« Offtopic  |

Tesla und Elon Musk

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen (Beta)
 1  2 ... 3  4  5  6  7 ... 8 ... 16  17  18 
  •  energiesparhaus
  •   Dieses Logo kennzeichnet einen Beitrag des energiesparhaus.at-Teams
24.2. - 5.4.2025
342 Antworten | 51 Autoren 342
342
Nachdem sich in den verschiedenen Autothreads die Diskussion immer wieder in Richtung der Aktivitäten von Elon Musk verschiebt und die Threads damit immer wieder OT OT [Off Topic] werden, verlegen wir diese Diskussion hierher. 
Heißt: In den E-Mobilitätsthreads gerne über Tesla als Fahrzeug diskutieren, und hier über Tesla in Bezug auf Elon Musk und seine Aktivitäten. 

  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
1.3.2025  (#101)
jap, geht nach 3 Beträgen schon nicht mehr gut aus.
Was mich aber auch geärgert hat, ist, dass anfangs nur überall kurze Video Schnipseln zu sehen waren. Das ungeschnittene Video war erstmal schwer zu finden (OK, mittlerweile gehts) zB:
https://www.youtube.com/live/WI7hVUy20qQ?si=3666Kjs0Qz5ttHxh


1
  •  Zypern
  •   Bronze-Award
1.3.2025  (#102)
Mein Gott schaut doch auf X. Da ist die ganze Timeline voll mit den Videos.

1
  •  thohem
1.3.2025  (#103)

zitat..
FranzGrande schrieb:

──────..
Muehl4tler schrieb: Vielleicht mal das Original Video ansehen und nicht die geschnittene TikTok Version der Russen 😉
───────────────

Verstört das niemanden, wie z.B. hier "Zypern" einfach Fake News verbreitet? (Ich meine, wie gering ist die Medienkompetenz, dass die Menschen irgendeinen Videoschnipsel in den sozialen Medien als "echt" begreifen).

Verstörend, aber nicht verwunderlich. Manche Menschen sind halt in ihrer Bubble gefangen und können/wollen auch gar nicht raus. Da besteht gar kein Interesse an "über den Tellerrand sehen" , da gibt's nur Schwarz/Weiß und meine Meinung ist die Beste. Siehe seine Bitcoin Kommentare 


zitat..
Miike schrieb: Das ist eine mutige These. 

Nadann erkläre es uns. Du verlangst immer, dass dir geantwortet wird, bist aber bei deinen Antworten einsilbig. Ist mühsam zu diskutieren mit dir, recht interessiert wirkt das ganze nicht von deiner Seite.




1
  •  Rapiatler
  •   Bronze-Award
1.3.2025  (#104)

zitat..
Miike schrieb: Ich bin für den Deal und bin schon lange für ein sofortiges Ende des Krieges.

Was bringt ein Deal mit einem Diktator der ein großes Heer bereit stehen und das eigene Land auf Kriegswirtschaft umgestellt hat?
Die Ukrainie soll Land hergeben und gleichzeitig noch ein Vermögen an Rohstoffen an die USA liefern?
In der Zwischenzeit wird Putin sich überlegen, ob Estland, Moldawien, Litauen, Lettland oder gar Polen am verlockensden erscheinen. Gibt ja danach wieder einen Deal.
Wer an Deals mit Diktatoren glaubt, soll mal nachlesen, welche Versprechungen Deutschland ab 1933 gemacht hat. Auch die Taktik "wir fordern so viel, dass sie niemals zustimmen können" ist altbekannt und wurde damals eingesetzt. 
Das einzige was zählt, ist Stärke. Trump hat leider gezeigt, dass er nicht stark ist. Biden hatte angekündigt, beim Einsatz von atomaren Sprengköpfen wird die gesamte russische Schwarzmeerflotte versenkt. Was würde nun passieren?
Eine Ausweitung des Konflikts kann nun relativ rasch passieren. Die nächsten 4 Jahre kann Putin anacheinend machen, was er will.


1
  •  FranzGrande
  •   Bronze-Award
2.3.2025  (#105)

zitat..
rabaum schrieb:

Sehe das wie @Gemeinderat.

Ein weiterer Versuch, eine politische Diskussion zuzulassen, unter welchem Label auch immer, ist gescheitert. Es endet im Grunde immer gleich.

Dem Forum wird mit solchen Threads kein besonderer Gefallen getan, wie ich finde.

