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Das FED erwartet beginnend mit September derzeit zwei Zinssenkungen für 2025: ![]() https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-14/fed-2025-interest-rates-economists-say-two-cuts-starting-in-september?sref=ZVajCYcV Währenddessen streut sich innerhalb der EZB das Feld zwischen Zinssenkungsbefürwortern- und gegnern wieder etwas breiter: ![]() https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-16/ecb-s-guindos-says-uncertainty-now-higher-than-during-covid?srnd=phx-economics-v2&sref=ZVajCYcV Für Anleger bedeutet die derzeit sinkenden Inflationsraten bei gleichzeitig steigenden Zinsen eine positive Realrendite, wie man sie in den vergangenen 14 Jahren nicht mehr gesehen hat. ![]() |
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Ich benutze schon lange keine normale Bank mehr und habe keine Guthaben in Euro. Es trifft eh nur die, die sich nicht informieren und nicht Technik affin sind. |
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Auch wenn es wahrscheinlich nur Spaß war, wird das für die EU ein wilder Ritt in den kommenden Jahren. Unsere Unternehmen können sich eine derartige Phase der stark steigenden Inflation gar nicht mehr leisten. Dies würde bedeuten, dass wir, die Arbeitnehmer diese Last tragen müssten - was einhergeht mit einem Reallohnverlust. Persönlich finde ich auch, dass diese Gewerkeschaften endlich verstehen müssen, dass uns diese geforderten Gehaltsplusse zwar kurzfristig finanziell helfen werden, aber langfristig Wirtschaftsleistung und damit Jobs vernichten werden. Diesbezüglich wäre es auch wirklich endlich Mal an der Zeit, dass die Gesellschaft ihr Mindset vom kurzfristigen zum langfristigen Denken umändert. Es brennt nicht nur bei den Unternehmen, sondern bei uns allen - egal in welchen Sparten ihr arbeitet. PS: An der obigen Diskussion werd ich mich trotz Erwähnung nicht beteiligen - kindisch von allen Seiten.
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Nö, ich seh das aus persönlicher, egoistischer Sicht tatsächlich positiv. Ich hab einen guten Job, den ich relativ krisensicher einschätze. Selbst wenn ich diesen verlieren sollte sehe ich für mich ausreichend Möglichkeiten rasch wieder was zu finden und ich hab schon in der Vergangenheit in schwierigen Zeiten Wege für mich gefunden. Daher mach ich bei der kollektiven Zukunftsangst einfach nicht mit. Das bringt nichts. Also ja, aus egoistischer Sicht ist jedes Jahr mit einer Inflation >2,5 - 3% für mich positiv zu sehen. Aus gesellschaftspolitischer und wirtschaftlicher Sicht sieht das ganze anders aus. Aber die Zeichen stehen für mich aktuell eher auf Inflationswelle #2 als auf sinkenden / stagnierenden Inflationswerten. Von den politischen Entwicklungen ganz abgesehen, welche ich absolut nicht positiv sehe (Gewinne für rechte Parteien, Einschränkungen für politische Gegner, Unterdrückung von Minderheiten um nur einige Punkte zu nennen), gibts aktuell nicht viel positives in dieser Welt. Also hab ich echt kein schlechtes Gewissen mich bei diesem Thema einmal an meinem persönlichem Vorteil zu erfreuen 😉 Wer meinen Posts sonst folgt der weiß welchen Idealen ich prinzipiell folge und wie sehr ich für soziale/gemeinschaftliche Ansichten zu haben bin. |
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Wie gesagt der grundsätzlichen Diskussion wohne ich nicht bei, dass ist OT OT [Off Topic] und nebenbei sinnlos. Was man aber schon festhalten kann ist, dass man sich durchaus gegen Inflation absichern kann, wenn man global investiert. Das eine spielt mit dem anderen zusammen in meinen Augen. Auch ich habe mein Sparvermögen nur zu einem geringen Teil in Europa investiert. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass solange man monatlich € auf sein Bankkonto erhält man nie wirklich vor einen hohen Inflation im Euroraum fliehen kann. Das sollte man bei aller Investitonsfreude im Ausland nicht vergessen. Von daher trifft dich die Inflation im EU-Raum, ob du willst oder nicht. |
