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Aufpreis KNX bei hoher Eigenleistung

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  •  brtl
31.3. - 4.4.2025
48 Antworten | 18 Autoren 48
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50
GuMo!

Hat sich das von euch schon mal jemand durchgerechnet...?

Bei uns sieht es so aus, dass wir leider budgetmäßig sehr genau schauen müssen, was sich ausgeht und was nicht (gut, das Schicksal teilen wir uns vermutlich mit jedem 2. Häuslbauer ;) ). Was definitiv nicht drinnen ist, und - obwohl ich sehr IT-affin bin - auch nicht gewünscht ist, ist eine full-blown KNX-Installation/Hausautomatisierung.

Ich möchte aber, dort wo es Sinn macht, sehrwohl eine flexible und zukunftssichere Installation haben: das sind mal sicher die Raffstores, das sind eventuell Lichter in Küche & Wohn-/Essbereich. Womit ich mich noch nicht beschäftigt habe, es aber vermutlich auch sinnvolle Anwendungsbereiche gibt: rund um PV und WP WP [Wärmepumpe].

Mein erster Ansatz war, das über Shelly-Komponenten zu lösen. Ich komme mit Tasmota bspw. jetzt schon ganz gut klar und könnte mir damit durchaus auch komplexe Lösungen vorstellen.

Eine KNX-Installation ist jedoch vermutlich um einiges zukunftssicherer und stabiler. Die Frage wäre jetzt, um wie viel teurerer sie ist, wenn

- man die Komponenten selbst besorgt (vorausgesetzt der Elektriker spielt mit und bekommt es selbst nicht günstiger)
- man die Busleitungen selbst verlegt und anschließt (das traue ich mir zu)
- die Programmierung selbst übernimmt

Ich gehe ja davon aus, dass die o.g. Tätigkeiten viel Arbeitszeit des Elektrikers bedeuten.

Die Komponenten sind jetzt nicht unbedingt günstig, andererseits brauche ich für die Raffstores ja sowieso Aktoren, andererseits denke ich mir, dass man sich ja auch einige Schalter einsparen kann (durch z.B. Verwendung von 6-Fach Tastern) - ein Wippschalter von Berka für die Raffstores (ohne irgendwelche Steuerung) kostet ja scheinbar auch schon um die 70€?!

Sagt mir auch gerne, wenn ich da komplett am falschen Dampfer bin... 🙃

  •  Akani
2.4.2025  (#41)
Wir haben bei KNX nur die Lichtsteuerung dran, keine Rollo oder Raffstore. 
Ist halt schon genial wenn du Lichtschalter planst und denkst im Nachhinein ach ich würde gern von hier aus doch noch das ein oder andere mehr schalten, mit den Dippschaltern, hab auch MDT, kein Problem. Programiersache. Du kannst nen 4 Fach Schalter nehmen und bis zu 8 Fach belegen.
Ich hoffe erzähl kein Müll, bin auch nur Laie auf dem Gebiet, bei mir machts ein Ellikumpel 

1
  •  MPP33
2.4.2025  (#42)

zitat..
brtl schrieb:

──────..
MPP33 schrieb:

- Lichtkreise 5-polig ziehen & BUS Leitung auch z.B. hinter die Küche.
Mein Fehler: nicht gemacht, in der Küche hätt ich an einem Auslass (hinterm Küchenkastl) gern einen schaltbaren und einen Dauerstromkreis, außerdem hätt ich gern einen kabelgebundenen Bewegungsmelder der jetzt wohl eine Funklösung wird.
- Steckdosenkreise mindestens 5-polig bis in den Hauptverteiler, dann hast du die Option später pro Kreis 2 unterschiedliche Schaltfunktionen umzusetzen.
Mein Fehler: Alles ist 5-polig, nur ein Kreis pro Stock der Bad und Gang beinhaltet ist nur bis zum Bad 5-Polig und am Gang fehlen die Zusatzleitungen.
Ich hätte gerne am Gang Steckdosen mit Nachtlicht, gesteuert über den Bewegungsmelder wie die Treppenbeleuchtung... Müsste ich wieder nachziehen (dafür ist die Not nicht groß genug, Stiegenbeleuchtung macht hell genug am Gang).
───────────────

Danke für die ausführlichen Einblicke und Anregungen!

