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Ansteuerung Linearaktor ESP8266

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  •  MPP33
30.3. - 3.4.2025
26 Antworten | 6 Autoren 26
26
Hallo

hoffe hier tummeln sich ein paar Elektronik Profis.

Meine Problemlöserzisterne funktioniert inzwischen ganz gut, nur fehlt mir der letzte Baustein.

Problem war, dass ich durch einen seichten Regenwasserkanal kein natürliches Gefälle fürs Retentionsvolumen (4m3) hab. Toller Vorschlag der Gemeinde war Pumpe reinhängen die quasi jeden Tropfen Wasser der auf unser Dach fällt aus dem meist leeren Retentionsvolumen hochpumpt. 🤪

Ich hab mir jetzt eine Nebenschlussdrossel gebaut, diese lässt nur die erlaubten 5l/s durch, Rest geht über und landet in der Zisterne (und muss dann gepumpt werden). Fragt nicht wie es zu 5l/s kommt... Jedenfalls landet so wohl etwa alle 5 Jahre ein Tropfen Wasser da unten weil selbst der übelste Gewitterregen der letzten 2 Jahren keine 5l/s gebracht hat.

Da wir 8m3 eingegraben haben kann ich offiziell 4m3 als Zisterne nutzen - diese müssen sich aber füllen und bei Erreichen der 4m3 stoppen.

Dazu nutze ich eine Rückstauklappe die ich ursprünglich per Schwimmer öffnen wollte.
Jetzt will ich die Zisterne aber bei Bedarf auch einmal ganz entleeren (z.B. zum reinigen, zum Wasseraustausch o.Ä.) oder weiter gedacht in langen Trockenperioden auch mal etwas überfüllen (ggf. automatische Entleerung aufs vorgeschriebene Volumen nach Wetterbericht...).

Lange Rede, kurzer Sinn, die Pumpe kann ich per Homeassistant ansteuern, den Füllstand messe ich auf 2mm genau per Drucksonde. Fehlt eine beliebig steuerbare Klappe.

Ich will dafür jetzt einen 12V Linearaktor nutzen:
https://www.amazon.de/Linearaktuator-Electric-Actuator-Endschalter-Automobilindustrie/dp/B09JZHPG7P/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21

Mit 50mm kann ich den plump von Anschlag zu Anschlag fahren wo er eingebaute Endschalter hat. D.h. 20s bestromen, dann ist der sicher offen oder zu.

230V hab ich in der Zisterne, die müssen in der Zisterne auf 12V geregelt werden.
Der ESP8266 ist im Haus durch Telefondraht mit der Drucksonde verbunden und kann für weitere Funktionen genutzt werden.
Dafür werde ich mir in der Zisterne einen wasserdichten Steuer/12V Verteiler machen und einen separaten 230V in dem die Pumpen angesteckt sind und der Trafo sitzt.

D.h. ich brauch einen Trafo und irgendein Relaismodul das mir den Linearaktor (12v) auf Befehl vom ESP8266 aus ca. 12-13m Entfernung schalten und umpolen kann.

Geht das gefahrlos über so eine Platine oder besteht bei den Chinadingern die Gefahr, dass es mir bei Fehlfunktion den Trafo kurzschließt?

https://www.amazon.de/R%C3%BCckw%C3%A4rtssteuerplatine-Motortreiber-Modulplatine-Controller-Motorantrieb/dp/B0C86J9B3M/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21

  •  ichbauauch
  •   Bronze-Award
30.3.2025  (#1)
Eventuell mit einem umgebauten Shelly:
https://shelly-forum.com/thread/12222-shelly-2-5-stromversorgung-mit-12v-dc/?postID=264186#post264186

Ich habe schon einige Shelly's verbaut und gute Erfahrungen damit. Den 12V Hack habe ich noch nicht probiert.