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gleich doppelt erfreuliche Entwicklung - sowohl beim privaten Wohnimmobilienkreditwachstum als auch beim Anteil der Fixzinsvereinbarungen: ![]()
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Die Grundgesetzänderung für das Schuldenpaket ist heute nun auch im deutschen Parlament mit der erforderlichen 2/3-Mehrheit beschlossen worden. Folgt daraus ein Paradigmenwechsel in der Zinslandschaft? ![]() https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-18/german-lawmakers-pass-landmark-spending-package-ending-era-of-budget-austerity?srnd=homepage-europe |
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Schon beachtlich wie die Renditen in der ganzen EU hinaufschießen. Ich habe jetzt etwas an Staatsanleihen gekauft. Für 4,65% bei italienischen Anleihen nehme ich auch etwas mehr Risiko in Kauf. |
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Hallo LiConsult, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Inflations- und Zinsentwicklung |
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Wo kaufst du Staatsanleihen für gewöhnlich? Es ist schon bemerkenswert wie schnell sich Dinge ändern können. Man öffnet jetzt Tür und Tor für zusätzliche Finanzmittel und die EZB sieht tatsächlich (gestern gelesen) - keine Inflationsgefahr. Ich kann diesen Aufrüstungsboom für Verteidigung weder makroökonomisch (Verteidigungsausgaben mit rel. schlechter Fiskalmultiplikator), noch sicherheitspolitisch (EU/UK-Verteidigungsausgaben 2024 bei ca 390 Mrd.; Russland im Vergleich 130 Mrd.) nachvollziehen. Warum sollen wir uns mit dem dreifachen Budget nicht gegen Russen verteidigen können auch ohne die USA? |
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Ganz deiner Meinung. Boris Kotchouby hat Novo Argumente ein lesenswertes Intervew gegeben. Ich habe den Herren als einen integeren Menschen kennengelernt. Ein gebürtiger Russe und lebt und forschte in Europa. Russland ist so hoffnungslos abgehängt. Seit Jahren kämpfen sie Dorf für Dorf gegen ein fast Dritte Welt Land. Brauchen Monate um ihr Homeland Kursk zurückzuerobern. Israel hat wohl an einem Tag die gesamte iranische Luftabwehr (russische Technologie) ausgeschaltet. Russland hat Gas, Nickel, .. und ein paar Agrargüter. Keine Autos, PCs, Handys, sonstige Maschinen, ... vermutlich nicht mal Plastikspielzeug können sie wettbewerbsfähig herstellen. Die NATO braucht ein intaktes Russland, weil man nicht will, daß China sich nach Sibirien ausdehnt. Wenn man aufrüsten, dann sicher nicht gegen Russland. |
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+1 Wenn die Politik mit Angst arbeitet, muss man immer ganz besonders hellhörig werden. Und beim Thema Rüstung/Russland wird definitiv mit Angst Propaganda betrieben. Wenn man die Milliarde, die jetzt locker gemacht wird, klug in Infrastrukturprojekte oder Unternehmensansiedelungen stecken würde, dann wäre das zumindest vernünftig investiertes Geld. Aber so ist es nichts anderes als Konsum (des Staates) der keinen Return bringt. Zur Belohnung dürfen wir die Panzer und Kampfjets nicht nur bezahlen, sondern auch die nächsten 40 Jahre erhalten. Spätestens wenn die Russen auf Nato-Territorium stünden, gäbe es den Atomkrieg und da wäre es völlig irrelevant wieviel Panzer wir haben. Kriegswirtschaft hat in der Geschichte noch immer zu Inflation geführt. Nun hat man diesen Begriff natürlich (noch) nicht in den Mund genommen. Bleibt zu hoffen, dass aus den VW Werken nicht bald Panzer rollen.
