« Finanzierung  |

Aktuelle Aufschläge Hypothekar-Kredite 2025

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen (Beta)
 1  2 ... 3 ... 10  11  12  13 
  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
29.12.2024 - 5.4.2025
242 Antworten | 56 Autoren 242
31
273
Wie immer um diese Zeit der Themenstart des neuen Threads für 2025.

Da die SWAP-Sätze im Fixzinsbereich volatil sind, können sich die Fixzins-Konditionen jederzeit nach oben und unten verändern.
Ich berichte an dieser Stelle wie gewohnt. 

Hier zum Nachlesen der 2024er Thread:
https://www.energiesparhaus.at/forum-aktuelle-aufschlaege-hypothekar-kredite-2024/75851

Folgende Punkte der seit August 2022 gültigen KIM-Verordnung müssen dabei zumindest bis Auslauf im Juni 2025 zwingend erfüllt werden:

  • Eine maximale Beleihungsquote (LTV) von 90%, wobei den Kreditinstituten ein Ausnahmekontingent von 20% zugestanden wird. Dieses Kontingent ist jedoch recht gering bemessen und wird oftmals für Nachfinanzierungen oder für nachträgliche Bewertungsberichtigungen aufgebraucht.
  • Eine Schuldendienstquote (DSTI) von maximal 40% (Ausnahmekontingent: 10%).
  • Eine Laufzeit von maximal 35 Jahren (Ausnahmekontingent: 5%).
  • Insgesamt dürfen aber bei einem Kreditinstitut maximal 20% aller Kredite eine der Obergrenzen überschreiten.
  • Um Renovierungen und Sanierungen – insbesondere den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger – zu erleichtern, sind Finanzierungen bis zu einer Geringfügigkeitsgrenze von € 50.000 von diesen Vorgaben ausgenommen. 

https://www.fma.gv.at/fma-erlaesst-verordnung-fuer-nachhaltige-vergabestandards-bei-der-finanzierung-von-wohnimmobilien-kim-vo/

Die KIM-V wird per Juni 2025 gestrichen. Um Bestkonditionen zu erreichen, sind die Vorgaben aber durchaus bei den jeweiligen Bankinstituten nötig.

Mögliche Best Case ab-Konditionen österreichweit:

Fixzins-Varianten, Stand 29.12.2024
  •  5J FIX: ab 2,85%, Anschluss variabel 3-Monats Euribor zuzüglich bestens ab 1%
  • 10J FIX: ab 3,05%, Anschluss variabel 3-Monats Euribor zuzüglich bestens ab 1%
  • 25J Fix: ab 3,15%, Anschluss variabel 3-Monats Euribor zuzüglich bestens ab 1%
  • 15, 20, 30 und 35J FIX: individuell
Variante variabel: 
  • Aufschlag ab 1,00% zuzüglich 3-Monats-Euribor

Im individuellen Einzelfall können sich Ausnahmekonditionen ergeben, die die jeweilige Bank meist unter bestimmten Auflagen wie Kontowechsel, Verpflichtung zum Abschluss von Bank- oder Versicherungsprodukten usw. aus geschäftspolitischen Gründen verfolgt oder ein Zeitfenster in einer vielleicht günstigen SWAP-Situation nutzen kann.

Zinsjoker: nicht mehr erhältlich.

Angaben wie gewohnt unverbindlich, da eine konkrete Zusage erst nach Sichtung aller einreichrelevanter Unterlagen und Informationen sowie Genehmigung durch das Risikomanagement der finanzierenden Bank erfolgen kann.