Ich verstehe das nicht ganz. Das ist ein Thread; wer nicht will, beteiligt sich nicht. Ich finde es im Gegenzug ganz interessant, welche politischen Positionen hier mancher vertritt. Ist auch in Hinblick auf die Wahlergebnisse ganz erhellend. Sonst bewege ich mich ja meistens in meiner eigenen Blase und kann schwer nachvollziehen, wie Menschen zu ihren Meinungen kommen. Dass bei den aktuellen geopolitischen Umwälzungen ein gewisser Gesprächsbedarf besteht, kann ich hingegegen gut nachvollziehen.




1
  •  rabaum
  •   Gold-Award
2.3.2025  (#106)

zitat..
Rapiatler schrieb: Das einzige was zählt, ist Stärke.

Ja, aber da wären wir wieder beim Thema der nuklearen Abschreckung. Die Angst vor der völligen eigenen Vernichtung hindert dann doch so manchen Machthaber. Nur was gibt es dazwischen?

Mich würde wirklich interessieren, was die mit Realismus betrachteten Optionen sind, wenn man die eigenen Wertevorstellungen "das darf nicht sein und wir müssen aber..." beiseite lässt.

Europa ist politisch, wirtschaftlich, militärisch nicht stark genug, dass wir das Thema entscheidend beeinflussen könnten. Militärisch vielleicht noch am ehesten, aber wir wollen eigentlich nicht und wollen es uns auch nicht leisten im Angesicht der maroden Wirtschaft.

Wir wählten wieder mal den scheinheiligen Weg. Wir liefern ein paar Waffen, gerade so viel, dass es nicht lächerlich und provokativ für die Ukraine ist, aber gerade so wenig, damit es für Russland nicht gefährlich wird. Mit ein paar Waffensystemen könnten wir denen schon einheizen, aber dann würden wir da mitreingezogen werden. Das will aber niemand. Was bleibt sind leere Floskeln wie "mit aller Entschlossenheit einschreiten".

Fazit: Milliarden versenkt, unzählige Leben ausgelöscht, am Ausgang des Kriegs hat es bisher keine wesentliche Rolle gespielt. Was wären realpolitische Optionen?


1
  •  Thuata
  •   Bronze-Award
2.3.2025  (#107)

zitat..
Zypern schrieb:

Und wer es nicht schon erraten hat: ich bin voll auf Linie Trump und Elon. Ich freue mich, dass es die Linke in den USA zerlegt hat und hoffe inständig, dass dieser Wahnsinn auch hier bald beendet wird. In Ö habt ihr euch ja die superste aller Regierungen komplett konträr zum Wählerwillen geangelt, das Tal der Tränen war wohl noch nicht tief genug. Ich freue mich jeden Tag, dass ich nimmer dafür bezahlen muss.

Na dann würd ich vorschlagen, dass du dir schnellstmöglich einen Tesla besorgst. Kann man ja seine Unterstützung zeigen auf die Art und Weise. Und hilft auch gegen den Klimawandel (wobei der ja eine Erfindung der Fakenews ist also was weiß ich schon)


1
  •  FranzGrande
  •   Bronze-Award
2.3.2025  (#108)

zitat..
rabaum schrieb: Ja, aber da wären wir wieder beim Thema der nuklearen Abschreckung. Die Angst vor der völligen eigenen Vernichtung hindert dann doch so manchen Machthaber. Nur was gibt es dazwischen?

Mich würde wirklich interessieren, was die mit Realismus betrachteten Optionen sind, wenn man die eigenen Wertevorstellungen "das darf nicht sein und wir müssen aber..." beiseite lässt.

Fazit: Milliarden versenkt, unzählige Leben ausgelöscht, am Ausgang des Kriegs hat es bisher keine wesentliche Rolle gespielt. Was wären realpolitische Optionen?

Die Lösung liegt seit Trump am Tisch: Waffenstillstand und Einfrieren des Konflikts an den derzeitigen Grenzen, überwacht von westlichen oder UN-Friedenstruppen und mit Sicherheitsgarantien der Westmächte. Mit einer demokratischen Präsidentin wären die Optionen andere, aber dem muss man sich jetzt stellen, dass mittelfristig die USA nicht mehr viel in der Ukraine investieren werden und dass die Europäer alleine das nicht tragen werden können.  Den Fatalismus teile ich nicht. Die Ukraine hat sich aus einer aussichtslosen Perspektive die Möglichkeit ihrer Unabhängigkeit bewahrt, die Russen haben sich eine blutige Nase geholt. Dass die Sicherheitsordnung der Nachkriegszeit (NATO, UN) in Trümmern liegt, ist Trumps Verdienst. Es wird uns alle ärmer machen, aber man muss seine Optionen den Gegebenheiten anpassen. 