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  •  MPP33
31.3.2025  (#2)
Lassen sich die Shelly auch rein verkabelt betreiben?
Eine meiner Grundregeln ist nämlich, dass es nicht herumfunken soll (zumal ich draußen in der Zisterne weder WLAN noch Bluetooth hab)

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  •  thohem
31.3.2025  (#3)
Ich hatte jahrelang solche Relais draussen im Einsatz (Sternwarte, Garagenmotor um das Dach zu öffnen). Also würd ich wieder dazu greifen :) 

Schönes Projekt 👍

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  •  christoph1703
31.3.2025  (#4)
Gegen die Relaisplatine ist nichts einzuwenden, denke ich. Aber von dem Linearaktor muss ich dir leider abraten. Der hat keine richtigen Endschalter, sondern Schleifkontakte auf einer Leiterplatte. Die waren bei mir nach ein paar Wochen so korrodiert, dass er nicht mehr gefahren ist. In der Zisterne würde ich den nicht verbauen.
Eventuell in einer wasserdichten Box mit einem Bowdenzug.

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  •  ichbauauch
  •   Bronze-Award
31.3.2025  (#5)

zitat..
MPP33 schrieb:

Lassen sich die Shelly auch rein verkabelt betreiben?
Eine meiner Grundregeln ist nämlich, dass es nicht herumfunken soll (zumal ich draußen in der Zisterne weder WLAN noch Bluetooth hab)

Ja, gehen auch über die Schaltereingänge zu steuern.


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  •  GKap
  •   Silber-Award
31.3.2025  (#6)

zitat..
MPP33 schrieb: Da wir 8m3 eingegraben haben kann ich offiziell 4m3 als Zisterne nutzen - diese müssen sich aber füllen und bei Erreichen der 4m3 stoppen.

Ist das tatsächlich eine Vorgabe der Gemeinde? Ich nehme an, dass du das Regenwasser verwenden möchtest, z.B. für Garten oder WC. Damit ergibt es ja keinen Sinn, Wasser über 4m³ abzuleiten! Insbesondere, weil du ja 5l/s ableiten darfst! (Ich weiss, man muss nicht alle Vorschriften verstehen! 😀)

Aber wenn es tatsächlich so ist, zum Verständnis: Auf welcher Höhe liegt der Abfluss der Zisterne? Oben? Mittig? Wenn er mittig liegt, dann brauchst du doch nur die erwähnte Drossel, so dass nicht zu viel Wasser abfließt. Und wenn der Abfluss oben ist, dann reicht doch eine Pumpe, die abpumpt, wenn 4m³ überschritten werden.

Ich vermute, du willst dir die Stromkosten für das Abpumpen ersparen, ich glaube nicht dass diese ins Gewicht fallen, denn: Ich habe eine Zisterne mit 4m³, das Regenwasser wird für Garten, WC und Waschmaschine genutzt. Überlaufen tut meine Zisterne nur sehr selten!

Gruß
GKap

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
31.3.2025  (#7)
Ich bin schlicht zu blöd mir das Regengesammel vorzustellen, kannst du eine Skizze machen (offensichtlich nur für mich nötig emoji ).

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  •  christoph1703
31.3.2025  (#8)
Habe ich einen Rechenfehler oder darfst du echt 18 m³/h ableiten?
Wenn ich mich richtig erinnere, waren bei den Regenfällen im September etwas über 100 mm/h prognostiziert. Bei angenommenen 200 m² entwässerter Fläche kommst du da knapp drüber. Da kann jedes normale Unwetter die Drossel ja nichtmal ansatzweise zum Ansprechen bringen.

Ansonsten würde ich die Sache mit den gegebenen Infos so sehen wie @GKap. Die Zisterne wird dir im Regelfall eher zu wenig als zu viel Wasser haben. Und in den anderen Fällen ist Pumpen zwar nicht die schönste Lösung, aber die einfachste. Die Pumpe brauchst du ja sowieso, wenn du das Wasser nutzen willst, also ist der Mehraufwand nur ein zusätzlicher Abgang.

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  •  MPP33
31.3.2025  (#9)
Will da nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ja, 5l/s sind 18m³/h
Hab da tatsächlich eine Pumpe drinnenstehen die das schafft (AL-KO Tauchpumpe Drain 20000 HD Premium), die ist nicht einmal so teuer und funktioniert nach 2 Jahren recht problemlos wobei sie auch ziemlich arbeitslos ist...