Links für alle wichtigen Versicherungen rund ums Thema Hausbauen: 

https://www.energiesparhaus.at/forum-versicherungen-und-absicherungen-rund-ums-bauen-teil-1/72629

In diesem Sinne wieder auf einen regen Austausch hier im Forum, viel Gesundheit und die besten Konditionen für 2025!

von Gschmackig, georg7887, mani686, Elohtihs, Equity, Dementsprechend, Namor1, Rev3

  •  LiConsult
  •   Gold-Award
3.4.2025  (#221)

zitat..
speeeedcat schrieb: Meine Erfahrung ist, dass die wenigsten Kunden Foward Start Caps kaufen sondern eher langfristige Fixzinssätze präferieren.


zitat..
speeeedcat schrieb: Forward Start Caps sind Wertpapiere (Optionsscheine) und verbriefen das Recht, Ausgleichszahlungen zu erhalten. Qausi eine Versicherung gegen steigenden Zinsen in der Zukunft.
Die Kosten betragen üblicherweise zwischen 1 und 3%.

Man kann keine Forward Start Caps bei heimischen Banken kaufen.

Vielleicht zur Erklärung: Ein Forward Start Cap garantiert eine Zinsobergrenze, die jedoch erst in der Zukunft für einen bestimmten Zeitraum zu laufen beginnt. Das ist vor allem in Deutschland ein bekanntes Instrument (dort bekannt als Forward-Darlehen), das für die "Anschlussfinanzierung" (= die Phase nach Ablauf der aktuellen Zinsbindung) eingesetzt wird.

In Ö kann man wie erwähnt die klassischen "Warrants" (= verbriefte Optionsscheine) kaufen, die ebenfalls den Zweck der Zinsobergrenze erfüllen, jedoch vom Zeitpunkt des Kaufs an und nicht erst in der Zukunft.

Die Prämie für den Optionsschein hängt von der Höhe des Strike-Preises (= Zinssatzobergrenze) und der Laufzeit ab. Da können gewaltige Unterschiede bestehen.

zitat..
speeeedcat schrieb: Je nach Institut liegt die Grenze zur Wirtschaftlichkeit. bei ca. 1%, oder leicht darunter

Das hängt von einer Vielzahl an Bedingungen ab und wie die bankinterne Ertragskalkulation aussieht (Marktzinsmethode, Aktiv-Passiv-Management, Situation rund um das eigene Funding, Liquiditätskosten, Bilanzstruktur, etc.). Ist definitiv höchst unterschiedlich.


1
  • ▾ Anzeige
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.
Hallo speeeedcat,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Aktuelle Aufschläge Hypothekar-Kredite 2025

  • ▾ Anzeige
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des durchblicker-Partnerprogramms.
Hallo LiConsult, kostenlos und unverbildlich kann man Kredite auf durchblicker.at vergleichen, das hilft auch das Angebot der Hausbank besser einschätzen zu können.
  • ▾ Anzeige
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des durchblicker-Partnerprogramms.
Hallo LiConsult, kostenlos und unverbildlich kann man das auf durchblicker.at vergleichen, geht schnell und spart viel Geld.
  •  speeeedcat
3.4.2025  (#222)

zitat..
LiConsult schrieb: In Ö kann man wie erwähnt die klassischen "Warrants" (= verbriefte Optionsscheine) kaufen, die ebenfalls den Zweck der Zinsobergrenze erfüllen, jedoch vom Zeitpunkt des Kaufs an und nicht erst in der Zukunft.

zitat..
speeeedcat schrieb: Wertpapiere  (Optionsscheine) und verbriefen das Recht, Ausgleichszahlungen zu erhalten. Qausi eine Versicherung gegen steigenden Zinsen in der Zukunft. 

 

zitat..
LiConsult schrieb: Das hängt von einer Vielzahl an Bedingungen ab und wie die bankinterne Ertragskalkulation aussieht (Marktzinsmethode, Aktiv-Passiv-Management, Situation rund um das eigene Funding, Liquiditätskosten, Bilanzstruktur, etc.). Ist definitiv höchst unterschiedlich.

zitat..
speeeedcat schrieb: 0,5% Aufschlag auf 3-ME wird keine Bank - ökonomisch sinnvoll - anbieten. Zumindest ist mir keine bekannt. Ich hatte in der Vergangenheit 2x 0,625% Aufschlag genehmigt bekommen.
Je nach Institut liegt die Grenze zur Wirtschaftlichkeit. bei ca. 1%, oder leicht darunter,

Mit Wirtschaftlichkeit meinte ich zusammenfassend, dass das von vielen Faktoren abhängt.