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+1 ||
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Ich sehe das nicht so. 1. Bisher war immer klar, daß Europa auch durch die USA geschützt ist. Das ist jetzt nicht mehr so. Folglich müssen wir die Lücke selber füllen. Das gilt nicht nur in Bezug auf Russland, sondern ganz allgemein. Wir müssen auf eigenen Beinen stehen. Europa ist eine reiche, starke Region die halt auch eroberungstechnisch durchaus attraktiv wäre. Gelegenheit verlockt halt, deshalb sollte die Gelegenheit irgendwas zu versuchen erst gar nicht da sein. Nur weil man Waffen hat, heißt es nicht, daß man sie auch benutzt. Die Schweiz ist sehr hochgerüstet, und trotzdem hanen die noch nie einen Schuss abgegeben. Es wäre einfach idiotisch und naiv nicht verteidigungsfähig zu sein. 2. In Russland ist nichts mehr außer Kriegswirtschaft, und die wird auch auf Volltouren weiterlaufen. Ja, die sind momentan sicher nicht in der Lage die Nato/die EU anzugreifen - aber wenn die Maschinerie weiterhin läuft, glaube ich schon, daß sie in weiteren 5 - 8 Jahren an den Punkt kommen könnten. Sicher nicht technologisch, aber halt mit vielen konventionellen Waffen und vielen Soldaten die verheizt werden. Europa könnte auch sicher nicht von jetzt auf gleich hochrüsten, sowas dauert seine Zeit. Und nachdem es auch generell eine gute Idee ist sich selber verteidigen zu können, würd ich mal sagen, better safe than sorry. |
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Darf man fragen, wie ein Land wie Russland mit gerademal ~ 150 Millionen Einwohnern Europa mit ~ 3x mehr Einwohner erobern und kontrollieren sollte?
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Welche Lücke? Strategisch und gedanklich vielleicht? Aber wir haben das Dreifache Rüstungsbudget der Russen, und das seit Jahren. Von der Technologie ganz zu schweigen. Da muss doch alles da sein oder wohin fließt dieses ganze Geld? Also das gehört dann einfach besser geplant und abgestimmt. Aber kann mir keiner erzählen, dass mehr Geld überhaupt was bringt, das würde dann ja auch versickern. Eine Kriegswirtschaft geht auch nur eine gewisse Zeit gut. Drei Jahre ist ja nicht viel. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die das finanziell und personell (die haben ja auch nur ein Drittel unserer Einwohner) noch weitere 5-8 Jahre überhaupt stemmen können. |
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... und so war es erwartungsgemäß auch bei der gestrigen US-Notenbanksitzung. Die FED-Funds-Rate bleibt konstant im Band 4,25%-4,50% ... ![]() ... allerdings kommt das FED ... ebenso wie die jüngste Erhebung der Uni Michigan mit einem stagflationären Ausblick für 2025: BIP-Prognosen von 2,1% auf 1,7% gesenkt - Inflationsprognose beim Gesamt-PCE von 2,5% auf 2,7% und Kern-PCE von 2,5% auf 2,8% angehoben. Auch die Abbaugeschwindigkeit der Bilanzsumme (die erhöhten Aufwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen bewirkt) soll verringert werden - von USD 25 Mrd. als monatliche Höchstgrenze für die Rückzahlung von Staatsanleihen USD 5 Mrd.. https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-19/fed-to-slow-pace-of-balance-sheet-runoff-amid-debt-cap-impasse 2Y Staatsanleiherenditen sinken wieder leicht unter 4%. ![]() Nochmal die mittlere Prognose der Fed-Banker (anhand der Dotplots) für die (steigende) Inflationserwartung: ![]() https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-19/fed-holds-rates-sees-slower-growth-and-higher-inflation?srnd=homepage-europe&sref=ZVajCYcV |
