel ein. von fossilen enegieträger sollte man sich einfach nach und nach trennen und nicht noch neue heizanlagen einbauen.

2
  •  dandjo
  •   Gold-Award
12.2.2012  (#2)
@donsigi - Wie heinzi schon richtig gesagt hat, sollte erst mal der Energieverbrauch runter. Wenn der auf einem Minimum ist, kannst du einfach mit der günstigsten Heizform bezüglich Anschaffungskosten heizen. Hole dir einfach Angebote für Gas, Strom oder eine Wärmepumpe ein, dann siehst du recht schnell, was dir am günstigsten kommt. Anhand eines Energieausweises für das thermisch sanierte Objekt lässt sich dann relativ einfach errechnen, welche monatlichen Kosten die einzelnen Heizformen abwerfen und wie diese zu den Investitionskosten stehen. Im Vordergrund steht eine Gesamtkostenrechnung, die alle zu tätigenden Maßnahmen abdeckt (von der Dämmung inklusive Arbeitszeit bis zum möglichen Gasanschluss oder Grabarbeiten für eine Erdwärmepumpe). Eines gleich vorweg: der Hund steckt oft im Detail.

1
  •  donsigi
13.2.2012  (#3)
nachhaltig - danke für die schnellen antworten
bin ganz bei euch, wenn es um senkung des energieverbrauchs geht. wer das heute noch nicht verstanden hat lebt im falschen jahrhundert...
dämmung eines alten hauses hat natürlich irgendwann seine grenzen.

gastherme wäre von den investitonskosten her das günstigste. aber die abhängigkeit ist riskant, man siehts derzeit, wenn gaslieferungen gedrosselt werden, schlägts sich zum endverbraucher durch, aktuell in süddeutschland
gaserzeugung aus schiefer, wie in nö geplant ist zurecht höchst umstritten und abzulehnen
den vorschlag mit pellets und pufferspeicher kann ich viel abgewinnen, hier kommts halt drauf an, wie ich die heizung ins wohnhaus integrieren kann. kachelofen mit warmwasser wär mir symphatisch, einzig das tägliche manuelle einheizen ist ein komfortverlust und bei abwesenheit brauchts eine "reserveheizung"

ob eine luftwärmepumpe meinen heizbedarf ohne fbh decken kann, bezweifle ich
mit radiatoren wirds net funktionieren, auch wenn findige verkäufer das anders sehen
macht auch nur sinn, in verbindung mit einer pv anlage, und dann auch nur, wenn man diesen zuschuss vom klimafonds ergattert - in der stmk. war der topf letztes jahr in einer minute ausgeräumt

viele eigenheimbesitzer sehen bei strenger kostenrechnung natürlich, dass sich nachhaltige systeme erst sehr spät "rechnen" und zögern eine umstellung hinaus
und wenn ich mit fast 60 jahren eine kosten-nutzen-rechnung von pellets wp pv usw. anstelle, dürft ich auch nix angreifen, sondern mit dem erspartem winters über nach gran canaria fahren....


1


  •  KTT2010
13.2.2012  (#4)
@donsigi - Wenn von Haus aus kein wassergestütztes Wärmeverteilsystem mit Radiatoren oder FB-Heizung vorhanden ist, dann lohnt es sich wohl kaum ein solches samt dem benötigten Wärmeerzeuger nachträglich einzubauen.
In einem solchen Fall sind sicherlich Hyper-Inverter Klimageräte die kostengünstigste Alternative, sofern die Raumaufteilung zur Wärmeverteilung dafür geeignet ist.
Zur Orientierung: Mit dem kleinsten Gerät mit 2,5 kW Nennheizleistung lassen sich ca. 7000 kWh Nutzheizwärme pro Heizsaison erzeugen.
Der Preis pro kWh liegt dabei zwischen 4 und 5 Cents und ist damit bei weitem niedriger als etwa mit Erdgas.
Pro Gerät inkl. Montage ist mit Kosten zwischen 1,2 und 1,5 T€ zu rechnen.

Die PV-Anlage könnte dabei (an kalten aber sonnigen Wintertagen) den Betriebsstrome liefern.

Nähere Infos findest du hier: http://www.ktt-heizungen.at/

Grüße Josef

1

Thread geschlossen Dieser Thread wurde geschlossen, es sind keine weiteren Antworten möglich.

Nächstes Thema: Energieverbrauch für Heizung/Warmwasser?