1
  •  Muehl4tler
  •   Bronze-Award
2.3.2025  (#109)

zitat..
FranzGrande schrieb: die Russen haben sich eine blutige Nase geholt.

und dabei massive Landgewinne erzielt. 
Das Einfrieren des Konflikts wäre ein Sieg Russlands. 


1
  •  Rapiatler
  •   Bronze-Award
2.3.2025  (#110)

zitat..
rabaum schrieb: Nur was gibt es dazwischen?

Aus meiner Sicht gibt es leider nichts mehr dazwischen.
Entweder auf einen Deal mit Russland vertrauen, wie auch immer der aussieht.
Oder versuchen, geeint aufzutreten und gezielt die Grenzen Europas (zumindest die aktuelle Frontlinie) zu halten.
Man muss natürlich massive Aufklärungsarbeit leisten, es sollte jedem klar gemacht werden, dass der Angreifer schuld am Krieg trägt und nicht das oder die Länder, die sich verteidigen. Selbst wenn Russland danach wieder mit atomaren Waffen droht oder diese gar einsetzt, liegt die Schuld einzig und allein bei Russland und nicht bei den woken Linken oder sonst wen. Aber Menschen wie Zypern noch zu erreichen, stell ich mir richtig schwer vor.
Russland alleine hat die Karten zur Beendigung des Krieges in der Hand!

Mir egal, was uns die Unterstützung in den nächsten Jahren kostet, hauptsache Vorarlberg bleibt näher an Wien als Russland.


1
  •  tomsl
  •   Bronze-Award
2.3.2025  (#111)

zitat..
Rapiatler schrieb: Man muss natürlich massive Aufklärungsarbeit leisten, es sollte jedem klar gemacht werden, dass der Angreifer schuld am Krieg trägt und nicht das oder die Länder, die sich verteidigen. Selbst wenn Russland danach wieder mit atomaren Waffen droht oder diese gar einsetzt, liegt die Schuld einzig und allein bei Russland und nicht bei den woken Linken oder sonst wen.

Es ist ja echt traurig, dass du damit Recht hast.

Die Ukraine wird als Kriegstreiberin dargestellt, die sich weigert den Krieg zu beenden.

Dass Putin den Krieg schnell beenden könnte, indem er seine Truppen einfach wieder abzieht ist namlich keine Option, weil... ja warum eigentlich nicht?

Aber, und da kommen wir wieder zu Musk, das ist halt das Resultat wenn der größtmögliche Bullshit ungefiltert verbreiten werden kann. Es gibt genug Deppen, die das dann glauben. Umso wichtiger ist kritischer Journalismus, der aber genau das Ziel von faschistoiden Figuren ist. Ungarn sollte ein warnendes Beispiel sein.

1
  •  Thunderx1609
  •   Bronze-Award
4.3.2025  (#112)
Normalerweise bin ich eher Leser wie Schreiber in diesem Forum. Bin auch ein Freund von verschiedenen Meinungen, damit wächst auch der eigene Horizont bzw. versteht man auch die Sicht anderer.
Hier jedoch kommen Meinungen bzw. Ansichten auf, die kann ich einfach nicht glauben.
Was da gerade mit Trump abgeht bezüglich Ukraine ist für mich einfach unfassbar!

Jeder Hausbesitzer von uns sollte sich folgendes Szenario vorstellen:
Morgen kommt der Nachbar und sagt er will nicht mehr dass du hier wohnst. Du hingegen willst natürlich "dein Heim" nicht aufgeben. Somit fängt er einfach an sich an deinem Grundstück zu vergreifen. Und weil du körperlich der Schwächer bist, sollst du dann einfach deine "Gebietsverluste" hinnehmen und froh sein, dass du doch noch auf zumindest einem Teil deines Grundstückes leben darfst.
Jeder von uns würde sofort nach Rechtstattlichkeit schreien. (darüber sollten die Befürworter einmal nachdenken)
Global gesehen wäre das die internationale Staatengemeinschaft. Diese müsste einfach stärker auftreten, ansonsten wird sich die Geschichte wiederholen.