Das Problem besteht darin, dass unser RW Kanal auf -1,2m (zu Haus 0) liegt, also zu Umgebungsniveau -1,05m (Haus ist 15cm über Umgebung)

Zisternenaustritt liegt 1m vergraben (Sohle), Eintritt 95cm, also gerade so viel, dass es vernünftig durchrinnt (5cm Höhenunterschied).
Insgesamt wirds dann eh schon eng, dass man mit den Regenwasserleitungen mit brauchbarer Überdeckung in die Zisterne reinkommt, geht sich grad so mit 1% aus damits am Regenfallrohr nicht schon über der Erde ist.

Am Foto ist grad die Pumpe am abpumpen (die schafft etwas über 5l/s) aber genau das passiert bei einem Starkregen. Vor der Drossel (die klemmt im Stoß der 2 Rohre) staut es sich, die 5l/s schaffen es durch die Drossel, der Rest plätschert in die Zisterne.
Sollte die Zisterne voll sein rinnt es durch die linke Öffnung ungedrosselt in den Kanal.
Im Fall, dass es unter 5l/s sind geht alles einfach gerade durch ohne die Zisterne zu füllen.
Das gleiche passiert natürlich beim abpumpen, da die Pumpe vor der Drossel angeschlossen ist geht halt alles was über 5l/s ist wieder runter und wird noch einmal gepumpt (ist nicht viel).

_aktuell/20250331413902.png

Das was am Bild sichtbar ist hab ich mitgemessen. Ein bisschen stolz bin sich schon auf meine Drossel, wie man sieht pendelt der Abflusswert zwischen 297 und 301l/min (bei erlaubten 300l/min = 5l/s)
Die zackigen Flanken beim Volumenstrom kommen von der Glättfunktion, da muss ich noch etwas mit Homeassistant spielen.

_aktuell/20250331821826.png

Mit 5l/s landet so halt... sehr selten... was in der Zisterne. Wobei auch noch knapp 90m² Dachflächen und weitere 85m² Einfahrt fehlen (gesamt werdens 360m²).
Im Vollausbau sind die 5l/s durchaus bei einem Extremereignis möglich.

Fürs leichtere Verständnis ein Video von so einem System:



Jetzt will ich aber, dass 4 von den vorhandenen 8m³ bei normalem Regen voll werden und ich sie für den Garten nutzen kann (WC wollten wir nicht weil die Zisternensuppe doch recht dreckig ist und braune Rinner macht).
Mit dem System geht das halt nicht, deswegen sieht man links etwas verdeckt ein senkrechtes Rohr mit einer Rückstauklappe drinnen.
Klappe offen = alles was vom Dach kommt geht runter in die Zisterne
Klappe zu = alles bis 5l/s rinnt direkt raus
Klappe zu & Starkregen = 5l/s gehen raus, alles darüber plätschert runter

Schwimmersteuerung wäre also so einzustellen, dass die Klappe bei leerer Zisterne offen ist und bei erreichen von 4m³ Füllstand zu geht (Nutzvolumen erreicht).
Die verbleibenden 4m³ müssen für ein Extremwetterereignis leer gehalten werden (und sind damit 99% der Zeit Totvolumen - aber das ist Retentionsvolumen halt, kein Nutzen für den Besitzer sondern für alle flussabwärts)

Das Problem der Schwimmersteuerung, wenn ich im Sinne des Wasseraustauschs einmal ganz leerpumpen will geht das nur wenn ich die Klappe manuell schließe, andernfalls würde die bei unterschreiten von 4m³ öffnen und die Pumpe pumpt nur im Kreis.

Das ist der erste Grund warum ich die Klappe elektrisch haben will, einfach weil ich auf Knopfdruck 1x leer machen will incl. dem ganzen Dreck am Boden (die dicke Pumpe steht ganz am Boden und macht recht gut Wirbel)
Und der andere Grund: In Zeiten wo man sich über jeden Tropfen freut könnte man theoretisch auch mal das (tote) Retentionsvolumen füllen. Dazu muss halt irgendwie sichergestellt werden, dass es zur Verfügung steht wenn es gebraucht wird was halt wieder eine Grauzone darstellt, aber immer noch besser als die übliche reine Alibigeschichte...