Magst du die Punkte noch etwas ausführen? :)

Bei einer KNX-Installation hätte ich ja angenommen, dass jede Licht-Leitung zum Verteiler in den Keller geführt wird. Man kann sicher auch, wie du es angeregt hast, auf den Etagen Unterverteiler machen, ich würde das aber tendenziell gerne vermeiden.

Was bringt mir in so einem Fall dann das 5-polige Kabel?

Bei den Steckdosen verstehe ich es ja, denke ich... man lässt zwei Leiter frei, damit man diese später eventuell schaltbar macht und einzelne Steckdosen darauf umhängt, 

Die Klemmkästen haben den Vorteil, dass du mit weniger Leitungen in den Keller musst. Konkret ist das bei mir wenn ich mich richtig erinner ein einziges dickes Leerrohr für Licht, eins für Raffstore.
Von dort aus geht nur ein vielpoliges Kabel in den Keller.
Neutralleiter und Erdung brauchst du nur 1x (pro Sicherungskreis).

Klar kann man alle einzeln ziehen, dann kämpfst du halt mit einem Schlangenmonster.
Ggf. hats auch Vorteile alle einzeln zu ziehen, Stichwort Dimmer. Bei mir waren sich die Elektriker aber alle einig mit ein Klemmkasten pro Stock für Licht und Raffstore.
Ist auch nicht so schlecht falls mal was nachzuziehen wäre - eine Leitung von Keller bis OG bekommst später nur noch schwer eingezogen.

Licht mindestens 4-polig hat den Vorteil, dass du bei Bedarf eine geschaltete und eine ungeschaltete Leitung machen kannst oder mit 2-polig noch irgendeinen Steuerkreis.

Ich hab konkret 2 Stellen wo mir das abgeht.
1) Küche (Beleuchtung unter Hängeschränken), dort ist ein einfacher Lichtauslass. Ich stell mir da vor das über einen Näherungssensor zu schalten, will es aber an sich auch über das System schalten. Da mir dort leider die Bus Leitung fehlt kann ich den Näherungsschalter nicht übers System umsetzen. Schalte ich lokal sieht das System nicht ob Licht ein oder aus, schalte ich über den Aktor im Hauptverteiler ist der Näherungssensor tot.
Ich hätte viel mehr Freiheiten wenn ich 2 Kreise dort hätte.

Ähnlich verhält es sich beim OG Bad Soiegelschrank. Dort hatte ich 5-polig gefordert, aber übersehen, dass die Elektriker nur 3 gemacht haben. Somit ist der auch nur lokal bedienbar. Klar kann ich ihn auch über einen Aktor ausschalten, dann geht aber lokal am Spiegel nicht mehr schalten...

Hinsichtlich Vorteil Free@Home - es gib einen gut gefüllten Gebrauchtmarkt wo das an sich gut funktionierende (ist ja KNX Hardware...) günstig zu bekommen ist.
Bei Neubeschaffung hätt ich wohl auch gleich auf KNX gesetzt. Sehe derzeit aber keinen Grund zur Umrüstung.


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  •  TobiK
2.4.2025 11:08  (#43)

zitat..
MPP33 schrieb:

Die Klemmkästen haben den Vorteil, dass du mit weniger Leitungen in den Keller musst. Konkret ist das bei mir wenn ich mich richtig erinner ein einziges dickes Leerrohr für Licht, eins für Raffstore.
Von dort aus geht nur ein vielpoliges Kabel in den Keller.
Neutralleiter und Erdung brauchst du nur 1x (pro Sicherungskreis).

Klar kann man alle einzeln ziehen, dann kämpfst du halt mit einem Schlangenmonster.
Ggf. hats auch Vorteile alle einzeln zu ziehen, Stichwort Dimmer. Bei mir waren sich die Elektriker aber alle einig mit ein Klemmkasten pro Stock für Licht und Raffstore.
Ist auch nicht so schlecht falls mal was nachzuziehen wäre - eine Leitung von Keller bis OG bekommst später nur noch schwer eingezogen.

Licht mindestens 4-polig hat den Vorteil, dass du bei Bedarf eine geschaltete und eine ungeschaltete Leitung machen kannst oder mit 2-polig noch irgendeinen Steuerkreis.

