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Klasse! Vielen Dank fürs Teilen. Spannend zu sehen, dass und wie es auch nachträglich geht, eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] sinnvoll zu verbauen in einem Neubau. Kurze Frage: Habt ihr geplant, über die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] auch zu kühlen, also sie mit der Sole-Anlage (falls vorhanden) zu verknüpfen? |
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Gerne doch. Da es zu dem Thema vergleichsweise eher wenig Infos hier gibt war es mir ein Bedürfnis die Nachrüstung vorzustellen. Nein Kühlung ist keine geplant. Wir leben auf 900m Seehöhe im Mühlviertel. Zwar werden auch in unseren Breiten die warmen Tage immer mehr, aber noch lässt es sich ohne Kühlung leben. |
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Danke für den Bericht, ich stimme Dir zu dass er sehr wichtig ist für all diejenigen, die darüber nachdenken und vielleicht befürchtet haben dass es nicht geht bzw. ausartet. Magst Du auch was zu den sozialen Komponenten des Umbaus sagen ? Wie habt Ihr Euch dem Thema angenähert ? Wie war es während der Umbauphase ? Insbesondere die Kernbohrungen (nass oder trocken ?) dürften für Staub gesorgt haben. Wie viel Nacharbeiten an Wänden waren nötig ? |
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Die Hingabe ist für mich beeindruckend; ich bin aber mir nicht sicher, ob für mich die Vorteile in diesem Fall die (optischen) Nachteile (abgehängte Decke auf 2,36, sichtbare Rohre, "Umhängen" der Lampen z.B. im Stiegenhaus) kompensiert hätten. |
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Nachdem wir uns darauf geeinigt haben eine Lüftung nachzurüsten haben wir einige Varianten durchgespielt: Mit dezentralen Lüftungsgeräten konnten wir uns nicht anfreunden. Zu groß, zu laut, viele Kernbohrungen durch die Außenwand. Nach einiger Recherche führte unser Weg zum nächstgelegenen Lüftungsverkäufer welcher uns ein Angebot für eine zentrale KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] (Hoval) gemacht hat. Die Leitungsverteilung erfolgte laut ihm mittels flexibler Schläuche (DN75). Die Ausführung scheiterte schon am Plan da wir im Gegensatz zu den Wickelfalzrohren stellenweise doppelt so viele Leitungen hätten verlegen müssen um genügend Luft in die Räume zu bringen. Dann noch die Geräuschproblematik und es wäre die Verteilung am Dachboden geplant und nur in Verbindung mit vielen Kernbohrungen durch die Betondecken möglich gewesen. Diese Baustelle war uns zu groß. Wir haben danach die Nachrüstung erstmal auf Eis gelegt. Ich habe mir von Bosch eine Staubabsaugung (GDE 162) gekauft. Mit dieser konnte ich die Staubentwicklung gewaltig reduzieren. Die Kernbohrungen waren für mich Bürohengst körperlich sehr anstrengend. Ich arbeitete mit meinem 0815 Baustellenbohrhammer ohne Führung nur nach Augenmaß. Da fast alle Bohrungen in Deckennähe sind musste ich Überkopf arbeiten. Das ging in die Arme. Bei der ersten Bohrung durch die tragende Wand kam ich schief und hier war auch die größte Ausbesserung notwendig. Die stylischen quadratischen Weitwurfblenden (Blech, Eigenkreation von Leitwolf glaube ich) decken zum Glück viel ab (siehe Fotos oben). Danke. Wir konnten uns auch anfangs nicht damit abfinden. Irgendwann mussten wir einsehen dass es ohne Kompromisse wie Abhängung, und dgl. nicht möglich sein wird. Schließlich hat der Wunsch nach der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] die optischen Nachteile übertrumpft. |
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Hallo Landei, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Nachrüstung KWL Erfahrungsbericht |
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Danke für den Bericht. Auch ich denke schon über eine Nachrüstung nach. Mich würden trotzdem die Kosten interessieren, gern auch nur eine Größenordnung (5k, 15k oder noch mehr?). |