Die 5l/s sollte man wie erwähnt auch nicht zu sehr hinterfragen, die kommt davon, dass der Siedlung ein großes oberflächliches Rückstaubecken nachgeschaltet ist. Bei den 4m³ handelt es sich nur um Zusatzvolumen weil wir etwas mehr Dachfläche haben als dort pro Bauplatz vorgesehen ist.


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  •  MPP33
31.3.2025  (#10)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Gegen die Relaisplatine ist nichts einzuwenden, denke ich. Aber von dem Linearaktor muss ich dir leider abraten. Der hat keine richtigen Endschalter, sondern Schleifkontakte auf einer Leiterplatte. Die waren bei mir nach ein paar Wochen so korrodiert, dass er nicht mehr gefahren ist. In der Zisterne würde ich den nicht verbauen.
Eventuell in einer wasserdichten Box mit einem Bowdenzug.

Hattest du exakt diesen Aktor?

Wie wärs mit dem hier als alternative? Ähnlicher Preis, mit 1500N (150kg) ein Biest, explizit mit IP54 (Vor Staub und Spritzwasser geschützt) ausgewiesen und lt. Bild 2 Microschalter an den Endlagen.

https://www.amazon.de/DCHOUSE-Linearantrieb-Lineartechnik-Aktuatoren-elektronische-ungsanwendungen/dp/B08312QCGQ/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21

Verbauen würde ich ihn sowieso so, dass er nie unter Wasser steht und von oben auch kein Kondenswasser drauftropfen kann.
Das feuchte Klima in der Zisterne lässt sich erfahrungsgemäß aber schwer aussperren.

(Ja, Schande über mich, dass der Schuko Stecker da so herumhängt - aber der hängt so, dass dem Kabel entlang nix reinrinnt und auch nichts drauftropfen kann)

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  •  christoph1703
1.4.2025  (#11)

zitat..
MPP33 schrieb: Hattest du exakt diesen Aktor?

Zumindest einen, der exakt gleich ausschaut und die gleichen Daten hat.


zitat..
MPP33 schrieb: Wie wärs mit dem hier als alternative? Ähnlicher Preis, mit 1500N (150kg) ein Biest, explizit mit IP54 (Vor Staub und Spritzwasser geschützt) ausgewiesen und lt. Bild 2 Microschalter an den Endlagen.

https://www.amazon.de/DCHOUSE-Linearantrieb-Lineartechnik-Aktuatoren-elektronische-ungsanwendungen/dp/B08312QCGQ/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21

Der schaut jedenfalls robuster aus, aber ob der in der feuchten Luft lange hält? Gefühlsmäßig würde ich mindestens IP67 vorziehen, aber bei dem Preis kann man ja mal ein Experiment wagen. Ansonsten wie gesagt, wasserdichte Box rundherum und Bowdenzug.


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  •  MPP33
1.4.2025  (#12)
Danke für die Praxisrückmeldung, dann ist der definitiv raus zumal ich nur Bildchen mit Wasser drauf sehe aber keine IP Angabe.
Außerdem fehlen mir die Angaben zum Strom den der zieht und die Anschlussleitungen schauen nach typischem Chinadraht mit 95% Isolierung und 3 dünnen Kupferlitzchen drinnen aus.

IP67 wird halt schwer zu finden, das muss ja dann auch den Kärcher aushalten und da wird vermutlich vorrangig die Abdichtung der Schubstange komplex (saubere Lagerung & harte, verchromte oder geschliffene Schubstange nötig)
Das traue ich einem 30€ Linearaktor schlicht nicht zu, auch wenn sie es schreiben würden :)

Das Maximum das ich finde ist IP65, das bringt einen aber nicht viel weiter (Spritzwasser vs. druckloses Strahlwasser)

Als Hauptangriffspunkt bei IP54 (geschützt gegen Staub in schädigender Menge und allseitiges Spritzwasser) sehe ich an der Schubstange.
Wenn man den so verbaut, dass der Antrieb oben ist und Wassertropfen nach unten ablaufen statt der Schubstange entlang ins Gehäuse zu laufen seh ich da kein großes Problem.

