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Was Konsumenten in der EUR-Zone erwarten ![]() Inflationsdaten entwickeln sich besser als erwartet: ![]() Händerleinschätzung für 2025: Leitzinssatzreduktion um weitere 60BP (=0,60%) https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-28/french-inflation-unexpectedly-holds-steady-well-below-ecb-goal |
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Schön daß es endlich mal offiziell zugegeben wird ! Klar war das schon lange, fast alle anderen EU-Länder haben damals in die Strompreise eingegriffen. In Österreich wurde dagegen nur schulterzuckend öffentlich "gibt es halt Reallohnverlust" gesagt, und ernsthaft erwartet, daß die Löhne einfach weit unter der Inflationsrate erhöht werden. Daß das so nicht aufgehen wird war evident, schon allein deshalb weil die Strompreise ja direkt in die Inflationsrate eingerechnet werden und sich das Thema so dann durch alle Bereiche frisst. Hier jetzt allgemein Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate zu fordern ist auch lächerlich. Angezeigt wäre das wenn dann in den exportierenden Betrieben, aber nicht allgemein. Viel eher sollte hier nachwievor am Energie-Thema gearbeitet und die abgeschöpften Beträge dazu zweckgewidmet werden die Steuern und Abgaben zu senken. Wir machen nämlich momentan wieder den gleichen Fehler und regulieren hier nicht. In vielen EU-Ländern sind Steuern und Abgaben nachwievor stark zurückgefahren. Das würde den Gesamt-Strompreis senken, und nachdem der wie gesagt direkt in die Inflationsrate reingerechnet wird, würde die das Inflationsthema stark entschärfen sowie den Standort generell attraktiver machen. |
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Ich habe das schon einmal hier mit jemanden diskutiert: Hohe Reallohnzuwächse führen zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit (vor allem bei Exportländern wie Österreich, Deutschland). Die Dienstleistungsinflation, die sich jetzt noch "hartnäckig" erweist, ist m.E. zu einem Gutteil auf diese Reallohnzuwächse zurückzuführen (kein Wunder bei einem tertiären Sektor von ca 2/3 an der Wirtschaft). Natürlich ist es auch eine Frage der Lohnzurückhaltung, dass Österreichs Wirtschaft sich wieder "derfangt"; angesichts der traditionell starken Arbeitnehmervertreter und dem noch immer andauernden Arbeitskräftemangel allerdings derzeit noch nicht absehbar. |
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Die Löhne bei gleicher Qualifikation sind in Staatem wie Belgien, Luxemburg, Schweiz, Dänemark, USA ... deutlich höher als in Östereich. Dort behauptet keiner die wären für den Export zu hoch. Die Wirtschaft in den USA wächst stärker als in der EU. Seit langem. Warum? Stärker steigende Löhne. Europa kann sich eine Lohnzurückhaltung gar nicht leisten. Das Problem bei uns sind Steuern, zu hohe Energie- und Verkehrskosten. Viel zu viel Bürokratie. Und speziell in Österreich hausgemachter Blödsinn wie zB die Kopplung der Mieten an die Inflation, also an einen Index der gleichzeitig zu einem Teil auf den Mietsteigerungen beruht. Dass Österreichs Inflation dauernd der EU davonzieht ist hausgemacht durch solche Rückkoppelungen. |
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Das haben sich die Arbeitgeber selbst zuzuschreiben. Jahrelang wurde sich hinter den niedrigen Inflation versteckt und die Produktivitätssteigerung unzureichend weitergegeben. Das einen dann eine hohe Inflation einholt bei niedriger Produktivität ist hausgemacht. Die Gewinne also vorher schön einsacken aber dann die Krot den Arbeitnehmer schlucken lassen. Es war teilweise fahrlässig wie risikoreich einige Unternehmen z.B. am Bau in der Blüte unterwegs waren (Rückstellungen bilden für schlechte Zeiten braucht ja keiner, wir könne es eh dann der Allgemeinheit umhängen). Man hätte einfach eingreifen müssen in den Markt, insbesondere im Energiesektor - aber wie eh schon alle mittlerweile zugeben - man hat die Inflation durchrauschen lassen. Österreich wird nicht mit ein bisschen Lohnzurückhaltung seine Probleme lösen. Die Autoindustrie hat ja keinen Einbruch weil wir so teuer sind, sondern weil die Deutschen alles verschlafen haben (und wir mitfallen). Viel wichtiger ist eine positive Grundstimmung. 2 von 3 Rezessionsjahren hätte man vermieden, wenn der Privatkonsum wie ursprünglich prognostiziert wieder angezogen hätte (es gab ja letztes Jahr Reallohngewinne). Aber bei der negativen Grundstimmung ist es kein Wunder, dass die Leute erstmal vorsichtig sind und sparen. Die wichtigste Aufgabe dieser Regierung ist es, ein positives Bild für die Zukunft zu zeichnen - ohne Streit, mit solider Arbeit (die Hoffnung stirbt zuletzt). |
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Die zwei wichtigsten Gründe sind Energiepreis und Energiemarktstabilität! Wir haben kein billiges russisches Pipelinegas mehr, stattdessen kaufen wir (vermutlich auch russisches LNG Gas oder andere verkaufen uns LNG Gas und sie kaufen stattden russisches Gas) teures LNG Gas + die Pipeline über Deutschland! Natürlich haben da die Länder mit Meerzugang einen Vorteil.
