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Tiefenbohrung OÖ 2023 Preisrealität

   
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  •  rabaum
  •   Gold-Award
22.4.2023 - 27.3.2025
64 Antworten | 28 Autoren 64
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Gerade gestern habe ich von einem Bekannten wieder mal die Horrorgeschichte gehört, dass die Tiefenbohrung laut Auskunft in seinem Freundeskreis im Bereich von 40k zu Buche schlägt. Mit diesem "Wissen" schießt sich natürlich die Erdwärme sofort ins Aus, ohne dass man ansatzweise probiert, wie eine Amortisation durch höhere Effizienz aussehen könnte. 

Nur wie kommt es zu solchen utopischen Werten? Wir sprechen hier nicht von der ungedämmten 60.000 kWh Ölburg, sondern von halbwegs vernünftigem Neubaustandard, also in jedem Fall <10 kW Heizlast.

Dass die Tiefbohrfirmen aktuell soviel mehr draufschlagen und die Situation ausnutzen konnte ich mir fast nicht vorstellen, denn bei solchen Preisen wenden sich dann noch mehr von der Erdwärme ab. Zumindest für OÖ konnte ich das nicht bestätigen. Reale Preise folgen etwas später.

Restlos klären konnte ich es nicht, meine Theorie ist aber wie folgt: Die Installateure, die mit Erdwärme gar nichts am Hut haben, stellen die Erdwärme gleich vorweg so teuer und unrentabel dar, dass sie ohne große Diskussion, Berechnung und Auslegung die überdimensionierte LWP LWP [Luftwärmepumpe] platzieren können - wie immer halt. Dann ist das zitierte vielleicht gar kein individuelles Angebot, sondern "er hat mal von einer 40k Bohrung gehört, wo das Haus genau so groß war". Das muss über die Jahrzehnte natürlich Bestand haben...

Der zweite Ansatz sind konkrete aber unwahre Heizlasten, wie wir sie sehr oft hier im Forum sehen. Da kommen bei Ptot eh schon überhöhte 10 kW heraus, der Installateur nimmt dann noch den Warmwasser- und frierende Gattinzuschlag und kann laut Katalog eine 16 kW Maschine liefern. Diesen 3-fach überhöhten Wert übergibt man unkommentiert dem Tiefenbohrer, der nicht anders kann, als von dem einzig bekannten Wert ein Angebot zu erstellen, das dann natürlich sehr teuer ausfällt.

von lewurm, helyx, dyarne

  •  logos
24.3.2025  (#61)

zitat..
Msgruber schrieb:

Zentral OÖ:
54€netto pro Meter Bohrung (insgesamt 140m) inklusive Verpressen (Betonit/Zement) und Sonde Duplex DA 32
Angebot vom Juli 2024

Und da ist alles inkl.?

Normalerweise kommt hinzu:
Baustelleneinrichtung ca 1000,-
Bewilligung, Gutachten, Koordinaten ca.1500,-
Sole ca. 1000,-
Verteiler, Zuleitungen 1000,-
Evtl. Umbau Bohrer (bei 140, wohl 2 Bohrlöcher) usw..
Erdarbeiten sowieso noch.


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  •  Msgruber
  •   Bronze-Award
27.3.2025  (#62)
 

zitat..
logos schrieb: Und da ist alles inkl.?


Nein, laut Angebot ist das ein Bohrmeterpreis fu¨r die Tiefensonde inkl. Verpressen (Bentonit-Zement-Gemisch) und Tiefensonde Duplex DA 32.

Was noch dazu kommt ist folgendes, alles Netto:
An/Abtransport inkl. Rüstzeiten und Umstellen etc.: 676
Bohrschlammentsorgung: 650
Wasserrechtliche Einreichung/EWS: 423
Sole: 1050
Ein Verteiler ist bei unserer Konstellation lt. Installateur nicht notwendig.

Wir haben den selben Installateur bei 2 nebeneinanderliegenden EFH, ev. ist dadurch die eine oder andere Position etwas niedriger.

Lg


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