D.h. Klemmkasten = einfach ein Verteiler, in dem du auf 5x1.5 klemmst und von dort zur Hauptverteilung gehst? Oder gar 7x1.5? 
Wäre da prinzipiell nicht je etage eine kleine UV sinnvoll, in der man die Aktoren unterbringt? Da ist eben die Frage, ob das aus Kostensicht Sinn macht vs. alles im Zweifelsfall 2 Etagen in den Keller zu ziehen und von dort zu verteilen.

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
2.4.2025 12:29  (#44)
Ich habe alles in den Keller gezogen, jede Steckdose (3x1(2),5/5x1(2),5), jedes Licht (5x1,5), alle Rolläden, alle Fenster/Türkontakte, eine Busleitung pro Geschoss und eine zusätzliche für Aussen. Im Keller dann alles auf Reihenklemmen aufgelegt.

Durch dieses Vorgehen hab ich alles selbst machen können (planen, Kabel legen und Teile kaufen), nur den Verteiler hat mir mein Eli gebaut.

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Hallo brtl,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Aufpreis KNX bei hoher Eigenleistung

  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
3.4.2025 15:07  (#45)

zitat..
sir0x schrieb: Ich habe alles in den Keller gezogen, jede Steckdose (3x1(2),5/5x1(2),5), jedes Licht (5x1,5),

Da kommt dann natürlich jede Menge an Leitungen zusammen. Ich habe hingegen den Minimalweg gewählt: pro Raum (ausgenommen Küche, Technik etc.) eine 5x2,5 Leitung, so dass zwei Kreise schaltbar werden. Licht konsequent per Dali, und damit ein Kreis pro Geschoss. Ohne DALI kommen hier ja auch Unmengen an Leitungen zusammen, falls man eine zeitgemäße Beleuchtung umsetzt.

Generell zum Licht: Hier würde ich dringend dazu raten alle Lichtauslässe dimmbar auszuführen bzw. zumindest die Möglichkeit vorzusehen.

Und vielleicht noch zu DALI: dies konsequent (dezentral) umzusetzen reduziert den Verkabelungsaufwand enorm, sowohl bei den Leitungen als auch im Verteiler. Weiter erlaubt es eine maximale Flexibilität bei der Auswahl der Beleuchtung: Ich habe neben Spots mit Osram Treiber, Leuchten mit integriertem DALI auch 230V Leuchten mit Phasendimmer, 230V Leuchten an günstigem DALI Schaltaktor sowie in Garage und Technik 60x60er Panele mit DALI (für 15 EUR bei ebay) im Einsatz. 


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  •  MPP33
3.4.2025 16:01  (#46)

zitat..
TobiK schrieb:

──────..
MPP33 schrieb:

Die Klemmkästen haben den Vorteil, dass du mit weniger Leitungen in den Keller musst. Konkret ist das bei mir wenn ich mich richtig erinner ein einziges dickes Leerrohr für Licht, eins für Raffstore.
Von dort aus geht nur ein vielpoliges Kabel in den Keller.
Neutralleiter und Erdung brauchst du nur 1x (pro Sicherungskreis).

Klar kann man alle einzeln ziehen, dann kämpfst du halt mit einem Schlangenmonster.
Ggf. hats auch Vorteile alle einzeln zu ziehen, Stichwort Dimmer. Bei mir waren sich die Elektriker aber alle einig mit ein Klemmkasten pro Stock für Licht und Raffstore.
Ist auch nicht so schlecht falls mal was nachzuziehen wäre - eine Leitung von Keller bis OG bekommst später nur noch schwer eingezogen.

Licht mindestens 4-polig hat den Vorteil, dass du bei Bedarf eine geschaltete und eine ungeschaltete Leitung machen kannst oder mit 2-polig noch irgendeinen Steuerkreis.
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D.h. Klemmkasten = einfach ein Verteiler, in dem du auf 5x1.5 klemmst und von dort zur Hauptverteilung gehst? Oder gar 7x1.5? 
Wäre da prinzipiell nicht je etage eine kleine UV sinnvoll, in der man die Aktoren unterbringt? Da ist eben die Frage, ob das aus Kostensicht Sinn macht vs. alles im Zweifelsfall 2 Etagen in den Keller zu ziehen und von dort zu verteilen.