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Hallo LiConsult, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Inflations- und Zinsentwicklung |
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Aso? Macht man das? Gibts schon ein Rettungspaket für die Baubranche? |
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https://services.bundeskanzleramt.gv.at/newsletter/bka-medien-newsletter/innenpolitik/20240227-baupaket.html Zum Glück nicht alles umgesetzt aber auch ein Mosaikstein der Budgetproblematik. Und die Forderungen der Branche sind wohl bekannt |
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Auch Fiskalrat rät zu Zurückhaltung bei Lohnverhandlungen: https://www.derstandard.at/story/3000000263409/auch-fiskalrat-r228t-zu-zur252ckhaltung-bei-lohnverhandlungen |
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Sagt auch die ifo. Hatte auch Chefs, die jahrelang immer gesagt dass haben, dieses Jahr ist besonders mies. Der Bonus wurde aber dennoch immer mehr.... Können sie eh sagen, müssen sie ja auch. Macht's aber nicht wahr deswegen. |
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Sieht man dann eh an den Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen... |
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Eigentlich ist die Kausalkette ja einfach.... hohe Energiepreise - hohe Inflation - hohe Löhne Üblicherweise sind Problemlösungen die an der Wurzel des Problems ansetzen besser geeignet Milderung zu verschaffen. Aber wie heißts so schön..."wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing".... |
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Außer die hohen Energiepreise haben wir zusätzlich ein Generationsproblem. Weniger arbeiten wollen, home Office oder am besten Influencer. In China heißt es arbeiten bis zum umfallen. Die sind einfach gnadenloser und somit besser, günstiger und fortschrittlicher. Die haben Amerika längst abgelöst. Vorteil an Österreich ist, dass wir zusätzlich noch ein schönes Urlaubsland sind. Zumindest bei mir in Salzburg im Sommer geht's ab was Chinesen und Urlauber angeht... |
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Ich sag mal so: Drei Jahre Rezession und stark gestiegene Pleitezahlen sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache. |
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Und ich sag mal so: wenn der Gewinn sich halbiert ist das nicht gut und kein schönes Zeichen. Aber wenn er dennoch 210mio beträgt (voest im dritten Quartal 24 zB), dann hält sich mein Mitleid in Grenzen. Und pauschal zu sagen, Lohnzurückhaltung sei angebracht ist halt auch falsch. Für gewisse Branchen kann man's ja fordern, für andere wohl eher nicht |
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Das mit China ist ein Vorurteil. Ja, die arbeiten 12h am Tag und 6 Tage die Woche - aber so ineffizient, dass die Arbeitsleistung nicht einmal unserer 40-Stunden-Wocve entspricht. Ausnahmen gibt es natürlich in beiden "Systemen". Ein Freund von mir hat über 10 Jahre dort gelebt und die Gesellschaft hat mindestens genauso viele Probleme wie unsere westliche, eben nur andere. |
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Rein aus Interesse, da ich die Aussage immer wieder lese. Woher stammt die Theorie, dass China Amerika abgelöst hat oder ganz bald ablösen wird? Das muss man ja auf die Wirtschaftsleistung herunterbrechen. Hier ist Amerika um rund 60% vorne, bei einem Viertel der Einwohner wohlgemerkt. Umgemünzt: Sprich BIP China pro Kopf: 12.000 USD Amerika: 81.000 USD. Die Aussage an sich habe ich lange verstanden, nämlich als China Wachstumsraten von 10% erzielte und Amerika lediglich 4% hatte. Da hat China definitiv aufgeholt. Man muss aber auch beachten, dass es immer leichter ist von niedrigem Stand höhere Sprünge zu machen, als bereits bei einem hohen Niveau (Europa/Amerika). Diese Zeiten sind aber auch im Osten vorbei. Aktuell wächst das BIP in China nur mehr um 3%, was normal und natürlich ist. Es würde noch hunderte Jahre dauern bis China wirtschaftlich Amerika ablöst. Hohe Raten weist aktuell eher Indien auf, die wohl auf dem Weg zu einem China 2.0 sind. Bin gespannt wie ihr das seht. |