Ich werds einmal mit dem probieren:
Kabel schauen mir vernünftig aus, Stromaufnahme ist angegeben und trägt ein CE Zeichen.
750N (immer noch viel mehr als nötig) versprechen auch ggf. etwas weniger echte Stromaufnahme und damit eine kleinere Stromversorgung (~2A würde ich vorsehen bei angegebenen 0,8A)
https://www.amazon.de/Justech-Verstellantrieb-Lineartechnik-Gleichstrommotor-Schubstangenmotor/dp/B07M9Y2JHV/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21


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  •  christoph1703
1.4.2025  (#13)

zitat..
MPP33 schrieb: Außerdem fehlen mir die Angaben zum Strom den der zieht und die Anschlussleitungen schauen nach typischem Chinadraht mit 95% Isolierung und 3 dünnen Kupferlitzchen drinnen aus.

Richtig eingeschätzt. Viel Strom hat der nicht gezogen, vielleicht 200 mA?


zitat..
MPP33 schrieb: Wenn man den so verbaut, dass der Antrieb oben ist und Wassertropfen nach unten ablaufen statt der Schubstange entlang ins Gehäuse zu laufen seh ich da kein großes Problem.

Wassertropfen sind nicht das Problem, sondern die feuchte Umgebung. Wenn da die Luftfeuchtigkeit innen korrodiert, nützt dir das Ablaufen auch wenig. Aber wie gesagt, ausprobieren. Vielleicht ist es halb so schlimm.


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  •  MPP33
1.4.2025  (#14)
Luftfeuchtigkeit kann man meiner Erfahrung nach aber auch schwer mit einer Umhausung aussperren da die 100% dicht sein muss.
Besser schauen, dass oberhalb nichts kondensieren und tropfen kann und das Gehäuse nach unten hin öffnen damit anfallendes Kondensat sich nicht anstaut.

30€... Try&Error :)


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  •  MPP33
1.4.2025  (#15)
So, Bestellungen sind raus

Hinsichtlich Steuerung geh ich diesen Weg:
https://www.az-delivery.de/blogs/azdelivery-blog-fur-arduino-und-raspberry-pi/die-h-brucke-motor-controller

Die (fertige) Relais Lösung hat den Nachteil, dass ich diese Steuerungen wohl nicht so einfach über den ESP ansteuern kann da dort wohl eine von der Platine kommende Spannung durchgeschalten wird oder eine 12V Steuerspannung bereitgestellt werden muss.
So ein ESP8266 bietet nur 3,3 und 5V.

Eine andere Variante wäre eine (doppel) Relaiskarte mit 5V Steuerspannung.
Hat aber den Nachteil, die können kleben bleiben und im Endeffekt einen Kurzschluss erzeugen wenns z.B. auf vorwärts hängt und man auf rückwärts schaltet.
Das Problem dürften die billigen "Motorsteuerungen" wohl auch haben.

Die Wahl ist auf das Ding gefallen, reichlich überdimesnioniert:
https://www.amazon.de/BTS7960-H-Bridge-Stepper-Strombegrenzung-Halbleiterk%C3%BChlung/dp/B07Y4TTK3Z

Das da ginge wohl auch, aber 2A sind mir etwas zu wenig (die Angaben für den Aktor gehen von 0,8A Leerlauf bis zu 3A Volllast)
https://www.amazon.de/Controller-Stepper-H-Bridge-Arduino-Mega2560/dp/B07XJSMLGQ/?ie=UTF8&tag=wwwenergiespa-21

Jetzt muss ich die Sache nur noch verstehen :D
2 Pins sind wohl für Rechts oder Linkslauf und 2 weitere Pins steuern die Drehzahl über ein PWM Signal das man über den ESP8266 erzeugen kann.
Ich hoffe nur, dass die Ansteuerung über die ~10-12m oder was es halt sind zuverlässig funktionieren. Da aber kaum Strom fließt sollte sich der Spannungsverlust über die Länge in Grenzen halten. Kann nur nicht einschätzen was aus dem PWM Signal auf die Entfernung wird - wobei ich wenn möglich sowieso einfach 100% PWM Signal geben würde = konstante Spannung.

