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Raus aus Gas, aber wohin?

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  •  jotschi
  •   Bronze-Award
10.12.2021 - 20.2.2022
35 Antworten | 12 Autoren 35
35
Guten Morgen!

wir haben aktuell im Haus eine Gasheizung. Diese haben wir 2015 im Zuge der Komplettsanierung neu eingebaut (damals gab es auch Förderungen emoji

Auf Grund der aktuellen Situation am Energiemarkt würde sich der monatliche Betrag deutlich erhöhen.
Das Haus hat 200m² Wohnfläche, dafür benötigen wir aktuell ca. 24.000 kWh Gas pro Jahr.

- Netzgebühr monatlich 60€
- Gaspreis monatlich 110€

Durch die Erhöhung vom Gas-Arbeitspreis würde beim aktuellen Anbieter der Gaspreis auf ca. 280€ / Monat ansteigen (+ 170€ monatlich!)

Wenn ich diese Mehrausgaben nun hochrechne (und davon ausgehe, dass Gas nicht mehr günstiger wird), so müsste sich doch ein alternatives Heizsystem mit den aktuellen Förderungen rasch armotisieren.

Im EG haben wir Fußbodenheizung, im OG jedoch noch Heizkörper. Das Haus ist thermisch komplett saniert und bei -7° Außen hatten wir zuletzt 40° Vorlauf bei den Heizkörpern.

Bevor ich bei den Heizungsbauern mal anfrage, würde mich eure Meinung intressieren.
 • Grundwasser wäre grundsätzlich möglich (hab zwar noch nicht bei der Behörde angefragt, aber der ein oder andere Nachbar hat das realisiert). Mit welchen Kosten kann man hier rechnen?
 • LWP wäre sicher günstiger, jedoch nicht so effizient.
 • PV haben wir aktuell noch nicht, aber würde im Zuge einer Wärmepumpe vermutlich auch Sinn machen?
 • RGK kommt nicht in Frage, weil Schotterboden und zu kleiner Grund.

Würd mich über eure Inputs freuen!

lg

  •  stefan4713
10.12.2021  (#1)
hallo, also aus der hüfte geschossen würde ich bei einem EFH mit heizkörper, sofern es der platz zuläßt, doch auf pellets-heizung wechseln
mein sohn hat ein 15jahre altes "baumeisterhaus" gekauft, noch mit ölheizung, und wird demnächst, auch wegen der förderung, auf pellets wechseln - auch noch wegen der heizkörper

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Hallo jotschi,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Raus aus Gas, aber wohin?

  •  dyarne
  •   Gold-Award
10.12.2021  (#2)
die heizkörper sind KEIN kriterium, die vorlauftemperatur, genauer der hub von der quelle zur senke ist es...

ich sitze hier im 50 jahre alten 2-familienhaus, gesamthaft energetisch saniert mit fetten gußrippenradiatoren.
brauche für 330m2 rund 2.300kwh das machte die letzten jahre € 300,- für heizung & warmwasser aus. die pv ist da noch nicht eingerechnet da contracting/volleinspeiser. über 80% der wärme kommt aus dem boden ohne lieferung/transport.

hier 3 sanierungen mit wp & heizkörper am kältesten tag des jahres...
https://www.energiesparhaus.at/forum-foerderung-waermepumpe/65720

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  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
11.12.2021  (#3)
@jotschi: 24000 kWh Gas für 200m² Wohnfläche (netto?) kommen mir sehr viel vor. Da scheint bei der Sanierung einiges schief gegangen zu sein, oder das Haus steht an einem der Kältepole Österreichs? Wir brauchen zum Vergleich bei 186m² (HWB laut EA EA [Energieausweis] cà 6000kWh) cà 1000kWh/Jahr mit WPWP [Wärmepumpe] (meist 23 bis 24° Raumtemperatur).
Ich würde einmal eine Thermografie-Aufnahme vom Haus machen lassen, und dann nachbessern. Pellets sind im Vergleich zu Gas wegen der Wartungskosten meist nicht günstiger. 
Habt ihr schon eine Brennwerttherme?