1
  •  rabaum
  •   Gold-Award
4.3.2025  (#113)

zitat..
Thunderx1609 schrieb: Jeder Hausbesitzer von uns sollte sich folgendes Szenario vorstellen:

zitat..
Thunderx1609 schrieb: Rechtstattlichkeit

Ein Rechtsstaat funktioniert nur dann, wenn sich der überwiegende Großteil daran hält. Würden  die Hälfte der Österreicher Grundstücke besetzen, wie es ihnen passt, wird das Verweisen auf ABGB und StGB nichts mehr nützen. Da bist du dann in der Anarchie inkl. Recht des Stärkeren. 

Nun haben wir international einen Wahnsinnigen mit Atomwaffen, der sich eben nicht an die Rechtsstaatlichkeit hält. Internationale aber leider zahnlose Einrichtungen kosten ihn einen müden Lächler. Die Sanktionen hatten schon ihre Wirkung, aber weniger als erhofft, haben uns selbst auch massiv getroffen (Energie) und haben den Konflikt letztendlich nicht beendet. 


zitat..
Thunderx1609 schrieb: Diese müsste einfach stärker auftreten

Schau, diese einfache Ansicht ist Teil des Problems. Wir als neutraler Staat lehnen uns zurück und sagen, da müsste doch jemand kommen, der das beendet. Wer soll denn das sein? Europa als EU mit 27 Einzelmeinungen und Einstimmigkeitsprinzip? Wir können leider nirgends stark auftreten. Ich habe es zuvor schon erwähnt, wir können und/oder wollen es politisch, wirtschaftlich, militärisch nicht beenden.

Die USA? Über Jahrzehnte hinweg waren sie die Weltpolizei und wurden genau dafür heftigst als Kriegstreiber kritisiert. "Stoppt das Einmischen auf der ganzen Welt". Schreiten sie dennoch ein, dann ja nur wegen der Rohstoffe (Irak) und nicht wegen der Leute, hieß es. Halten sie sich zurück, ist es auch wieder nicht recht. Darüber hinaus ist es militärisch nicht so einfach, wie in anderen Kriegen. Siehe nächster Punkt.

Die NATO? Wenn die in den Krieg eintritt, dann haben wir den zitierten 3. Weltkrieg. Kann das irgendjemand ernsthaft wollen, nur damit man am Ende recht gehabt hat?

Verhandeln kann man nur mit einer Verhandlungsposition, das war noch niemals anders. Realistischerweise wird es zu irgendeinem faulen Kompromiss kommen, mit dem man sich den Frieden erkauft, Stichwort Diktatfrieden.

Ist das alles furchtbar ungerecht? JA!
Und ist das leider die Realität? JA!


1
  •  fruzzy
  •   Gold-Award
4.3.2025  (#114)

@Thunderx1609 

moralisch und auch rechtlich hast du absolut recht.

ich denke aber, bei einem krieg muss man das etwas differenzierter sehen.

was bringt es dir wenn du moralisch/rechtlich recht hast aber ein sieg nicht realistisch erscheint.
soll man noch jahrelang so weitermachen und söhne und töchter weiterhin verheizen?

ich vergleich das mit einem gerichtlichem vergleich.

wenn man sieht dass die kosten nicht mehr zum nutzen stehen ist es oft sinnvoller man vergleicht sich vor gericht auch wenn man moralisch/rechtlich recht hat.
ich weiß sowas tut weh und ist vlt. schwer einzusehen und zu verstehen.
ich denke entscheiden müssen das im konkretem beispiel die ukrainer für sich selbst.
ich finde es sogar verwerflich wenn europäische politiker durchhalteparolen oder verhandlungsverweigerung propagieren die selbst aber nicht direkt vom krieg betroffen sind.


1
  •  fruzzy
  •   Gold-Award
4.3.2025  (#115)

zitat..
Thunderx1609 schrieb: Global gesehen wäre das die internationale Staatengemeinschaft. Diese müsste einfach stärker auftreten, ansonsten wird sich die Geschichte wiederholen.

wir sehen auf die welt mit unserer westlichen brille. wir denken die sache ist doch klar und alle anderen müssten das doch auch sehen...

aber die welt besteht nun mal nicht nur aus unserem westen. wir waren jahrzehnte tonangebend aufgrund unserer wirtschaftlichen und militärischen stärke.

das spielt es aber nicht mehr....




1
  •  Miike
  •   Gold-Award
4.3.2025  (#116)

zitat..
fruzzy schrieb: ich denke entscheiden müssen das im konkretem beispiel die ukrainer für sich selbst.