Schauen wann ich die Zeit für die lustige Bastelstunde finde.


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  •  christoph1703
1.4.2025  (#16)
Der L298N wäre sicher mehr als ausreichend, aber mit dem BTS7960 machst du garantiert nichts falsch. Das ist schon ein Mörderteil. Im Prinzip kannst du EN fix verdrahten (weiß gerade nicht ob high oder low) und mit den PWM-Eingängen steuerst du die H-Brücke. Einen davon high ziehen, dann fährt der Motor.
Wenn du lange Leitungen brauchst, solltest du die auf der Leistungsseite haben. Auf der Signalseite kann alles mögliche passieren, die Leitungen würde ich sehr kurz halten.

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
1.4.2025  (#17)
Denkbar wäre auch eine hydraulische Klappe zu bauen, wie praxistauglich der Ansatz ist, kann ich nicht sagen.

Mein Gedanke wäre:
1. die Klappe muss nur schaltbar sein, wenn Wasser kommt (vom Dach oder der Pumpe)
2. die Klappe hat kaum Kraft, weil nur eine ganz kleine Wassersäule draufdrückt.

Man könnte also einen Hebel mit einem Gefäß und einem Magnetventil am Boden an der Klappe anbringen. Wenn das Gefäß leer ist, ist die Klappe offen. Wenn Wasser kommt füllt sich das Gefäß mit einem kleinen Teil des Wasserstroms und schließt die Klappe, außer das Magnetventil ist offen, dann rinnt es durch (sehr wenig) und die Klappe bleibt offen.

Das Magnetventil gibt es in IP67, es braucht keine besondere Elektronik. Es gibt 'normally open' und 'normally closed' Versionen. Hier wäre eine NC-Variante besser, damit hat man die Standardfunktion bei Stromausfall.

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  •  MPP33
2.4.2025 0:10  (#18)
Sowas hatte ich auch schon gedacht, aber du glaubst nicht was so eine Klappe für eine Kraft zum öffnen braucht wenn die 10cm unter Wasser ist und im Fallrohr hinter der Klappe grad etwas Unterdruck herrscht (kann die leider nicht direkt hinter der Klappe anbohren).

Die Klappe muss halt eine gewisse Größe haben (DN110) damit da auch Wasser durchgeht.

Anfangs dachte ich mir ich mach die unten in die Zisterne rein und halt die über einen Hebel und Schwimmer zu.
Keine Chance die über 40-50cm Höhenunterschied per Schwimmer zuzuhalten und wenn sei einmal offen war wars sowieso zwecklos die wieder zumachen zu probieren.

Dann hab ich auch noch über Schwimmerventile nachgedacht, aber die hören irgendwo bei DN25 auf und ich bräuchte mehrere damit da bei stärkerem Regen da auch mehr als 10% vom Wasser in die Zisterne geht.

Jetzt ist sie in die DN110 Klappe in der Gegenrichtung montiert, ganz oben und so, dass sie bei Regen nur ca. 15-20cm unter Wasser steht. So stellt sie in der aktuellen Konstruktion keine Drossel dar.
Wenn man aber während Wasser nach unten geht schließt entsteht ein Unterdruck und auch noch die 20cm Wasser oben drüber... dann bekommt man die mangels vernünftigem Angriffspunkt mit den Fingern nicht auf.
Das ging soweit, dass ich mit dem Fingernagel unter die Dichtung gefahren bin, das ding sich kurz gelöst hat und durch den einsetzenden Volumenstrom wieder zugeschnappt ist - und ich hab jetzt einen blauen Fingernagel :P
Die Klappe ist also sehr zuverlässig dicht ohne irgendeinen Antrieb...
Hab mir dann vorausschauend auf den Linearantrieb am 3D Drucker ein Teil gedruckt an dem ich eine Schubstange anbringen kann (derzeit eine Schnur) Der Linearaktor mit 150N hätte das sicher geschafft, der mit 750N ganz sicher.