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  •  dynamite
  •   Gold-Award
11.12.2021  (#4)
Wir - komplett saniert 2015 - 145m2 alles Wohnfläche alles FBH FBH [Fußbodenheizung] und mittlerweile 3 Kinder (viel Warmwasser sicher nötig) haben letztes Jahr auch 21.000kwh benötigt.
hab jetzt einmal täglich abgelesen und von 6.11 bis 6.12 1.747 kWh verbraucht.
Vorlauftemperatur aber ok mit 22-24 grad.
PV kommt jetzt (1 Quartal 9,25kw) und überlege auch auf LWP LWP [Luftwärmepumpe] umzusteigen. Ist das mit Strom dann aber so viel günstiger wenn der Energiebedarf gleich bleibt?

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  •  isitreal
  •   Bronze-Award
11.12.2021  (#5)

zitat..
dynamite schrieb:

Wir - komplett saniert 2015 - 145m2 alles Wohnfläche alles FBH FBH [Fußbodenheizung] und mittlerweile 3 Kinder (viel Warmwasser sicher nötig) haben letztes Jahr auch 21.000kwh benötigt.
hab jetzt einmal täglich abgelesen und von 6.11 bis 6.12 1.747 kWh verbraucht.
Vorlauftemperatur aber ok mit 22-24 grad.
PV kommt jetzt (1 Quartal 9,25kw) und überlege auch auf LWP LWP [Luftwärmepumpe] umzusteigen. Ist das mit Strom dann aber so viel günstiger wenn der Energiebedarf gleich bleibt?

OT aber: komplett saniert, 145m2 FBH FBH [Fußbodenheizung] 21.000kwh??? Da kann doch was nicht stimmen...habt ihr außerordentliche Verbraucher??


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  •  dynamite
  •   Gold-Award
11.12.2021  (#6)
Kinder 😂🤣
Ich weiß wirklich nicht ob das rein das Wasser sein kann - schon auf 50 grad gestellt den Boiler (150L).
Die Heizung ist auf 22,5 grad gestellt.

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  •  dynamite
  •   Gold-Award
11.12.2021  (#7)
Hier das ganze Monat (mehr oder weniger jeden Tag).

2021/20211211478010.png

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  •  isitreal
  •   Bronze-Award
11.12.2021  (#8)
Also das xls zeigt 175kwh für einen Monat (falls der Gasverbrauch in kwh ist). OT ende

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  •  dynamite
  •   Gold-Award
11.12.2021  (#9)
Das ist  vom gaszähler und somit m3 - also x10 ungefähr für kWh.

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  •  isitreal
  •   Bronze-Award
11.12.2021  (#10)
Heftig, wir, zu dritt mit 185m2 fbh im Neubau Efh mit 20wdvs haben pa ca 5300kwh Gesamt-Stromverbrauch. So, jetzt wirklich Ende mit OT OT [Off Topic].

An den Thread Ersteller: Ich werfe mal die neue LWP LWP [Luftwärmepumpe] von Lambda in den Raum, die glaube ich, sehr interessant sein könnte.

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  •  dynamite
  •   Gold-Award
11.12.2021  (#11)
Aber würde in meinen Fall eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] überhaupt sinn machen oder wäre hier der Stromverbrauch (aktuell knapp 5.000kwh im Jahr)? Ausgangssituation ist ja ähnlich vom Verbrauch her.

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  •  jotschi
  •   Bronze-Award
13.12.2021  (#12)
Guten Morgen,
danke schonmal für eure Inputs!

Wahrscheinlich noch erwähnenswert:
- 2-Familienhaus mit 2 getrennten Wohneinheiten)
- insgesamt 8 Personen
- Warmwasser auch über Gas
- lt. Energieausweis wäre der HWB Qh=20.630 kWh/a (inkl. Warmwasser)

Ist also schwer vergleichbar...

Die Frage die bleibt, ist sicher das zukünftige Preisniveau vom Gas...

Ist eine WPWP [Wärmepumpe] in Verbinung mit PV eine optimale Kombi aus "günstiger" WPWP [Wärmepumpe] und hohem Strom-Eigenverbrauch? 