1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
3.4.2025  (#223)

zitat..
speeeedcat schrieb: Wertpapiere (Optionsscheine) und verbriefen das Recht, Ausgleichszahlungen zu erhalten. Qausi eine Versicherung gegen steigenden Zinsen in der Zukunft.

Forward Start Caps sind wie beschrieben eben keine Optionsscheine, sondern Einzelvereinbarungen mit dem kreditgebenden Institut.

Die bekannten Optionsscheine heimischer Prägung haben auch eine andere Ausgestaltung, da sie 

zitat..
LiConsult schrieb: ebenfalls den Zweck der Zinsobergrenze erfüllen, jedoch vom Zeitpunkt des Kaufs an und nicht erst in der Zukunft.

 

zitat..
speeeedcat schrieb: Mit Wirtschaftlichkeit meinte ich zusammenfassend, dass das von vielen Faktoren abhängt.

so ist es - darauf will ich hinweisen. Ein Aufschlag von x kann darüber isoliert betrachtet noch keine Auskunft geben.

1
  •  Hausbau24
  •   Bronze-Award
3.4.2025  (#224)

zitat..
LiConsult schrieb:

──────..
Hausbau24 schrieb: Man könnte hierbei über einen Zinscap nachdenken, im besten Fall bei einer anderen Bank.
───────────────

Den gibt es in verbriefter Form meines Wissens bei heimischen Instituten nur bei der ERSTE, wobei hier die Einstufung als risikoorientierter Anleger im Beratungsgeschäft bzw. die Abwicklung im beratungsfreien Geschäft erfolgen muss - passt definitiv nicht zu jedem Kreditnehmer.

──────..
Hausbau24 schrieb: dann würdest du einen Forward-Start-Cap vergleichsweise günstig bekommen.
───────────────

den gibt es bei heimischen Banken nicht - und günstig sind Caps bei einer steiler werdenden Zinskurve nie.
──────..
Hausbau24 schrieb: Natürlich kannst du auch einen Interest-Rate-Swap machen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob dies Banken tatsächlich mit Verbrauchern abschließen (keine Anlageberatung).
───────────────

Das wird dir keine heimische Bank machen - zum einen, weil keine Termingeschäfte mit "üblichen" Verbrauchern (Kreditnehmern) durchgeführt werden und zum anderen, weil die Size für Einzelgeschäfte definitiv zu klein ist, um vernünftige Preise mit einer Gegenpartei zu erhalten.

──────..
Hausbau24 schrieb: Die Durchschnittsverzinsung ist auch hier wie bei allen anderen, nur dass die Zinslast erst später fällig wird.
───────────────

Das hängt von der Gesamtkreditlaufzeit und allfälligen Sondertilgungen während der Kreditlaufzeit ab. Ein Sollzinssatz, der verglichen mit den derzeit erhältlichen Konditionen mindestens 0,65 p.a. tiefer ist, verschafft gerade in den ersten Jahren der Kreditlaufzeit (wo noch sehr viel Kapital offen ist), einen erheblichen Kapitalkostenvorteil. Der Nachteil des späteren Aufschlages kann minimiert werden, 1) durch Nachverhandlung und 2) durch eine allfällige Umschuldung.

──────..
Hausbau24 schrieb: Heute würdest du für 10 Jahre fix ca. 3,5% erwarten können (+-).
───────────────

ab 3,25%

──────..
Hausbau24 schrieb: Variabel im Anschluss 3me + 0,5-1%.
───────────────

3M EURIBOR + 0,5% kenne ich im Verbrauchergeschäft kein Institut - weder in der Vergangenheit, noch aktuell

Hi,
der User fragte nach Lösungen, die hab ich ihm angeboten. Es gibt sie, weshalb es auch eine valide Option zur Absicherung ist.
Eine Eingrenzung auf heimische Banken ist von dir gekommen, nicht von mir, weiß nicht warum du das dann so belehrend widergibst.