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Der Friedrich Merz wird wohl in die Geschichte eingehen. Als jener Kanzler der noch vor seiner Angelobung sämtliche Wahlversprechen gebrochen hat. Wie das im Deutschen Bundestag mit "der alten Fraktion" also einer mittlerweile nicht mehr legitimierten Mehrheit durchgedrückt wurde, ist schon schräg. Warum? Bei den Russen sprudelt das Geld aus dem Boden. Russland wird auch in den nächsten Jahren noch das Land mit den reichsten Bodenschätzen sein. Nicht umsonst liegt die Staatsverschuldung bei rd. 15% des BIP. Der IWF erwartet eine Steigerung auf etwa 25,1% bis 2029. Nach kaufkraftbereinigtem BIP (KKP/PPP) ist Rußland 2023 zur viertgrößten Volkswirtschaft aufgestiegen und hat Deutschland sowie Japan überholt. Das behaupte nicht ich, sondern sagt der IWF. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt |
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Natürlich ist das eine legitimierte Mehrheit. Die alte Regierung ist legitimiert und im Amt bis zur konstituierenden Sitzung des Bundestags. ||
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Also die Mehrheit ist natürlich legitimiert, so funktioniert eine Parlamentarische Demokratie. Vielleicht habe ich es falsch formuliert, ja durchalten können die Russen das schon ein paar Jahre. Die Bevölkerung ist Leid gewöhnt. Aber das die ja jetzt in ein paar Jahren soviele Waffen herstellen können, dass sie jetzt Europa überrennen ist doch weit hergeholt. Mal von der fehlenden Möglichkeit moderne Technologie zu verbauen ganz abgesehen. Nochmal, die 130 Mrd. Euro Verteidigungsbudget 2024 der Russen sind schon in der Kriegswirschaft. Die gleichzeitigen 400 Mrd. EU/UK sind in keiner Kriegswirtschaft. Das Öl das der Russe jetzt nach China/Indian verkauft, ist mit maximalen Rabatten, das generelle Energieembargo tut denen schon richtig weh (vor allem wird das selbst im Friedensfall nur schwer umkehrbar sein, warum sollten die EU in Zukunft russisches Gas kaufen, maximal wenn es superbillig ist und man sich nicht wieder mengenmäßig abhängig macht). |
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rechtlich ist sicher alles i.o. ABER: es wird immer zur MORAL etc. appeliert. und ständig hört man wir müssen die Demokratie retten. und da ist es halt schon so, dass es extrem DEPPERT aussieht wenn der NOCH NICHT KANZLER mit den ALTEN Mehrheiten (die bereits ABGEWÄHLT sind) so eine für Jahre wenn nicht Jahrzehnte auswirkende Schuldenaufnahme absegnen lässt. in so einer "unklaren" situation wo man oft nicht weiß was richtig/falsch - moralisch gut/böse ist hilft es immer ungemein mal die eigene perspektive zu wechseln. nur weil gerade dass passiert was man für gut findet muss es nicht legitim sein. stellt euch vor die FPÖ/AFD würde abgewählt werden und die CDU/ÖVP beschließt noch schnell eine Verfassungsänderung mit Stimmen der FPÖ/AFD bevor sich das neue Parlament konstituiert dass dann aus einer Linken Mehrheit besteht. Wie groß wäre wohl der Aufschrei (zurecht!) der Medien. |
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Für viele wird vielleicht eher auch wichtig sein, zu wissen, wie sich die "Rüstung", EZB-Entscheidungen, Zinsentwicklungen und die allgemeine Gesamtsituation der Wirtschaft und Politik in diesem Sinne auch auf unsere Kredite auswirken... jetzt auch im Fall eines "worst case" (Kriegszustand auf NATO/EU Boden). |
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Das hat nichts mit Moral zu tun: das steht so im Grundgesetz und ist so bis es geändert wird. Genau das IST Demokratie. Ja es schaut blöd aus (und da bin ich ganz bei dir), aber das wording von Mike von wegen "nicht legitim" ist halt einfach falsch. Es IST legitim. Punkt. Die Optik ist etwas anderes und die kann kritisiert werden bis der Kopf raucht - es ist deswegen immer noch legitim und Gesetz
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