Unterverteiler im OG mit Aktoren drinnen wurde mir von einem Elektriker anfangs auch vorgeschlagen und fast umgesetzt.
Abgesehen davon, dass ich das hässliche Ding jetzt bereuen würde wär ich auch angepisst von der Klickerei der Aktoren.
Ich bin froh, dass mir der final gewählte Elektriker dann einen schön großen Kasten im Keller empfohlen hat. Der ist derzeit ~60% genutzt, mehr als genug Platz für kommende Ideen.

In den Klemmkasten kommen alle Leitungen von den Lichtauslässen (3x1,5). Pro Lichtauslass wird 1x L in den Schaltschrank geführt. 
N und PE werden nur 1x in den Hauptverteiler geführt.

Glaub 11 Lichtauslässe haben wir beispielhaft m OG (davon ein paar Spot Dosen die nur eine gemeinsame Zuleitung haben), damit brauchts in den Keller nur eine 13x1,5mm² Leitung (statt 33 Leitungen).

Ob man die 5 Leitungen zum Licht braucht? Keine Ahnung was die Zukunft bringt...
Ich weiß nur, dass die 2 bei mir wo ich es gerne hätte NICHT in den Klemmkasten gehen sondern direkt in den Keller gezogen sind (da es Wandauslässe sind).
Dort geht auch nachziehen kaum noch.
Im OG hab ich dem Elektriker aufgetragen die vergessenen Leitungen einzuziehen - sie habens nicht geschafft.

Im Nachhinein würde ich viel anders machen. Ich hab mir selber einige Gedanken gemacht, aber gewisse Themen auch dem Profi überlassen.
Der Profi plant aber mit minimalem Material und Arbeitsaufwand - und nur so, dass es wie geplant funktioniert.
Ob man später noch was ändern kann wird komplett ignoriert.

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  •  brtl
3.4.2025 21:05  (#47)

zitat..
sir0x schrieb:

Ich habe alles in den Keller gezogen, jede Steckdose (3x1(2),5/5x1(2),5), jedes Licht (5x1,5), alle Rolläden, alle Fenster/Türkontakte, eine Busleitung pro Geschoss und eine zusätzliche für Aussen. Im Keller dann alles auf Reihenklemmen aufgelegt.

Durch dieses Vorgehen hab ich alles selbst machen können (planen, Kabel legen und Teile kaufen), nur den Verteiler hat mir mein Eli gebaut.

Hast du eventuell Bilder von der Rohinstallation? Oder jemand mit einer vergleichbaren Lösung? Ist jetzt nicht wichtig, aber mich würde es nur interessieren, v.a. wie das alles in den Keller geführt wird.


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  •  GKap
  •   Silber-Award
4.4.2025 8:03  (#48)

zitat..
luxmoo schrieb: DALI: .... dies konsequent .... umzusetzen reduziert den Verkabelungsaufwand enorm, sowohl bei den Leitungen als auch im Verteiler. Weiter erlaubt es eine maximale Flexibilität bei der Auswahl der Beleuchtung: Ich habe neben Spots mit Osram Treiber, Leuchten mit integriertem DALI auch 230V Leuchten mit Phasendimmer, 230V Leuchten an günstigem DALI Schaltaktor sowie in Garage und Technik 60x60er Panele mit DALI (für 15 EUR bei ebay) im Einsatz.

Genau so macht man das! Und noch ein Argument, was dem Nicht-Techniker meist verborgen bleibt: Mischen von DALI und nicht-DALI bedeutet mehr Programmieraufwand und macht die Programmierung unübersichtlicher!

zitat..
MPP33 schrieb: Der Profi plant aber mit minimalem Material und Arbeitsaufwand - und nur so, dass es wie geplant funktioniert.
Ob man später noch was ändern kann wird komplett ignoriert.

Dem muss ich heftig widersprechen! Ich versuche, so weit wie möglich alle Eventualitäten zu berücksichtigen, mit dem Hinweis, was nicht ausgeführt werden soll, sollte wenigstens vorbereitet werden - aber während der Ausführung hat dann der Bauherr oft den großen Rotstift in der Hand....

Gruß
GKap


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