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@Landei Danke für den Bericht und die super Vorarbeiten! Wir haben schon mehrere Nachrüstungen im Neubau durchgeführt. Teilweise auch nur das OG mit Anbindung einzelner Räume im EG. Selbstverständlich wäre es baulich und kostentechnisch besser, das von allem Anfang an einzuplanen und umzusetzen. Leider wird den Leuten die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] oftmals schlecht geredet, das Thema überhaupt negiert oder als unnötiger Luxus abgetan. Viele kommen erst bei der Nutzung drauf, dass sie falsch beraten wurden oder dass bei Ihnen falsche Vorstellungen geweckt wurden ("atmende Wände", Lehmputze, "Holzhäuser brauchen keine Lüftung"). Diese Professionisten wohnen meist selbst in undichten, unsanierten Häusern und gehen von der eigenen Wohnsituation aus, oder sie handeln vorsätzlich, um mehr Anteil am Baubudget abgreifen zu können. Manche Architekten haben sich bereits gegen die Lüftung eingeschworen. Sie lieben unsichtbare Lösungen in der Haustechnik, kleinste Technikräume, Fensterlüftung wird romantisiert und als Low Tech Lösung hoch beschworen. Selbst wohnen sie in Lofts, großzügigen Altbauwohnungen mit viel 3,5m hohen Räumen, mit undichten Kastenfenstern oder großzügig verglasten, vollklimatisierten und belüfteten Villas am Rande der Stadt. Ich höre auch oft: In der Sanierung geht nur mehr dezentral, oder Einzelraumlüftung. Der bauliche Aufwand ist dabei meist größer und die Kosten keinesfalls niedriger, wenn die gleiche Anzahl an Räumen versorgt wird. Einen entscheidenden Nachteil haben Einzelraumlösungen praktisch immer: sie sind für Schlafräume, d. h. die wichtigsten Räume nur für den Schimmelschutz, aber nicht für die Hygienelüftung geeignet, da sie beim Schlafen aufgrund des Schalls nicht mit ausreichendem Volumenstrom betrieben werden können. Unsere Eltern und unsere Großeltern haben in wesentlich besserer Raumluftqualität gewohnt, als die Generation ab ca. 1990. Von da an wurden höhere Anforderungen an die Gebäudedichtheit und Energieeffizienz gelegt. Nahezu jeder hat einen Raumthermometer zu Hause, nur die Hälfte einen Hygrometer und kaum jemand einen CO2 oder VOC Sensor. Aufgrund der menschlichen Sensorik sollte es eigentlich genau umgekehrt sein. Apropos Kosten: die Lüftungsanlage (ohne Selbstkosten, bauliche Kosten) von @Landei hat brutto 13.830 (inkl. Mwst. abzüglich Skonto) gekostet. Man muss dazu sagen, dass das wirklich eine Top-Anlage ist inkl. 2 Filterboxen, hervorragende Schalldämpfung, hochwertige Ventile, Pichler Lüftungsgerät LG350 mit Enthalpietauscher und natürlich wie immer sauber eingebaut und verarbeitet. 5 |
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Zu den KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Kosten kommt noch dazu: Kosten für 2 Kernbohrungen ins Freie (Ø22cm 52cm lang, € 530,-) 3 Diamantbohrkronen (€ 231,-) Gitter für Küchenblende (€ 18,-) Trockenbauelemente (Aluprofile und Gipskartonplatten, Schrauben, Spachtelmasse, Farbe). Für Letzteres haben wir eine gute Quelle und deshalb werden hier für uns keine Unsummen mehr zusammenkommen. Den Handwerkerbonus habe ich auch schon beantragt. Dieser beträgt 376,- |
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KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] im Altbau zu installieren (Gesamtkosten inkl Bohrkronen von Ama.on <4K). Wir hatten uns entschlossen, die Verrohrung großteils nicht am Gang zu machen, sondern in den (Neben-)Räumen am Plafond jeweils oberhalb der Tür, da man da fast nie raufschaut. Besuchern ist auch noch nicht aufgefallen, dass es eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] gibt, obwohl die Rohre meist nicht verkleidet sind (großteils wurde Flachkanal äquivalent zu 150er Rundrohr verwendet). Bsp Zuleitung zur Küche durchs Badzimmer: Eine Querung am Gang wurde mit Rigips-Platten verkleidet (Handy wurde leider schief gehalten, ist in echt alles gerade): Hatte es in meinem Neubau auch ähnlich gemacht. Da der Grundriss vom Haus schon im Hinblick auf die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] geplant wurde, gibt es insgesamt nur 4 Meter sichtbare Rohre (außer im Keller), die bis jetzt auch noch niemandem aufgefallen sind, obwohl wir oft Gäste haben... |
Hab kürzlich bei einem Verwandten mitgeholfen eine DIY||