zitat..
speeeedcat schrieb:

──────..
Hausbau24 schrieb: Die ersten 10 Jahre hat er eine Kondition von 2.6..%, was wahrscheinlich dem damaligem Swap entspricht (heute nicht mehr erhältlich). Das große ABER kommt bei ihm aber nach der Fixzinsperiode. Hier wird die Bank auf variabel umstellen und einen Aufschlag von 1,5% verrechnen
───────────────

Mit der variablen Kondition im Anschluss wird der günstige Fixzins mehr oder weniger quersubventioniert.
Wenn man von einer durchschnittlichen Kreditlaufzeit von ~18 Jahren ausgeht, stimmt die Rechnung an Ende des Tages für die Bank.
Bei vorzeitiger Tilgung schaut die Rechnung für die Bank natürlich ganz anders aus. Hier im Forum werden aufgrund des instanten Informationsflusses wohl die wenigsten den Anschlusszinssatz nach den 10 Jahren Fixzins in dieser Höhe akzeptieren und entweder nachverhandeln oder umschulden.

──────..
Hausbau24 schrieb: Variabel im Anschluss 3me + 0,5-1%. 
───────────────

0,5% Aufschlag auf 3-ME wird keine Bank - ökonomisch sinnvoll - anbieten. Zumindest ist mir keine bekannt. Ich hatte in der Vergangenheit 2x 0,625% Aufschlag genehmigt bekommen.
Je nach Institut liegt die Grenze zur Wirtschaftlichkeit. bei ca. 1%, oder leicht darunter,

Forward Start Caps sind Wertpapiere  (Optionsscheine) und verbriefen das Recht, Ausgleichszahlungen zu erhalten. Qausi eine Versicherung gegen steigenden Zinsen in der Zukunft. 
Die Kosten betragen üblicherweise zwischen 1% und 3% und müssen gesondert gekauft werden. ERSTE-Bank z.B. als Anbieter.

Zum einlesen:
https://www.sparkasse.at/investments/produkte/zinscaps/interest_cap_warrant/AT0000A2J6D4-F305928646

Meine Erfahrung ist, dass die wenigsten Kunden Foward Start Caps kaufen sondern langfristige Fixzinssätze präferieren.

Das Thema, dass der anfänglich niedrige Zins später ausgeglichen wird muss einem klar sein. Da ist auch nichts mit nachverhandeln, die Bank ist ja nicht komplett bescheuert. Habe selber solche Instrumente gerechnet, auf die Laufzeit sind die 2,65% am Anfang mit höherem variablen Zins später der gleiche Ertrag für die Bank wie 3,2% am Anfang und später +1% - da braucht man sich nichts vormachen. 

 


1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
3.4.2025  (#225)

zitat..
Hausbau24 schrieb: Eine Eingrenzung auf heimische Banken ist von dir gekommen, nicht von mir, weiß nicht warum du das dann so belehrend widergibst.

Ich denke, es wäre hilfreich (so wie es in diesem Forum üblich ist), konkrete und praktische Handlungsempfehlungen-/einschätzungen zu geben. Einem privaten Kreditnehmer, der bei einer heimischen, genossenschaftlich organisierten Bank einen aus heutiger Sicht günstigen Fixzinskredit abschließt, ein Zinsabsicherungsgeschäft in Aussicht zu stellen, das im Inland nicht angeboten wird (und im zumindest deutschen Ausland nur in Verbindung mit einem dort aufrechten Kreditverhältnis zu bewerkstelligen ist), erscheint mir zumindest schwierig.

Widerspruch und Diskurs muss man leider aushalten - ich denke nicht, dass dieser von mir belehrend erfolgt ist, sondern stets nüchtern basierend auf den Fakten des aktuellen, heimischen Bankenumfeldes.

zitat..
Hausbau24 schrieb: Da ist auch nichts mit nachverhandeln, die Bank ist ja nicht komplett bescheuert.