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https://de.statista.com/themen/10635/usa-vs-china/#topicOverview Wirtschaftsindikatoren der USA und China im Vergleich China und die USA sind die beiden größten Volkswirtschaften weltweit. Im Jahr 2023 liegt das BIP der USA mit etwa 27,4 Billionen US-Dollar noch etwa 10 Billionen US-Dollar vor dem Chinas. Bereinigt man jedoch das BIP nach der Kaufkraft der Länder hat die Volksrepublik die USA bereits im Jahr 2016 überholt. Im Jahr 2023 hat China einen Anteil am kaufkraftbereinigten globalen BIP von etwa 18,7 Prozent, der Anteil der USA liegt bei etwa 15,6 Prozent. Beim pro-Kopf BIP hat die USA jedoch noch einen klaren Vorteil. Mit etwa 81.632 US-Dollar pro Kopf liegen die Vereinigten Staaten klar vor China, das auf 12.514 US-Dollar pro Kopf kommt. Konkurrenz um Technologie China ist der größere Exporteur von Hochtechnologieprodukten (Anteil an Industrieexporten) 26,57 % vs. 21,85 % (USA; Stand: 2023) China ist die größte Volkswirtschaft nach dem kaufkraftbereinigtem BIP (2023) Zusätzlich ist China nun auch zum exportweltmeister bei Autos aufgestiegen. Die Chinesen kaufen vorrangig ihre eigenen Produkte, das tut unserer Wirtschaft nichts Gutes. Im großen und ganzen sind wir in Europa die Verlierer. Wir haben 30 Cent pro kWh, China liegt bei so 7-8 Cent. |
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Das besagt schlichtweg, dass China durch die geringeren Kosten im Land, vor allem im ländlichen Raum gepaart mit der hohen Einwohnerzahl eine simultane höhere Leistung erzielt. Nochmal China hat viermal so viele Einwohner und würde in diesem Fall knapp vor Amerika liegen. Die Performance der Einwohner ist aber massiv schlecht, was auch schon Nutzer davor erwähnten. Dass China in irgendeiner Kennzahl vor Amerika liegt ist auch nicht schwer. Das höchste BIP weltweit hat übrigens Luxemburg, deshalb sind sie auch keine Weltmacht. Würde man das KKB-BIP gegen den Einwohnerschnitt stellen, was jede seriöse Quelle macht hat, wenn die Basis 100% ist, China 60% und die Schweiz zB 130%. Gesamthaft halte ich die Aussage aber nach wie vor für nicht richtig. Auch Kleinvieh gibt Mist (viele Einwohner in China), aber keinen relavanten. Die Weltwirtschaft blickt auf Amerika und nicht in den Osten und das bleibt auch so. |
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meanwhile ![]() Gute Nachrichten gibt es von den März-Inflationsdaten aus Deutschland. Die Headline-Inflation ging von 2,3% (im Februar) auf 2,2% zurück, während sich die Kerninflation von 2,7% auf 2,5% reduzierte. Hauptgrund für die niedrigere Headline-Inflation war der stärkere Rückgang der Energiepreise (-2,8% vs. -1,6% im Februar). Für die niedrigere Kernrate war ein deutliche verlangsamter Preisanstieg bei den Dienstleistungen (3,8% vs. 3,4% im Februar) verantwortlich. ![]() |
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gute Nachrichten von der EUR-Inflation. Diese schwächte sich im März erwartungsgemäß auf 2,2% (Februar 2,3%) ab. Großen Anteil dabei hatten die fallenden Energiepreise (die jedoch weniger als erwartet sanken). Auch die Kerninlationsrate reduzierte sich auf 2,4% (erwartet 2,5%) ![]() ![]() |
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