Genau so ist es. Ich würde vieles darauf wetten, dass die Mehrheit der Ukrainer für ein sofortiges Ende dieses gresslichen Gemetzels wäre. Sofort abgehaltene Wahlen könnten hier für klare Verhältnisse sorgen. Nachdem Wahlen ausgesetzt wurden, weiß man offiziell nicht wie es um den Wählerwillen bestellt ist. Selbstverständlich müsste Putin den Krieg beenden, er hat ihn ja auch begonnen. Aber das hat nichts mit Realpolitik zu tun und ist Wunschdenken. 

Ich halte es für eine ziemliche Anmaßung, wenn wir aus der sicheren Ferne in unseren warmen Häusern sitzend über Menschleben entscheiden und dem wir dafür plädieren, dass der Krieg weitergeführt werden muss bis zum bitteren Ende. Da sollten sich viele angesprochen fühlen und dabei rot anlaufen. Würden wir uns mit unserem Heer an dem Krieg beteiligen, uns oder unsere Kinder in den Kugelhagen schicken, würden wir ganz schnell ganz anders denken. Desto schneller ein diplomatisch herbeigeführter Frieden einkehrt, desto mehr Menschenleben werden gerettet. Selbst auf die Gefahr hin, dass der Frieden in den nächsten 10 Jahren wieder gebrochen wird. Das muss einfach riskiert werden. Ich behaupte, Putin hat das was er wollte im Großen und Ganzen. Der gesamte Osten - inkl. weitläufigem Zugang zum Schwarzen Meer als strategisch wichtiges Gebiet - gehören ihm mittlerweile. 

Ich halte es nebenbei bemerkt für ein Narrativ der einen Seite, das Putin sich als nächstes ein Nato Land schnappt. Er ist wohl weitsichtig genug um zu wissen, dass dies in einem nuklearen Armageddon enden würde, wo auch Russland der Untergang sicher wäre. Daher halte ich das Szenario mit WK III grundsätzlich ebenso für ein Narrativ der anderen Seite. Vorausgesetzt natürlich, dass die Nato ihre Armee aus der Ukraine draussen lässt.

1
  •  ricer
  •   Gold-Award
4.3.2025  (#117)
Du hast auch sicherlich eine durchdachte Lösung parat, wie man inmitten eines heißen Krieges und unter Besatzung freie Wahlen organisieren und abhalten kann.

1
  •  tomsl
  •   Bronze-Award
4.3.2025  (#118)

zitat..
Miike schrieb: Genau so ist es. Ich würde vieles darauf wetten, dass die Mehrheit der Ukrainer für ein sofortiges Ende dieses gresslichen Gemetzels wäre.

No na ned.

zitat..
Miike schrieb: Sofort abgehaltene Wahlen könnten hier für klare Verhältnisse sorgen. Nachdem Wahlen ausgesetzt wurden, weiß man offiziell nicht wie es um den Wählerwillen bestellt ist.

Faire und freie Wahlen stell ich mir spannend vor, wenn große Teile des Landes vom Aggressor besetzt sind. Das ist wieder die russiche Propaganda, die jetzt zusätzlich über den Orangenen verbreitet wird und damit auf mehr fruchtbaren Boden fällt.
Mein Take: Selenskyj wäre schon lange nicht mehr Präsident, wäre die Mehrheit der Bevölkerung gegen ihn.

zitat..
Miike schrieb: Selbstverständlich müsste Putin den Krieg beenden, er hat ihn ja auch begonnen.

Da stimme ich dir zu. Der Krieg könnte schnellstens vorbei sein, würde Putin seine Truppen abziehen.

zitat..
Miike schrieb: Aber das hat nichts mit Realpolitik zu tun und ist Wunschdenken.

Auch da stimme ich dir zu.

zitat..
Miike schrieb: Ich halte es für eine ziemliche Anmaßung, wenn wir aus der sicheren Ferne in unseren warmen Häusern sitzend über Menschleben entscheiden und dem wir dafür plädieren, dass der Krieg weitergeführt werden muss bis zum bitteren Ende. Da sollten sich viele angesprochen fühlen und dabei rot anlaufen. Würden wir uns mit unserem Heer an dem Krieg beteiligen, uns oder unsere Kinder in den Kugelhagen schicken, würden wir ganz schnell ganz anders denken. Desto schneller ein diplomatisch herbeigeführter Frieden einkehrt, desto mehr Menschenleben werden gerettet. Selbst auf die Gefahr hin, dass der Frieden in den nächsten 10 Jahren wieder gebrochen wird. Das muss einfach riskiert werden. Ich behaupte, Putin hat das was er wollte im Großen und Ganzen. Der gesamte Osten - inkl. weitläufigem Zugang zum Schwarzen Meer als strategisch wichtiges Gebiet - gehören ihm mittlerweile.