Ich befürchte doch. Mit einer Konditionenvergabe nach herkömmlicher Ertragsrechenlogik hat das jedenfalls nicht viel zu tun. Gut aber dennoch natürlich für den Kreditnehmer. Abhängig davon, wieviel Kapital am Ende der Fixzinsphase noch offen ist, wie lange die Restkreditzeit und das dann herrschende Zinsgefüge ist, wird der Kreditnehmer dann sehen, wie die dann herrschenden variablen Aufschläge und die Fixzinssätze sind und ob sich (im Falle erfolgloser Nachverhandlungsbemühungen) eine Umschuldung auszahlt oder eben nicht.

1
  •  lecbt13
3.4.2025  (#226)
Hallo. Ich bin wieder der mit 2.675% fix 10J (+1.5% Aufschlag) von der Volksbank. Wir sind zufrieden, die anderen Angebote waren nur schlechter (zB 3.34% fix 10J von Bank99, danach 1% Aufschlag). Also es ist das beste was wir momentan rausholen konnten, besonders bei der Tatsache, dass wir damit einen (nur) 1.5 Jahre alten 4.3% fix 25J Kredit umgeschuldet haben. 

Darf ich fragen was und wo diese "Konditionenmatrix" ist? Hat der Kreditmakler auch davon geredet. Wo kann man die finden und verfolgen?

1
  •  lecbt13
3.4.2025  (#227)
Vielen Dank für das Link. Das ist ja super, dass man das so verfolgen kann. Es steht drinnen 1:1 was mir der Kreditmakler gesagt hat (dann frage ich mich natürlich wozu ihm die Provision geben, aber okay...). 

Ich glaube im Jahr 8-9 von meiner 10-J Fixzinsphase schaue ich immer wieder nach aktuellen Konditionen. 

1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
3.4.2025  (#228)
Die Darstellung der aktuellen, laufzeitbezogenen Fixzinssätze in Abhängigkeit von
Ausleihungsgrad und Kreditvolumen gibt es als "Matrix" nur bei der bank99 und ist nicht
allgemein zugänglich. Im Falle von Konditionenänderungen informiere ich diesbezüglich
regelmäßig im groben Überblick unter https://www.energiesparhaus.at/forum-bank99-
wohnkredit99-2025-und-mehr/81517

zitat..
lecbt13 schrieb: 3.34% fix 10J von Bank99, danach 1% Aufschlag

diese Kondition gibt es beispielsweise bei der bank99 aktuell gar nicht. Im 10Y Fixzinssegment gibt es in Kombination mit dem 3M EURIBOR + 1% Aufschlag nur zwei Möglichkeiten mit 3,35%: 1) Kreditvolumen 300k - 500k und Fremdfinanzierungsanteil bis max. 70% oder 2) Kreditvolumen ab 500k und Fremdfinanzierungsanteil bis max. 90%

Freilich kommunizieren auch andere Banken ihren Kooperationspartnern die jeweils aktuell
bestmögliche Konditionenübersicht. Diese ist jedoch bedeutend einfacher "gestrickt" als die
Matrix der bank99.

1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
3.4.2025  (#229)

zitat..
lecbt13 schrieb: (dann frage ich mich natürlich wozu ihm die Provision geben, aber okay...)

hätte er extra Provision verrechnet oder ist es bei den 1,5% des Kreditvolumens geblieben, die ihm die Bank ohnehin vergütet hätte?

zitat..
lecbt13 schrieb: Ich glaube im Jahr 8-9 von meiner 10-J Fixzinsphase schaue ich immer wieder nach aktuellen Konditionen.

ja - so würde ich das auch machen


1
  •  speeeedcat
3.4.2025  (#230)

zitat..
lecbt13 schrieb: Vielen Dank für das Link. Das ist ja super, dass man das so verfolgen kann. Es steht drinnen 1:1 was mir der Kreditmakler gesagt hat (dann frage ich mich natürlich wozu ihm die Provision geben, aber okay...). 