Könnt ihr mir eine seriöse Anlaufstelle für eine Beratung empfehlen?

lg

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
13.12.2021  (#13)
Im Winter wo du den meisten Strom für die WPWP [Wärmepumpe] brauchst, liefert die PV gerade am wenigsten Strom.
Da musst du also eine massiv große PV mit 10kWp aufwärts hinhauen, um im Winter die WPWP [Wärmepumpe] auch nur halbwegs abdecken zu können.
Was ja grundsätzlich in Ordnung ist sofern man eine geeignete Dachfläche hat...

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  •  stefan4713
13.12.2021  (#14)

zitat..
dyarne schrieb: die heizkörper sind KEIN kriterium, die vorlauftemperatur, genauer der hub von der quelle zur senke ist es...

kannst du das für DUMMIES umdeutschen? was meinst du damit?

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  •  helyx
  •   Gold-Award
13.12.2021  (#15)
Wenn du eine warme Quelle (Erdwärme oder Grundwasser mit 8°C) hast ist es auf 40°C gleich weit wie eine Luftwärmepumpe von 0°C auf 32°C.
Quelle=Erde/Luft
Senke=Heizkörper bzw. Haus

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  •  dynamite
  •   Gold-Award
14.12.2021  (#16)
Hat jemand Erfahrung ob rein der Wechsel von Gas auf LWP LWP [Luftwärmepumpe] eine Ersparnis bei den monatlichen Kosten bringen würde (bei gleichbleibenden Energieverbrauch und mal abgesehen von den Inveatitionskosten)?

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
15.12.2021  (#17)
Wenn du ein gutes Setting hinkriegst mit akzeptablen Vorlauftemperaturen, dann läuft das mit einer JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] von sagen wir mal 4,5.
Also wäre die Rechnung ca 4500 kWh Strom vs 20000kWh Gas.
Kannst ja im durchblicker.at mal vergleichen. Wartungskosten werden sich nicht so viel nehmen falls man die Wärmepumpe auch jährlich prüfen lässt.

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Hallo MalcolmX, kostenlos und unverbildlich kann man Kredite auf durchblicker.at vergleichen, das hilft auch das Angebot der Hausbank besser einschätzen zu können.
  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
15.12.2021  (#18)
Bei uns im Burgenland wäre der Strom ca 1000€/Jahr und das Gas 1350€.
Also knapper Vorteil für die Wärmepumpe.  Aber wer weiss schon wie sich die Preise entwickeln...

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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
15.12.2021  (#19)
Was noch wegfällt - auch wenns keine Mörder-Summe ist - sind die Kehrgebühren vom Rauchfangkehrer...

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  •  dynamite
  •   Gold-Award
15.12.2021  (#20)
Danke @­MalcolmX  für dei Indikation. 
Da jetzt aber auch eine PV kommt (knapp 10kw im ersten Quartal 2022) würde es natürlich noch mehr Sinn machen.
Kann mir jemand einen Empehlen im Raum Gänserndorf der ein gutes Setting hinbekommt?! Gerne per PN

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  •  jotschi
  •   Bronze-Award
15.12.2021  (#21)
Genau die gleiche Frage stelle ich mir auch...

Rechenbeispiel:
 • Gasverbrauch aktuell 24.000 kWh/a = 170€ monatlich (2.040 € / Jahr) -> Tendenz steigend 🤢
 • Strompreis liegt aktuell zw. 25- und 30 Cent/kWh
 • mögliche JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] bei unserem sanierten Altbau wahrscheinlich nicht über 4?
 • 24.000 kWh / 4 = 6.000 kWh x 0,3€ = 1.800 €/Jahr

Randbedingungen:
 • Gaspreis steigt stärker als Strompreis -> Preisvorteil sollte also größer werden
 • PV Anlage ist auch geplant und würde den Strompreis senken -> Preisvorteil
 • JAZ kann ich nicht beurteilen, da hab ich leider keine Erfahrung was in der Praxis wirklich erreicht wird und wovon das abhängig ist (ist 4 zu hoch angenommen?

Wer wäre hier ein guten Ansprechpartner? Der Installateur ist meiner Meinung nach nicht geeignet um ein Gesamtkonzept zu erstellen.

lg

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