Ursprungsgedanke war, dass die Klappe bei sinkendem Wasserstand durch ein Gewicht (sandgefüllte PET Flaschen o.Ä.) geöffnet worden wäre. Das Gewicht hätt ich mit einem Schwimmer (luftgefüllte PET Flasche) hochgehalten. So hätt ich einfach nur genug Gewicht oder ausreichend Hebel machen müssen - und im Gegenzug halt einen ausreichend dimensionierten Schwimmer damit das Zeug halt beim gewünschten Wasserstand aufschwimmt.
Die Schnur dann halt nach oben hin am Konus der Zisterne aufgehängt damit das Gewicht bei leerer Zisterne dort hängt und nicht auf der Klappe.
Das wär halt die zuverlässige, wartungsfreie Lösung, allerdings wenig variabel.

Wegen den Steuerleitungen... Ich hab eher Sorge wegen Leistungsübertragung über die Strecke.
Ich will nicht noch eine Leitung mit großem Querschnitt ziehen. Von den 12V kommen doch durch so einen Klingeldraht in 12m Entfernung nicht mehr viel an... Müsste ich einmal rechnen wenn ich weiß was der Aktor an Strom zieht.
Das Signal vom Drucksensor (4-20mA) kommt zuverlässig über die lange Strecke an.

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  •  christoph1703
2.4.2025 8:55  (#19)

zitat..
MPP33 schrieb: Von den 12V kommen doch durch so einen Klingeldraht in 12m Entfernung nicht mehr viel an... Müsste ich einmal rechnen wenn ich weiß was der Aktor an Strom zieht.

Noch besser, ausprobieren 😃 Dem Motor wirds egal sein, ob er mit 12 oder 9 V betrieben wird. Sonst könntest du auch den Spannungsabfall durch eine höhere Versorgungsspannung kompensieren. Dem Motor wirds wurscht sein.

zitat..
MPP33 schrieb: Das Signal vom Drucksensor (4-20mA) kommt zuverlässig über die lange Strecke an.

Das ist auch ein Stromsignal (niederohmig) und kein Spannungssignal (hochohmig). Du kannst natürlich auch stromgesteuert reingehen, das wäre eine Möglichkeit. Bräuchtest dann aber auf der Steuerungsseite eine höhere Spannung, die du vom ESP wieder nicht direkt bekommst.

Über lange Steuerleitungen bekommst du induktiv auch allen möglichen Blödsinn rein, der dir den ESP und den Motortreiber schrotten kann.

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  •  MPP33
2.4.2025 14:43  (#20)
Das ist eh eine Frage die ich mir stell, was ist eigentlich mit den ganzen Leitungen die das Haus verlassen z.B. bei einem Blitzschlag in der Umgebung.
Grillt mir diese unterirdische Antenne dann alles im Haus?

Wenn mir der ESP abraucht... verkraftbar. Wärmepumpe, Wechselrichter usw. schmerzt dann halt schon etwas mehr, wenn auch versichert.
Ist halt auch die Frage was die Versicherung sagt - sich am Berg bei Gewitter mit einem Metallregenschirm hinstellen... ginge da eventuell in die gleiche Richtung :)

Das verlegte Telefonkabel hätte sogar einen Schirm - sollte der geerdet werden? Bringt mir das was in die Richtung?

Bin halt leider Maschinenbauer und versteh das Teufelszeug Strom nur etwas 😅


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  •  christoph1703
2.4.2025 15:50  (#21)

zitat..
MPP33 schrieb: bei einem Blitzschlag in der Umgebung.
Grillt mir diese unterirdische Antenne dann alles im Haus?

Unwahrscheinlich. Der Boden leitet ja auch (deshalb erdet man Sachen überhaupt) und schirmt damit das Gröbste ab. Such mal nach Spannungstrichter, wenn dich die unterirdischen Stromflüsse beim Blitzschlag interessieren.


zitat..
MPP33 schrieb: Das verlegte Telefonkabel hätte sogar einen Schirm - sollte der geerdet werden? Bringt mir das was in die Richtung?

Schadet nicht, aber wird auch nicht viel bringen denke ich. Wenn du eh ein Telefonkabel hast, kannst du die Adern vielleicht gleich doppelt nehmen? Dann halbierst du auch den Spannungsabfall.


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