Für die Abwicklung 😉.
Die Prov oder BAG BAG [Bearbeitungsgebühr] oder das Honorar macht man üblicherweise im Vorfeld aus und sollte für beide Seiten passen.


zitat..
lecbt13 schrieb: Ich glaube im Jahr 8-9 von meiner 10-J Fixzinsphase schaue ich immer wieder nach aktuellen Konditionen. 

Das würde ich überhaupt regelmäßig empfehlen. Wer weiß, vielleicht schaut es in 5 Jahren schon bedeutend günstiger aus.




1
  •  Hausbau24
  •   Bronze-Award
3.4.2025  (#231)

zitat..
LiConsult schrieb:

──────..
Hausbau24 schrieb: Eine Eingrenzung auf heimische Banken ist von dir gekommen, nicht von mir, weiß nicht warum du das dann so belehrend widergibst.
───────────────

Ich denke, es wäre hilfreich (so wie es in diesem Forum üblich ist), konkrete und praktische Handlungsempfehlungen-/einschätzungen zu geben. Einem privaten Kreditnehmer, der bei einer heimischen, genossenschaftlich organisierten Bank einen aus heutiger Sicht günstigen Fixzinskredit abschließt, ein Zinsabsicherungsgeschäft in Aussicht zu stellen, das im Inland nicht angeboten wird (und im zumindest deutschen Ausland nur in Verbindung mit einem dort aufrechten Kreditverhältnis zu bewerkstelligen ist), erscheint mir zumindest schwierig.

Das Instrument gibt es ja, sogar von zwei inländischen Banken meines Wissens, wobei eine in der Vergangenheit stets auch Forward Starts angeboten hat. 

Das Instrument eines Zinscaps zur Absicherung der User-Situation ist absolut legitim. 


1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
3.4.2025 15:36  (#232)
absolut - stimme da auch voll zu, jedoch muss man wie auch bei den "gewöhnlichen" Zinscaps stets auf Kosten/Nutzen schauen und die Kosten hängen im Wesentlichen

zitat..
LiConsult schrieb: von der Höhe des Strike-Preises (= Zinssatzobergrenze) und der Laufzeit ab

 

zitat..
Hausbau24 schrieb: Das Instrument gibt es ja, sogar von zwei inländischen Banken meines Wissens

bitte um Info konkret welche Banken und falls es sich um ein Wertpapier handelt, um die ISIN. Vielleicht ist das dann ja auch für einige Mitleser interessant.
Wenn es sich um kein Wertpapier handelt, dann stehen wir bei derselben Problematik wie vorher, nämlich dass es losgelöst vom Grundgeschäft (= konkrete Kreditvereinbarung) schwierig wird,

zitat..
LiConsult schrieb: weil keine Termingeschäfte mit "üblichen" Verbrauchern (Kreditnehmern) durchgeführt werden und zum anderen, weil die Size für Einzelgeschäfte definitiv zu klein ist, um vernünftige Preise mit einer Gegenpartei zu erhalten.

 

1
  •  Hausbau24
  •   Bronze-Award
3.4.2025 15:50  (#233)

zitat..
LiConsult schrieb:

absolut - stimme da auch voll zu, jedoch muss man wie auch bei den "gewöhnlichen" Zinscaps stets auf Kosten/Nutzen schauen und die Kosten hängen im Wesentlichen

──────..
LiConsult schrieb: von der Höhe des Strike-Preises (= Zinssatzobergrenze) und der Laufzeit ab
───────────────

 

──────..
Hausbau24 schrieb: Das Instrument gibt es ja, sogar von zwei inländischen Banken meines Wissens
───────────────

bitte um Info konkret welche Banken und falls es sich um ein Wertpapier handelt, um die ISIN. Vielleicht ist das dann ja auch für einige Mitleser interessant.
Wenn es sich um kein Wertpapier handelt, dann stehen wir bei derselben Problematik wie vorher, nämlich dass es losgelöst vom Grundgeschäft (= konkrete Kreditvereinbarung) schwierig wird,

Das wird doch nicht an der Börse gehandelt, das sind OTC Geschäfte zwischen Bank und Kunde. 