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@Gast-Karl kannst du einen Verlegeplan hier reinstellen und ein paar Details zu den Komponenten, dass man sich vorstellen kann, wie das System aussieht. |
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Der Verlegeplan existiert leider nur in meinem Kopf, da ich alles selbst gebaut habe. Im Technikraum (Keller) steht die Zehnder 350. Frisch- u. Fortluftrohre (max 1 m lang) gehen direkt über RDS raus, wobei die Frischluft über ein ~10m langes 250er Rohr (in der Baugrube verlegt) angesaugt wird, was Temperaturspitzen schön ausgleicht und ein Vorheizregister unnötig macht. Zu- u. Abluft werden über 160/150 Spiro T-Stücke in einen Kreis für den Keller und nach oben über den gleich daneben liegenden Technikschacht ins EG u. OG aufgeteilt. Der Keller ist so geplant, dass über Mehrfachnutzung der Zuluft der ganze Keller durchströmt wird. Abluft erfolgt hier über ein 150er Tellerventil in der neben dem Technikraum angeordneten Dusche. Das EG ist offen geplant, sodass nur eine 150er Abluft an einem Ende der L-förmigen Küche (hinter den verkleideten Oberschränken verlegt), und eine Zuluft am anderen Ende nötig sind. Im ebenfalls am Technikschacht angeschlossenen WC erfolgt eine Absaugung direkt aus der Muschel über ein 50er Polokal-Rohr (auch im OG). Im OG wird die Abluft im ebenfalls am Technikschacht liegenden Badezimmer über ein 150er Ventil entsorgt, während die Schlafräume über 220x90 Flachkanäle mit Zuluft versorgt werden. Im ersten Raum habe ich noch einen kleinen selbstgebauten Schalldämpfer (Holzkasten mit Schalldämmmatten ausgekleidet) verbaut, was wahrscheinlich unnötig war, da ich via Elektroklappen die Zuluft in der Nacht nur ins OG leite, und so die Zehnder max 100 m³/h für 4 Personen liefern muss, was völlig ausreicht (hab einen CO2 Sensor zu Kontrolle). Zuluft im Schrankraum bzw hinterm Kasten reduziert auch die Geräusche auf Null... Die Spirorohre im EG u. Keller habe ich mit öffenbaren Kabelbindern am Plafond aufgehängt (um Geräteresonanzen nicht zu übertragen) und die Flachkanäle sind direkt am Plafond angeschraubt (siehe Foto oben). Durch geschickte Anordnung der Rohre war bei mir, wie auch im Altbau meines Verwandten kein Verteilerkasten notwendig. Die Zehnder läuft meist mit 10 bis 12W, was für 180qm versorgte Fläche ein super Wert ist. Vor Corona war der Invest ~3K€... In den letzten Jahren sind aufgrund meines super Raumklimas schon einige Freunde und Verwandte auf den Geschmack gekommen. Haben je nach Bedarf unterschiedliche Geräte installiert (bei hohem Luftbedarf: Pichler 350, bei geringem auch Maico, bzw bei kleinem Budget Brookvent Aircycle). 1 |
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@Gast-Karl das hört sich sehr interessant an. Hast du dann keinerlei Telefonieschalldämpfer benötigt? Geräteschalldämpfer hast du auch nicht benötigt? Zur Spirorohr-Verlegung habe ich auch noch eine Frage. Wie verteilst du diese, einfach per Y-Stücke? Das würde meine Verteilung erheblich vereinfachen, da die Schalldämpfer nur schwer unterzubekommen sind. |
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@Pascal95: Ich habe weder Geräte noch Telefonieschalldämpfer montiert, aber mir die Option dafür offen gelassen. Da aber bis 120 m³/h (was für 5 Personen ausreicht) nichts zu hören ist, gehen sie auch nicht ab. Hängt aber auch mit der Anordnung der Auslässe zusammen, bzw auch, dass die Schlafräume am weitesten vom Gerät entfernt sind. Im Keller beim Hobbyraum (neben dem Technikraum, wo das Gerät steht) hört man ein geringes Rauschen, aber da stört es nicht. Bei den Spirorohren habe ich großteils T-Stücke für die Verteilung, Y nur bei den WCs. Y hätte bei mir mehr Platz benötigt als T-Stücke. |
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Alles klar, danke. Vllt sollte ich das auch erst versuchen, bevor ich alles recht kompliziert mit Schalldämpfern aufbaue. |
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Wie ist denn der Druckverlust von T-Stücken im Vergleich mit Y-Stücken? Ist das signifikant, wenn die Leitungen halbwegs groß dimensioniert sind, oder eh wurscht? |
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