Auch da bin ich bei dir. Nur bei einem nicht: Ich finde es eine ziemliche Anmaßung, der Ukraine vorzuschreiben, dass sie sich nicht mehr verteidigen darf. Niemand außer Putin will den Krieg weiterführen. Alle außer Putin wollen, dass er endet.

zitat..
Miike schrieb: Ich halte es nebenbei bemerkt für ein Narrativ der einen Seite, das Putin sich als nächstes ein Nato Land schnappt. Er ist wohl weitsichtig genug um zu wissen, dass dies in einem nuklearen Armageddon enden würde, wo auch Russland der Untergang sicher wäre.

Abwarten. So einem wie Putin würde ich nie vertrauen.

zitat..
Miike schrieb: Daher halte ich das Szenario mit WK III grundsätzlich ebenso für ein Narrativ der anderen Seite.

Ich höre davon eigentlich nur von Trump und Putin, also welche andere Seite meinst du?

1
  •  thohem
4.3.2025  (#119)

zitat..
Miike schrieb: Sofort abgehaltene Wahlen könnten hier für klare Verhältnisse sorgen. Nachdem Wahlen ausgesetzt wurden, weiß man offiziell nicht wie es um den Wählerwillen bestellt ist.

Wie würden denn die Wahlen abgehalten werden?
10 Millionen sind geflohen, viele Kämpfen, Ortschaften sind nicht erreichbar und viele Teile von Russen besetzt.
Wie kann man hier demokratische, ehrliche und nicht beeinflusste Wahlen abhalten?




1
  •  Miike
  •   Gold-Award
4.3.2025  (#120)
Die Bedingungen, die für eine Wahl notwendig sind, einfach in den Waffenstillstand bzw. die Friedensverhandlungen reinformulieren. 

zitat..
tomsl schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von ..
Miike: Daher halte ich das Szenario mit WK III grundsätzlich ebenso für ein Narrativ der anderen Seite.

Ich höre davon eigentlich nur von Trump und Putin, also welche andere Seite meinst du?

Ich meinte Trump bzw. die Befürworter eines Waffenstillstandes oder allgemein "die Rechten" die damit (WW3) auf der Seite versuchen ihr Narrativ durchzusetzen.

zitat..
tomsl schrieb: Ich finde es eine ziemliche Anmaßung, der Ukraine vorzuschreiben, dass sie sich nicht mehr verteidigen darf.

Können Sie dies aus eigener Hand oder sind sie hier fremdbestimmt? Hat ein Geldgeber hier das Recht mitzubestimmen? Wie lange haben sie noch eigene Soldaten? Wenn ich die Amerikaner im Oval Office richtig verstanden habe, sind sie der Meinung, dass all das Geld und die Menschenleben umsonst geopfert werden. Weil der Abzug der russischen Armee nicht mit militärischen Mitteln nicht gelingen wird. Mit der Meinung können die Amerikaner natürlich auch daneben liegen, aber es ist eben deren Einschätzung, aus der sich die in Aussicht gestellten Schritte ableiten.

1
  •  FranzGrande
  •   Bronze-Award
4.3.2025  (#121)
Die Meinung der beiden Herren aus dem Oval Office in allen Ehren, aber dass die Ukraine jetzt über einen Waffenstillstand reden kann, resultiert vor allem aus der Unterstützung der Ukraine durch den Westen, das hat auch Trump Selenskyj ziemlich deutlich gesagt - und in diesem Punkt hat er recht.

Das Ziel der Ukraine bislang war es allerdings, die territoriale Integrität vollständig wiederherzustellen. Das dürfte mit der neuen US-Administration in der Form nicht zu machen sein; diesbzgl. werden sie sich anpassen (müssen). Aber - und in diesem Punkt hat Selenskyj völlig recht - ein/e Waffenruhe/Friede - hat nur dann einen Sinn, wenn sich alle und insbesondere Putin daran halten. Die letzten Vereinbarungen hat er immer gebrochen.

Auch habe ich jetzt keine besonders aufmunternden Signale aus Russland vernommen, was in Richtung eines Waffenstillstands deuten würde. Daran stößt sich aber bislang niemand.


1


Beitrag schreiben oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]


next