Die Gesetzgebung ist hierbei relativ klar. Privatkunden dürfen mit Finanzderivaten nicht spekulieren. Daher muss die Bank eine Prüfung vornehmen, dass ein entsprechendes Grundgeschäft besteht. Dieses muss nicht beim gleichen Institut sein wie der spätere Cap. 
Anbei die Funktionsweise wie das funktioniert:
https://www.raiffeisen.at/resources/rvs/rvs/firmenkunden/Produktblatt-Zinscap.pdf

Zinscaps sind mit den niedrigen Zinsen aus der Mode gekommen, aber ein tolles Instrument zur Risikominimierung. 
Nochmals: Der User fragte wie er sich gegen stark steigende Zinsen in Zukunft absichern kann. Sinkt während der nächsten Jahre der Zins wieder auf ein niedriges Niveau, wovon auszugehen ist, kann man entweder die spätere Periode ebenfalls mit fix eintüten oder einen Zinscap mit Zinsobergrenze abschließen. 


1
  •  speeeedcat
3.4.2025 15:57  (#234)
Und eigentlich könnte man das Hin- und Her jetzt sein lassen.

Ich glaube, dass sich bei Interesse jeder selber, individell, schlau machen muss.

1
  •  Gsibergerin
3.4.2025 21:03  (#235)
Guten Abend,  
weil’s thematisch gerade passt – und vielleicht auch für andere aus dem Westen Österreichs interessant ist. Wir stehen vor einer Baufinanzierung und haben bei einer regionalen Filiale folgendes Angebot erhalten:


Bandbreitenkredit:
Laufzeit: 35 Jahre
Fixzins: 2,99 % bis 31.03.2027
Danach: 1,275 % über 3M-EURIBOR
Zinsbandbreite: min. 1,99 %, max. 3,99 % (bis 31.12.2035)
Zinsanpassung: quartalsweise (1.1., 1.4., 1.7., 1.10.)
Effektivzinssatz: 3,8 %


von einer anderen Bank:
15 J. Fixzins:
Laufzeit: 35 Jahre
Fixzins: 3,6 % für 15 Jahre
Danach: 1,1 % über kaufmännisch gerundetem 6M-EURIBOR (auf 1/8 %)
Effektivzinssatz: 3,9 %


Tendieren aktuell zur ersten Variante – weil der Worst Case mit 3,99 % gut machbar ist. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Bandbreitenkrediten gemacht?




1
  •  speeeedcat
3.4.2025 21:38  (#236)
Kommt zum angebotenen Zinsband noch der Bankaufschlag dazu?
Da kommen scheinbar wieder öfters kreative Konstrukte hervor mangels kompetitver Fixzinsen.

1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
4.4.2025 9:44  (#237)

zitat..
Gsibergerin schrieb: Zinsbandbreite: min. 1,99 %, max. 3,99 % (bis 31.12.2035)

Dornbirner Sparkasse? Bandbreite angesichts der relativen Steilheit der Zinskurve in diesem Laufzeitensegment OK. Die längeren (z.B. 19 Jahre) "Bandbreitenlaufzeiten" liegen derzeit so zwischen 1,55% und 4,75%.

Bandbreiten verstehen sich inkl. Aufschlag und sind eine vor allem bei den westlichen Banken verbreitete Variante (produktseitig auch relativ simpel zu "bauen")

zitat..
Gsibergerin schrieb: Tendieren aktuell zur ersten Variante – weil der Worst Case mit 3,99 % gut machbar ist.

Ich finde das angesichts der derzeitigen Unsicherheit auch eine gute Variante, um sich zinsseitig auf der einen Seite abzusichern und auf der anderen Seite von der Phantasie (angesichts sinkender Inflation) sinkender Zinsen zu profitieren. Freilich kostet die Bandbreite Geld (bedeutet: Aufschlag auf den 3M EURIBOR). Für die lange Gesamtkreditlaufzeit sind 10 Jahre Absicherung halt relativ kurz (bei ordnungsgemäßer Bedienung sind nach dieser Periode immer noch mehr als 80% der ursprünglichen Forderung offen und damit dem dann herrschenden Zinsgefüge unterworfen).

zitat..
Gsibergerin schrieb: 15 J. Fixzins:
Laufzeit: 35 Jahre
Fixzins: 3,6 % für 15 Jahre

Du bekommst gegenwärtig im besten Fall z.B. 10Y fix (Kontowechsel und LTV unter 80 vorausgesetzt) mit 3,38%. Das wäre ein Zinsvorteil von 0,22% p.a. für die ersten 10 Jahre - dafür bist du 5 Jahre kürzer zinsgebunden.

Generell: bei 35Y Gesamtkreditlaufzeit würde ich auch eine 25Y Fixzinsperiode in Betracht ziehen. Diese wäre unter den oben genannten Bedingungen ab 3,48% zu haben - immer noch deutlich günstiger als die 3,60% für 15 Jahre.

1
  •  Gsibergerin
4.4.2025 10:15  (#238)
Danke euch für die Rückmeldung und Einschätzung. Genau, innerhalb der Bandbreite gilt der Aufschlag, 3,99 Prozent ist das Maximum (auch wenn der 3M Euribor zB bei 3,8 läge).

Ich finde das Modell für unsere Bedürfnisse ganz praktisch. Man kann auch nach den 2 Jahren am Anfang zu den dann herrschenden Angeboten "fixieren", sollte es in den kommenden Jahren zu einem generell niedrigeren Zinsniveau kommen.

Für uns ist auch wichtig, viel sondertilgen zu können, was bei ersterem Angebot pönalfrei und unbegrenzt möglich ist.

Bei der zweiten Bank hätten wir auch 10J fix für 3,55 Prozent bekommen. Diese Bank hat uns vor ca. 2 Monaten auch gesagt, dass sie keine langen Fixzinsen anbieten können, weil es sich für sie als Bank "nicht rentieren" würde.

Bei wieder einer anderen Bank gab es das Angebot eines "Mischkredits", also 200k fix für 3,55 Prozent und der Rest halt variabel. 

Generell kommt mir vor - nachdem wir bei einigen Banken waren und ich hier im Forum regelmäßig lese - dass man hier in VBG genrell eher teurere Angebote bekommt ;). 

1
  •  alice1
4.4.2025 12:42  (#239)
Hoi @Gsibergerin, haben auch gerade in VBG finanziert und ebenfalls ziemlich idente Varianten und Aussagen wie du zu hören bekommen. Mir kommt es auch so vor als ob sichs hier schwieriger gestaltet bzw. auch null Verhandlungsspielraum möglich ist. Bei den meisten Banken wurde uns gleich direkt gesagt, dass nicht über 10 Jahre fix finanziert wird, was die Auswahl eh gleich sehr begrenzt hat. 

1
  •  speeeedcat
4.4.2025 15:11  (#240)


zitat..
alice1 schrieb: Mir kommt es auch so vor als ob sichs hier schwieriger gestaltet bzw. auch null Verhandlungsspielraum möglich ist. Bei den meisten Banken wurde uns gleich direkt gesagt, dass nicht über 10 Jahre fix finanziert wird, was die Auswahl eh gleich sehr begrenzt hat. 

Wobei es in Vlbg. nicht nur die bekannten 4 Regionalbanken gibt ...

1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
4.4.2025 17:54  (#241)

zitat..
alice1 schrieb: Bei den meisten Banken wurde uns gleich direkt gesagt, dass nicht über 10 Jahre fix finanziert wird, was die Auswahl eh gleich sehr begrenzt hat.

meiner Erfahrung nach haben gerade aber auch vereinzelt die "Platzhirsche" z.B. den 15Y-Fixzinssatz im Programm. Alternativen gibt es jedenfalls wie erwähnt.


1


Beitrag schreiben oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]


next